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Bader :: Bader,_Diedrich
 

Bader.jpg Bader ist eine mittelalterliche Berufsbezeichnung, auch Stübner genannt, da mit dem Beruf der Betrieb einer Badestube verbunden war. Außer der Arbeit der heutigen Frisöre – rasieren und Haare schneiden – erledigten die Bader kleinere Operationen und Aderlässe sowie das Ziehen von Zähnen mit der Zange, dem Zahnschlüssel oder dem Pelikan. Eine wichtige Einnahmequelle war vor allem das Schröpfen. Außer dem Betreiber des Bades, dem Bader, arbeiteten im Badehaus die Badeknechte und Bademägde, teilweise auch noch Scherer bzw. Barbierer, die nur rasierten und Haare schnitten. Zwischen ihnen und den Badern kam es bald zu einem Konkurrenzkampf.

Im Badehaus ging es aber nicht nur um die Hygiene, sondern es ging auch um das Vergnügen beim Baden. Badehäuser waren teilweise auch Bordelle, die schlechten hygienischen Zustände sorgten oft für die Ausbreitung von Geschlechtskrankheiten, z.B. von Syphilis.

Die Tätigkeit der Bader galt bis 1406 als unehrenhaft. Erst 1548 erhielt diese Berufsgruppe Zunftrechte. Bader waren insbesondere ein mittelalterlicher und bis in die frühe Neuzeit reichender Ersatz für Chirurgen (siehe auch: Wundarzt). Bader und Barbiere bzw. Scherer gehörten zu den so genannten Handwerksärzten, die entgegen der akademischen Ausbildung heutiger Mediziner eine handwerkliche Ausbildung erhielten. Die Laufbahn vom Gesellen zum Meister war explizit geregelt. Mit dem Aufkommen der akademischen Medizin gab es europaweite Auseinandersetzungen zwischen Medizinern alter und neuer Schule.

Weblinks


Historischer Beruf | Medizingeschichte

Barber surgeon

 

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