Baden ist die Bezirkshauptstadt des Verwaltungsbezirkes
Baden und liegt in
Niederösterreich,
Österreich, 26 km südlich von Wien an der Thermenlinie. Baden wird auch als
Biedermeierstadt bezeichnet; häufig wird auch die Bezeichnung
Baden bei Wien verwendet, diese ist aber nicht offiziell.
Geografie
Stadtgliederung
Baden gliedert sich in sieben
Katastralgemeinden, die aber keine eigenen Orte darstellen:
- Baden
- Braiten
- Gamingerhof
- Leesdorf
- Mitterberg
- Rauhenstein
- Weikersdorf
Geschichte
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Die warmen
Schwefelquellen waren schon zur
Römerzeit bekannt (
"Itinerarium Antonii").
869 wurde der Ort als
"Padun" neuerlich erwähnt. Der Ort erhielt im Jahr
1480 das
Stadtrecht. Die
Türkeneinfälle mit der Zerstörung Badens sowohl
1529 als auch
1683, die Wirren der
Reformation und
Gegenreformation, die
Pest 1713 sowie ein großerer Brand
1714 waren einschneidende Ereignisse im Leben der Stadt. Kaiser
Franz I. verbrachte von
1796 bis
1834 jeden Sommer in Baden und erhob die Stadt zu seiner Sommerresidenz. Nach dem großen Stadtbrand
1812 wurde die Stadt im
Biedermeierstil nach Plänen von
Joseph Kornhäusel neu erbaut. Die Eingemeindungen von Leesdorf und Gutenbrunn
1850 sowie Weikersdorf
1912 führten zur Vergrößerung auf das heutige Gemeindegebiet. Im
Ersten Weltkrieg wurde das Armeeoberkommando nach Baden verlegt.
1934 kam es Eröffnung des
Spielcasinos in Baden. Der Ort wurde zum bedeutendsten
Kurort Österreichs.
Ein Bombenangriff am 2. April 1945 zerstörte viele Gebäude. Von 1945 bis 1955 war Baden Hauptquartier der russischen Besatzungsmacht in Österreich. Nach 1965 wurde die gesamte touristische Infrastruktur des Orts erneuert, so dass Baden heute wieder einer der bedeutendsten Kurorte Österreichs ist.
Siehe auch: Geschichte Niederösterreichs,
Geschichte des Wienerwalds
Söhne und Töchter der Stadt
Religionen
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Die Mehrheit der Einwohner Badens (62,7 %) ist
römisch-katholisch.
Evangelisch sind 8,3 %,
orthodox 3,6 %. Zum
Islam bekennen sich 4,0 %. 16,8 % sind ohne religiöses Bekenntnis.
Die kleine (0,1 %) jüdische Gemeinde bemühte sich durch ihren Synagogenverein um die Renovierung der Badener Synagoge. Die Renovierung wurde 2005 abgeschlossen und die Synagoge Baden wieder geweiht. Das ursprünglich 1873 errichtete Gebäude ist gemeinsam mit dem Wiener Stadttempel heute einer von zwei jüdischen Sakralbauten in Österreich aus der Zeit vor 1945, die in ihrer ursprünglichen Verwendung stehen.
Einwohnerentwicklung
Die Bevölkerung Badens hat seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts fast ununterbrochen zugenommen und sich vor allem zwischen 1869 und 1923 auf über 22.000 verdoppelt. Eine markante Abnahme der Bevölkerung um -11,6 % gab es lediglich während der Kriegsjahre von 1939 bis 1951.
Auch seit der vorletzten Volkszählung im Jahr 1991 hat die Bevölkerung um 4,3 % zugenommen, was auf die positive Wanderungsbilanz (+8,8%) zurückzuführen war, während die Geburtenbilanz negativ war (-4,4%).
Kultur und Sehenswürdigkeiten
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Baden ist aufgrund der heißen Schwefelquellen eine bedeutende
Kurstadt. Diese
Schwefelquellen sind schon seit Jahrtausenden bekannt und so war es auch schon zu Zeiten der
Römer eine bedeutende Kurstadt. Die älteste Schwefelquelle befindet sich in einem Stollen unter dem Casino. Heute kommt das Wasser aus vierzehn Quellen, die zu den schwefelhältigsten Österreichs zählen. Neben den Quellen ist Baden auch auf Grund seiner guten Luftverhältnisse ein
Luftkurort.
Theater
Das Badener Theaterleben ist von Operettenaufführungen geprägt. Im Winter finden die Aufführungen im Stadttheater statt (erbaut 1908-1909 von Ferdinand Fellner d. J., Büro Fellner & Helmer), während des Sommers in der Badener Sommerarena (erbaut 1906 von Rudolf Krausz).
Museen
- Rollett-Museum
- Kaiser Franz Joseph-Museum (heimatkundliche Exponate)
- Beethovenhaus
- Puppenmuseum
Bauwerke
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Parks
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- Kurpark
- Doblhoffpark mit Rosarium
- Weikersdorfer Park
Naturdenkmäler
Sport
- Badener AC - Ältester und erfolgreichster Fußballverein der Stadt
- ASV Baden - Fußballverein
- Trabrennplatz
- Römertherme
- Strandbad
Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr
Die
Südbahn führt durch Baden hindurch und die Stadt ist auch eine Endstation der
Badner Bahn, die Baden mit Wien verbindet. Aufgrund der Nähe zur
Südautobahn ist es verkehrstechnisch günstig gelegen.
Ansässige Unternehmen
Die Wirtschaft ist zum einen vom Kur- und Konferenzbetrieb, zum anderen vom
Casino (einem Standort der Casinos Austria und gleichzeitig größtes Casino Österreichs) geprägt. Hinzu kommt noch der in der Umgebung betriebene Weinbau.
Öffentliche Einrichtungen
Als Verwaltungszentrum des
Bezirks Baden ist die Stadt Sitz regionaler Behörden und anderer öffentlicher Einrichtungen wie Schulen und Gesundheitseinrichtungen.
Ämter und Behörden
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- Magistrat
- Bezirkshauptmannschaft
- Bezirksgericht
- Finanzamt
- Vermessungsamt
- Bezirkspolizeikommando und Polizeiinspektion
- Stadtpolizei (größte Stadtpolizei Österreichs, ca. 40 Polizeibeamte)
Schulen
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- Volksschulen einschließlich Übungsvolksschule der Pädagogischen Akademie
- Hauptschule, Wirtschafthauptschule, Übungshauptschule der Pädagogischen Akademie
- Polytechnische Schule
- Berufsschulen für Bäcker, Zahntechniker und Gastgewerbe
- Allgemeine Sonderschule
- Bundesrealgymnasium, Bundesgymnasium und -realgymnasium
- Pädagogische Akademie
- Bundeshandelsakademie und -handelsschule
- Höhere Lehranstalt für wirtsch. Berufe
- BG und BRG Frauengasse
- BG und BRG Biondekgasse
Gesundheit
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- Thermenklinikum Baden
- Kurhaus
- Kuranstalt Mariazellerhof
- Bezirksstelle der Niederösterreichischen Gebietskrankenkasse
Militär
- Martinek-Kaserne (Artillerieschule)
Fotos von Baden
image:Stadttheaterbaden.jpg|Stadttheater Baden
image:Casinobaden.jpg|Casino Baden
image:Eingangkurpark.jpg|Kurpark Eingang
Weblinks
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Baden bei Wien | バーデン・バイ・ヴィーン | Baden bei Wien | Baden, Austria