Baden (Südbaden) war ein ehemaliges Bundesland der Bundesrepublik Deutschland und umfasste die südlichen Landesteile des früheren Großherzogtums Baden. 1952 ging es im heutigen Baden-Württemberg auf.
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Besatzungszone nach dem 2. Weltkrieg
Auf der
Konferenz von Jalta 1945 wurde
Frankreich eine eigene
Besatzungszone in
Deutschland zugestanden. Die Grenze zwischen amerikanischer und französischer Zone in Südwestdeutschland orientierte sich am Verlauf der Autobahn
Karlsruhe-
Stuttgart-
Ulm (heutige
A 8); Landkreise, durch welche die Autobahn führte, wurden der amerikanischen Zone zugeordnet, die Kreise südlich davon der französischen.
Frankreich vereinigte in seiner Besatzungszone das preußische Hohenzollern(-Sigmaringen) mit dem Südteil Württembergs zur Verwaltungseinheit Württemberg-Hohenzollern und schuf aus den südlichen Teilen Badens die Verwaltungseinheit Südbaden mit einer Fläche von ca. 9.646 km² und 1,3 Millionen Einwohnern. Deren Hauptstadt wurde am 1. Dezember 1945 Freiburg im Breisgau. Das Parlament tagte dort im Historischen Kaufhaus, Sitz der Landesregierung war das Colombischlößle.
Am 22. Mai 1947 erhielt Südbaden eine Verfassung, die schon in der Präambel deutlich machte, dass Südbaden den Anspruch erhob, Nachfolger und Wahrer des alten Baden zu sein, obwohl der größte Teil seiner Fläche seit weniger als 150 Jahren zu Baden zählte. Deutlich wurde dies auch daran, dass sich das Land konsequent Baden, statt ursprünglich Südbaden, nannte.
Der badische Landtag stimmte 1949 dem Grundgesetz für die westdeutschen Länder zu und (Süd-)Baden wurde mit der Verkündung des Grundgesetzes am 23. Mai 1949 ein Bundesland der Bundesrepublik Deutschland.
Regierungen von Baden / Südbaden
- 1945 - 1946 Direktorium unter wechselnden Vorsitzenden
- 1946 - 1947 Staatssekretariat unter Leo Wohleb (BCSV)
- 1947 Wahl: BCSV (lokaler Vorläufer der CDU) 56%, SPB (lokaler Vorläufer der SPD) 22%, DP 14%
- 1947 - 1949 Koalition von BCSV und SPB unter Leo Wohleb
- 1949 - 1952 alleinige CDU-Regierung unter Leo Wohleb
Gründung Baden-Württembergs
Die Regierung unter
Leo Wohleb (
CDU) war von Beginn an strikter Gegner des
Südweststaats, also des Zusammenschlusses der drei Bundesländer auf der Fläche der ehemaligen Länder Baden und
Württemberg.
Volksbefragung und Volksabstimmung
Bei der Volksbefragung
1950 und ebenso bei der Volksabstimmung
1951 stimmten die Südbadener zusammen mit einem Teil der Nordbadener gegen die Bildung eines Südweststaats. Sie wurden dabei aber durch die größere Bevölkerungszahl der Württemberger und der
Kurpfälzer überstimmt. Im ehemaligen Land Baden war eine Mehrheit für die Wiederherstellung des Landes Baden gegeben, aber durch die Zusammenzählung mit dem Stimmen aus Württemberg kam es dennoch zum Zusammenschluss zu
Baden-Württemberg.
Verfassungsklagen gegen die Zusammenlegung
1952 ging Baden also trotz heftiger Gegenwehr und verschiedener Verfassungsklagen in Baden-Württemberg auf. Das damals neu gebildete
Bundesverfassungsgericht lehnte 1951 eine sofortige Aufhebung der Volksabstimmung ab (Die Entscheidung fiel mit 3:3).
1956 entschied dann das Bundesverfassungsgericht erneut über diese Frage und stellte fest, dass im Land Baden keine Mehrheit vorgelegen hatte. Daher musste die Abstimmung wiederholt werden. Südweststaatspolitiker verzögerten diese Wahl bis
1970. Zu diesem Zeitpunkt bestand das Land Baden-Württemberg bereits 20 Jahre, und so wurde auch im Landesteil Baden der
Status quo von den Wählern bestätigt.
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