| Wappen | Karte |
|---|---|
| Stadtwappen der Stadt Baden-Baden.png | |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Baden-Württemberg |
| Regierungsbezirk: | Karlsruhe |
| Regionalverband: | Mittlerer Oberrhein |
| Kreis: | Stadtkreis |
| Geografische Lage: | |
| Höhe: | 160 m ü. NN |
| Fläche: | 140,18 km² |
| Einwohner: | 53.518 (31. Dez. 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 382 Einwohner je km² |
| Ausländeranteil: | 11,7 % |
| Postleitzahlen: | 76481–76534 (alt: 7570) |
| Vorwahl: | 07221 und 07223 |
| Kfz-Kennzeichen: | BAD |
| Gemeindeschlüssel: | 08 2 11 000 |
| Stadtgliederung: | 11 Stadtteile |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Marktplatz 2 76530 Baden-Baden |
| Website: | www.baden-baden.de |
| Politik | |
| Oberbürgermeister | Wolfgang Gerstner (CDU) |
Die Stadt ist ein bekannter Kurort und heute vor allem als Bäderstadt, Mineralheilbad, Urlaubsort und internationale Festspielstadt bekannt. Bis 1931 hieß die Stadt nur Baden, man nannte sie meist Baden in Baden und so entstand der heutige Doppelname. Seit 1997 ist Baden-Baden Olympische Stadt. Mit diesem Titel wurde Baden-Baden durch das IOC geehrt.
Außerdem gibt es zahlreiche weitere Wohnplätze oder Wohngebiete mit eigenem Namen, die teilweise sehr verstreut sind. Hierunter sind zu nennen: Gaisbach, Gallenbach, Hungerberg, Malschbach, Mührich, Schmalbach, Schneckenbach, Seelach, Umweg und Unterer Plättig.
Die Stadtteile Ebersteinburg, Haueneberstein und Sandweier haben jeweils eine eigene Ortsverwaltung mit einem Ortsvorsteher. Die Stadtteile Steinbach, Neuweier und Varnhalt haben eine gemeinsame Ortsverwaltung ("Rebland") ebenfalls mit einem Ortsvorsteher.
Innerhalb des geschlossenen Stadtgebiets von Baden-Baden liegen 3 meist unbewohnte Exklaven der Nachbargemeinde Sinzheim, darunter das Klostergut Fremersberg.
Im Laufe der Geschichte wurde die Stadt nach Teilung der Markgrafschaft Baden Residenzstadt der katholischen Linie des Herrscherhauses, die nach Aussterben 1771 mit der protestantischen Linie Baden-Durlach (Residenz damals bereits Karlsruhe) wieder vereinigt wurde. Die Stadt blieb aber Sitz eines Amtes für das gesamte Umland.
Im Rahmen des pfälzischen Erbfolgekrieges wird Baden-Baden am 24. August 1689 von französischen Truppen niedergebrannt. Ende des 18. Jahrhunderts wird Baden-Baden als mondäner Kurort entdeckt. Viele herrschaftliche Gäste machen den Kurort zur "Sommerhauptstadt Europas". Es entstehen Luxushotels, die Spielbank (1810-1811) und das Kurhaus (1821-1824). Internationale Pferderennen finden seit 1858 in Iffezheim statt. Das Frühjahrsmeeting (Ende Mai/Anfang Juni) und die Große Woche (Ende August/Anfang September) machen Baden-Baden zum internationalen Turfsport-Zentrum. Veranstalter der Turniere ist der 1872 gegründete Internationale Club Baden-Baden.
1863 wurde der Kreis Baden errichtet, dem die Amtsbezirke Achern, Baden-Baden, Bühl, Rastatt und Gernsbach angehörten. 1924 wurde das Amt Baden aufgelöst, doch wurde Baden-Baden 1939 zum Stadtkreis erklärt.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Baden-Baden Sitz des Südwestfunks, der auch Sendeanlagen für UKW und Mittelwelle auf dem Stadtgebiet betreibt und dessen Nachfolger Südwestrundfunk noch heute einen Großteil seiner Programme in der Stadt produziert. 1981 war Baden-Baden Gastgeber der zweiten Landesgartenschau Baden-Württemberg.
Seit 1992 wird in Baden-Baden der Deutsche Medienpreis verliehen.
Stiftskirche_Baden-Baden.JPG Im Stadtgebiet Baden-Badens gibt es heute folgende Kirchen- bzw. Pfarrgemeinden: Stiftskirche, St. Bernhard (Weststadt), St. Josef (Südstadt), St. Bonifatius Lichtental, St. Dionysius Oos, St. Eucharius Balg, Hl. Geist Geroldsau, St. Antonius Ebersteinburg, St. Bartholomäus Haueneberstein, St. Jakobus Steinbach, St. Katharina Sandweier, St. Michael Neuweier, Herz-Jesu Varnhalt sowie die Autobahnkirche St. Christophorus an der Raststätte Baden-Baden. Mit dem Kloster Lichtenthal besteht eine Zisterzienserinnenabtei in der Stadt
Neben den römisch-katholischen Gemeinden gibt es auch eine Rumänisch-Orthodoxe Kirche (Stourdza-Kapelle) und eine Russisch-Orthodoxe Kirche.
Die wenigen Protestanten in Baden-Baden zu Anfang des 19. Jahrhunderts konnten 1832 ihre erste Gemeinde gründen. Diese gehört wie auch alle anderen heutigen Kirchengemeinden zur Evangelischen Landeskirche in Baden (Kirchenkreis Südbaden). 1855 konnte sich die Gemeinde ihre eigene Kirche erbauen, die heutige Stadtkirche. 1960/64 wurde die Kirchengemeinde in die Lukasgemeinde und Markusgemeinde aufgeteilt. Weitere protestantische Gemeinden im Stadtgebiet sind die Luthergemeinde Lichtental (Pfarrei 1936 errichtet), die Paulusgemeinde in der Weststadt (Pfarrei 1946 errichtet), die Friedensgemeinde Baden-Oos (Pfarrei 1949 errichtet) und die Matthäusgemeinde Steinbach-Sinzheim. In Sandweier gibt es ferner einen Kirchsaal für evangelische Gottesdienste. Alle evangelischen Kirchengemeinden Baden-Badens gehören heute zum Kirchenbezirk Baden-Baden und Rastatt.
Neben den beiden großen Kirchen gibt es in Baden-Baden auch Freikirchen und Gemeinden, darunter eine Lutherische Gemeinde (1912 gegründet), die zur Evangelisch-Lutherischen Kirche in Baden gehört und eine Gemeinde der Siebenten Tags-Adventisten. Ferner gibt es eine Alt-Katholische Gemeinde, welche die Spitalkirche benutzt. Die Anglikanisch-Episkopalische Kirche ist in der Stadt ebenfalls mit einer Gemeinde vertreten und betreut überwiegend US-amerikanische Gläubige.
Auch die Neuapostolische Kirche ist in Baden-Baden vertreten.
| Jahr | Einwohnerzahlen | - | 1790 | 1.900 | - | 1812 | 3.085 | - | 1852 | 6.714 | - | 1. Dezember 1871 ¹ | 10.080 | - | 1. Dezember 1880 ¹ | 11.923 | - | 1. Dezember 1890 ¹ | 13.884 | - | 1. Dezember 1900 ¹ | 15.718 | - | 1. Dezember 1910 ¹ | 22.066 | - | 8. Oktober 1919 ¹ | 23.359 | - | 16. Juni 1925 ¹ | 26.021 | - | 16. Juni 1933 ¹ | 30.262 | - | 17. Mai 1939 ¹ | 33.166 |
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| Jahr | Einwohnerzahlen | - | 1946 ¹ | 32.359 | - | 13. September 1950 ¹ | 36.582 | - | 6. Juni 1961 ¹ | 40.029 | - | 27. Mai 1970 ¹ | 37.537 | - | 31. Dezember 1975 | 49.718 | - | 31. Dezember 1980 | 49.142 | - | 27. Mai 1987 ¹ | 50.127 | - | 31. Dezember 1990 | 51.849 | - | 31. Dezember 1995 | 52.745 | - | 31. Dezember 2000 | 52.729 | - | 31. Dezember 2004 | 54.301 |
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Heute wird der Oberbürgermeister von der Bevölkerung auf 8 Jahre direkt gewählt. Sein ständiger Vertreter ist der "Erste Beigeordnete" mit der Amtsbezeichnung "Bürgermeister".
Bürgermeister und Oberbürgermeister seit 1815
Baden-Baden ist Stadtkreis und hat in seinem Siegel immer das Wappen der Landesfürsten geführt. Der erste Abdruck liegt aus dem Jahre 1421 vor. Das Wappen der früheren Landesherren, der Herzöge von Zähringen, ist ein roter, schräg rechts auf einem goldenen Schild liegender Balken. Zur Unterscheidung zum Landeswappen wurde das Stadtwappen mit einer dreizackigen Mauer versehen. Im 18. Jahrhundert zeigten die Siegel jedoch statt der, ab dem 19. Jahrhundert verwendeten, dreitürmigen Mauer eine Laubkrone.
Das Festspielhaus Baden-Baden, durch völligen Umbau des alten Bahnhofs entstanden, ist das zweitgrößte Konzerthaus Europas und zieht mit Opern, Musicals und Konzerten viele Touristen an.
Die Philharmonie Baden-Baden ist ein Orchester, das Symphonie- und Kurkonzerte spielt.
Im Juni 2007 wird das Jugendorchester Baden-Baden sein 50-jähriges Bestehen feiern können. Aus ganz kleinen Anfängen, ohne jede finanzielle Möglichkeit, entwickelte sich das Orchester, seit Karl Nagel 1963 die Gesamtleitung übernahm, zu einer beachtlichen Stellung, die mit zahlreichen effektvollen Konzerten immer wieder bewiesen wird. 2001 musizierte man mit einem Weltstar der Violine, Hilary Hahn. Musik-Freunde, die das Konzert gehört haben, waren von der intensiven Art der Begleitung des Brahms-Violinkonzertes begeistert.
In Baden-Baden finden seit 1997 jährlich die "Herbert von Karajan Pfingstfestspiele" statt, seit 2003 wird der Herbert-von-Karajan-Musikpreis verliehen.
Die Altstadt Baden-Badens hat zahlreiche Geschäfte und Cafés. Im Bäderviertel gibt es die moderne Caracalla-Therme, das historische Friedrichsbad sowie Römische Badruinen.
Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Trinkhalle Baden-Baden, die Wasserkunstanlage Paradies, das Kloster Lichtenthal, das Schloss Hohenbaden, das Neue Schloss und das Brahmshaus. Eine weitere Attraktion ist die berühmte Lichtentaler Allee mit Rosengarten in der Gönneranlage, die Gartenstadt Ooswinkel und das Baden-Badener Rebland mit seinem Traditions - Weingut Gut Nägelsförst - seit 1268.
Neues_Schloss_Baden-Baden_Frontansicht.JPG An Kirchen sind zu erwähnen: Stiftskirche, Evangelische Stadtkirche, Spitalkirche, St. Bernhard, St. Johannis sowie die Russische Kirche und die Stourdza-Kapelle.
Im Stadtgebiet gibt es auch einige bemerkenswerte Sendetürme und zwar:
Mit der Bergbahn kann man auf den Merkur fahren. Baden-Baden ist einer der Hauptorte (früher sogar Startpunkt) an der Panoramastraße B 500
Friedrichsturm,Badener Höhe.jpg Der 30 Meter hohe Friedrichsturm wurde durch die Stadt Baden-Baden und dem Schwarzwaldverein am höchsten Punkt der Gemarkung Baden-Baden (1002,5 m ü NN) auf der Badener Höhe erbaut, angrenzend an die Gemarkungen Herrenwies und Murgschifferschaft. Grundsteinlegung: Am 9. Juni 1890 durch Großherzog Friedrich von Baden. Einweihung: Am 5. Oktober 1891.
Der Bahnhof Baden-Baden ist ICE-Haltepunkt an der Strecke Mannheim-Basel (Rheintalbahn). Die Stadtbahnlinien S 4 und S32 der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft bieten direkte Verbindungen nach Rastatt, Ettlingen, Karlsruhe, Heilbronn und Bühl. Den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) gewährleistet die Baden-Baden-Linie darüber hinaus mit mehreren Buslinien den ganzen Nahverkehr, die den ganzen Stadtkreis und die benachbarten Städte bedient. Die Hauptlinie ist die Buslinie 201, die im 10-Minuten-Takt vom Bahnhof durch die Weststadt über Stadtmitte bis nach Lichtental bzw. Oberbeuern fährt.
Die ehemalige städtische Straßenbahn wurde am 24. Januar 1910 eröffnet und am 28. Februar 1951 stillgelegt. Sie besaß meterspurige Strecken von rund 15 km Länge und wurde durch einen Obusbetrieb ersetzt, der seit 26. Juni 1949 in Betrieb war.
Auf den Merkur führt seit 16. August 1913 eine Standseilbahn, die Merkurbergbahn.
Im Osten der Stadt, an der Straße nach Forbach (Baden), liegt das Naherholungsgebiet Rote Lache.
Daneben existieren auch einige Sendetürme in der Stadt (siehe Kapitel "Bauwerke")
Zwei Tageszeitungen erscheinen in Baden-Baden: Das Badische Tagblatt (BT) und eine Lokalausgabe der Badischen Neuesten Nachrichten (BNN) aus Karlsruhe.
In Baden-Baden wird jährlich der Deutsche Medienpreis von dem Baden-Badener Unternehmen Media Control verliehen.
Die öffentlichen Schulen der Stadt sind 4 Gymnasien: Gymnasium Hohenbaden, Klosterschule vom heiligen Grab (Gymnasium), Richard-Wagner-Gymnasium (RWG) und Markgraf-Ludwig-Gymnasium (MLG), eine Realschule (Realschule Baden-Baden), eine Förderschule (Theodor-Heuss-Schule) eine Gewerbeschule und eine Kaufmännische Schule (Robert-Schuman-Schule). Ferner gibt es die Vincenti-Grundschule und jeweils eine Grundschule in den Stadtteilen Balg, Ebersteinburg, Lichtental, Neuweier und Varnhalt. An Grund- und Hauptschulen bestehen die Theodor-Heuss-Schule - Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule und entsprechende Einrichtungen in den Stadtteilen Steinbach, Haueneberstein, Oos, Sandweier und Lichtental.
Die Privatschule in Baden-Baden heißt Pädagogium Baden-Baden(Realschule, Gymnasium, Wirtschaftsgymnasium; mit Internat), die Stulz-von-Ortenberg-Schule für Erziehungshilfe und die beiden Beruflichen Schulen BBS Baden-Badener Sprachschule GmbH und Wirtschaftsinstitut Baden-Baden in der Merkur Akademie International.
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