| Wappen | Karte |
|---|---|
| Wappen_Bad_Vilbel.png | Karte Bad Vibel in Deutschland.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Hessen |
| Regierungsbezirk: | Darmstadt |
| Kreis: | Wetteraukreis |
| Geographische Lage: | |
| Höhenlage: | 109-200 m ü. NN |
| Fläche: | 25.65 km² |
| Einwohner: | 30.905 (31. Dezember 2004) |
| Bevölkerungsdichte: | 1.204 Einwohner je km² |
| Postleitzahl: | 61101–61118 (alt: 6368) |
| Vorwahl: | 06101 |
| Kfz-Kennzeichen: | FB |
| Gemeindeschlüssel: | 06 4 40 003 |
| Stadtgliederung: | 5 Stadtteile |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Parkstraße 15 61118 Bad Vilbel |
| Webseite: | Stadt Bad Vilbel |
| Politik | |
| Bürgermeister: | Dr. Thomas Stöhr (CDU) |
| Regierende Partei: | CDU |
Die Stadt Bad Vilbel im hessischen Wetteraukreis grenzt an den nördlichen Stadtrand von Frankfurt am Main und ist für ihre Mineral- und Heilwasserquellen überregional bekannt.
| Stadtteil | Eingemeindung | |
|---|---|---|
| Wappen Bad Vilbel.png | Kernstadt Bad Vilbel | |
| Heilsberg | Stadtteil seit 1948 | |
| Wappen Gronau (Bad Vilbel).png | Gronau | 1971 eingemeindet |
| Wappen Dortelweil (Bad Vilbel).png | Dortelweil | 1972 eingemeindet |
| Wappen Massenheim (Bad Vilbel).png | Massenheim | 1972 eingemeindet |
Obgleich sich in der Gegend Hinweise auf Besiedelungen – unter anderem durch die Römer – schon lange vor dem Beginn unserer Zeitrechnung finden, wurde Vilbel im Jahre 774 erstmals in Schenkungsurkunden an das Kloster Lorsch erwähnt. Interessant ist die indirekte Erwähnung der Salzquellen in einer Tauschurkunde des Kaisers Ludwig des Frommen (814-840 n. Chr.) von 817. Ludwig tauschte vom Kloster Fulda einige Besitztümer in und zwischen Harheim und Steden (nach der neuesten Urkundeninterpretation handelt es sich aller Wahrscheinlichkeit nach um das heutige Kilianstädten) gegen Bingenheim in der Wetterau ein und erwähnt dabei auch eine zwischen den beiden Siedlungen gelegene "Quelle zur Salzherstellung".
Die Siedlung und ihre Nachbardörfer Dortelweil, Gronau und Massenheim waren häufig Spielball der herrschenden Mächte und ihrer Grenzziehungen.
Vilbel wurde 1255 zweigeteilt, mit der Nidda als Grenze. Der Ostteil wurde Falkenstein, später Mainz zugesprochen, der Westteil der Grafschaft Hanau, während Dortelweil im Norden 1292 der Freien Reichsstadt Frankfurt angeschlossen wurde. Massenheim und Gronau unterlagen zunächst dem Gericht Bornheimer Berg und gehörten seit dem 15. Jahrhundert ebenfalls zu Hanau.
Diese Situation hielt bis in das 19. Jahrhundert an, als Vilbel, Massenheim und Dortelweil der Provinz Oberhessen des Großherzogtums Hessen-Darmstadt zugesprochen wurden, Gronau schließlich der preußischen Provinz Hessen-Nassau.
Von den jahrhundertelang durch und um Vilbel verlaufenden Grenzen zeugen auch heute beispielsweise noch Funde von Grenzsteinen im Vilbeler Wald oder das Alte Zollhaus zwischen Bad Vilbel und Frankfurt.
Nach den Weltkriegen des 20. Jahrhunderts, die beide schwere Opfer in der Bevölkerung und letzterer auch erhebliche bauliche Schäden über die Siedlungen brachte, waren die Ortschaften im neugeschaffenen Bundesland Hessen vereint.
Vilbel erhielt 1948 das Prädikat „Bad“ aufgrund seiner zahlreichen Quellen, obwohl der Kurbetrieb im Heilbad schon seit der Jahrhundertwende existierte. Im gleichen Jahr wurde die Vertriebenensiedlung Heilsberg im Süden offiziell Stadtteil.
Die hessischen Gebietsreform von 1971/72 führte die Orte Bad Vilbel (mit Heilsberg), Dortelweil, Gronau und Massenheim zur Stadt Bad Vilbel zusammen. Die Stadtteile sind zum Ende des 20. Jahrhunderts teilweise baulich zusammengewachsen und dieser Prozess hält an: In den letzten Jahren wurden erhebliche Flächen für Wohnbebauung und Dienstleistungsgewerbe ausgewiesen, unter anderem im Stadtteil Dortelweil und im Baugebiet Quellenpark zwischen Bad Vilbel und Massenheim.
Heute ist Bad Vilbel Mittelzentrum für die umliegenden Ortschaften und den ländlich geprägten Norden Frankfurts.
Bei der Bundestagswahl 2005 wählten die Bad Vilbeler Wahlberechtigten wie folgt (Zweitstimmen):
SPD 27%, CDU 38%, Grüne 13%, FDP 15%, Linke 4%, Sonstige 2%.
Abgeordnete im Deutschen Bundestag für Bad Vilbel im Wahlkreis 178 (Wetterau) ist Nina Hauer (SPD).
Der Kurpark wird jedes Frühjahr aufwändig bepflanzt und bietet darüber hinaus Anlagen für Freizeitaktivitäten wie Frei- und Hallenschwimmbad, eine Minigolfanlage und mehrere Spielplätze. Auch die Stadtbibliothek und das Kurhaus mit seinen wechselnden Veranstaltungen finden sich dort.
Die Burg wurde mehrmals teilweise oder ganz zerstört, zuletzt 1796 von der Französischen Armee, und blieb schließlich Ruine. Dennoch sind die erhaltenen Teilen der Burg auch heute noch sehenswert. Im Turm und einem Seitengebäude befindet sich das Brunnenmuseum mit vielen Ausstellungsstücken aus der bewegten Vilbeler Geschichte.
Überregional bekannt sind die Bad Vilbeler Burgfestspiele im Sommer, die seit 1987 in der Wasserburg veranstaltet werden. Gastspiele internationaler Ensembles, Musicals und mitunter außergewöhnliche Theaterstücke zogen zuletzt über 70.000 Besucher im Jahr an.
Im Zentrum wurde in den 1960er Jahren die ebenfalls evangelische Christuskirche gebaut, in der es ein reges Gemeindeleben gibt.
Im Zusammenhang mit der Entstehung des "Heilsberges" wurde im Jahr 1957 die katholische Kirchengemeinde gegründet mit dem Titel "Verklärung Christi". Der Glockenturm ist getrennt vom Kirchengebäude. Verklärung Christi gehört zum Bistum Mainz.
Weitere, teilweise alte evangelische und katholische Gotteshäuser existieren in allen Stadtteilen. In der Alfred-Brehm-Straße in der Kernstadt befindet sich eine Neuapostolische Kirche, in der Dieselstraße die syrisch-orthodoxe Kirchengemeinde und in der Büdinger Straße die Moschee der Islamischen Gemeinde.
Der Stadtwald ist von ausgeschilderten Wanderwegen durchzogen und beinhaltet einen Waldlehr- und einen Trimm-dich-Pfad, sowie einen großen Abenteuerspielplatz.
Im Sommer veranstaltet die Kulturpflege der Stadt Bad Vilbel eine Reihe von Open-Air Jazz-Veranstaltungen, wie Jazz unter den Plantanen im Kurpark und andere Konzerte in den Stadtteilen Massenheim, Dortelweil und Gronau. Der Eintritt zu diesen Aufführungen ist generell frei.
Weitere regelmäßige Veranstaltungen sind das Quellenfest mit großem Straßenfest in der Innenstadt jedes Jahr im Mai und der Weihnachtsmarkt um die Wasserburg am dritten Adventswochenende.
Darüber hinaus gibt es fünf Stadtbus-Linien („Vilbus“ genannt), die die Stadtteile und die Wohngebiete der Kernstadt mit der Innenstadt verbinden. Als „Einkaufsbus“ konzipiert, verkehrt der Stadtbus lediglich werktags und nicht nach 20 Uhr.
Mehrere andere Unternehmen haben ihren Sitz bzw. die Hauptverwaltung in Bad Vilbel, unter ihnen die Allianz Dresdner Bauspar AG, die Gesellschaft für Zahlungssysteme (Eurocard), Lahmeyer International, Radio FFH und der Pharmakonzern Stada.
In Bad Vilbel steht das Funkhaus der privaten Hörfunksender Radio FFH, planet radio und harmony.fm. Weitere wichtige Sender sind die Programme des Hessischen Rundfunks. Außerdem befinden sich die Sitze des Verbandes Hessischer Zeitungsverleger e.V. und der RTL Programmfenster Hessen GmbH in Bad Vilbel.
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