| Wappen | Karte |
|---|---|
| Wappen Bad Rappenau.png | Bad Rappenau Karte.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Baden-Württemberg |
| Regierungsbezirk: | Stuttgart |
| Regionalverband: | Heilbronn-Franken |
| Landkreis: | Heilbronn |
| Gemeindeart: | Große Kreisstadt |
| Geografische Lage: | |
| Höhe: | 235 m ü. NN |
| Fläche: | 73,55 km² |
| Einwohner: | 20.590 (31. Dezember 2004) |
| Bevölkerungsdichte: | 280 Einwohner je km² |
| Ausländeranteil: | 7,1 % |
| Postleitzahlen: | 74898-74906 (alt: 6927) |
| Vorwahl: | 07264, 07066, 07268, 06268, 07266 |
| Kfz-Kennzeichen: | HN |
| Gemeindeschlüssel: | 08 1 25 006 |
| Stadtgliederung: | Kernstadt und 9 Stadtteile |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Kirchplatz 4 74906 Bad Rappenau |
| Offizielle Website: | www.badrappenau.de |
| E-Mail-Adresse: | stadt@badrappenau.de |
| Politik | |
| Oberbürgermeister: | Hans Heribert Blättgen |
| Lage der Stadt Bad Rappenau im Landkreis Heilbronn | |
| Bad Rappenau in HN.png | |
Bad Rappenau ist nach Neckarsulm und Eppingen die drittgrößte Stadt des Landkreises Heilbronn. Bad Rappenau erhielt am 1. Oktober 1973 die Stadtrechte und ist seit 1. Januar 2003 Große Kreisstadt. Den Titel Bad trägt der Ort seit 1930.
Zu einigen Stadtteilen gehören weitere separat gelegene Wohnplätze mit eigenem Namen, die jedoch meist nur sehr wenige Einwohner haben. Hierzu gehören zum Beispiel Bartsmühle, Eichhäuser Hof, Eulenberger Hof, Kohlhof, Kugelmühle, Maierhof, Oberbiegelhof, Sommermühle, Unterbiegelhof und Wagenbach.
Nachdem im Jahr 1822 Salineninspektor Rosentritt am Rande des Einsiedelwaldes in 175 Meter Tiefe auf ein reichhaltiges Salzlager stieß, bemühte man sich bald, die Rappenauer Sole als Heilmittel einzusetzen. Doch hatte der badische Staat zunächst kein Interesse am Aufbau eines Bades. Daher wurde 1832 ein Aktienverein gegründet, der am 15. Mai 1834 das Sophienbad (benannt nach der Schirmherrin Großherzogin Sophie von Baden) errichtete. Damit begann der Badebetrieb in Rappenau, doch dieses Bad war unrentabel und musste geschlossen werden. So entstand 1845 das Salinen-Solbad, das seine Kapazität von anfänglich zehn Badekabinen ab 1873 auf 23 erhöhte. Schon 1862 war auch ein Dampfbad hinzugekommen und ab 1886 wurden Sole-Inhalationen angeboten. 1867 wurde das Amt Neckarbischofsheim aufgelöst und Rappenau kam zum Bezirksamt Sinsheim.
Im Jahr 1887 eröffnete das Mannheimer Diakonissenhaus das Kinderkurhaus Siloah (Brunnen des Heils), für erholungsbedürftige Stadtkinder und 1912 eröffnete der Heidelberger Professor Dr. Oskar Vulpius am Höhenrand des Rappenauer Waldes ein Sanatorium mit 120 Betten zur Behandlung von Knochen-, Gelenk- und Drüsenleiden. Inzwischen war auch das alte Salinen-Solbad von 1845 durch das gemeindeeigene Sophie-Luisen-Bad (1903-1966) abgelöst worden.
Am 4. September 1930 verfügte das badische Staatsministerium, dass die Gemeinde Rappenau (Amt Sinsheim) mit Wirkung vom 1. Oktober 1930 den Namen Bad Rappenau zu führen habe. Verbunden damit war die Anerkennung als Heilbad. Durch Verwaltungsneuorganisation 1936 wurde das Bezirksamt Sinsheim in den Landkreis Sinsheim überführt.
Am 1. April 1950 wurde der Ortsteil Zimmerhof von Heinsheim, am 1. April 1952 das Zimmerhöferfeld von Bad Wimpfen nach Bad Rappenau umgemeindet. Zwischen 1971 und 1973 wurden dann acht weitere umliegende Gemeinden (fünf aus dem Landkreis Sinsheim, zwei aus dem Landkreis Heilbronn und eine aus dem Landkreis Mosbach) nach Bad Rappenau eingegliedert. Im Rahmen der Kreisreform zum 1. Januar 1973 wurde Bad Rappenau dem Landkreis Heilbronn, der zum Regierungsbezirk Stuttgart gehört, zugeordnet. Damit wird die ehemals badische Gemeinde Bad Rappenau nunmehr vom württembergischen Stuttgart aus verwaltet. Im Oktober 1973 erhielt Bad Rappenau die Stadtrechte.
2001 fanden in Bad Rappenau die Heimattage Baden-Württemberg statt. Im gleichen Jahr überschritt die Einwohnerzahl der Stadt Bad Rappenau die 20.000-Grenze. Danach stellte die Stadtverwaltung den Antrag auf Erhebung zur Großen Kreisstadt, was die baden-württembergische Landesregierung mit Wirkung vom 1. Januar 2003 beschloss.
Nach dem Übergang an Baden 1806 wurde die Gemeinde Glied der späteren Evangelischen Landeskirche in Baden. Im Jahr 1880 erbaute sich die Gemeinde eine neue Kirche, die heutige Stadtkirche. Die Kirchengemeinde Bad Rappenau gehörte ursprünglich zum Kirchenbezirk Sinsheim, ab 1975 zum Kirchenbezirk Eppingen-Bad Rappenau, welcher zum 1. Januar 2005 mit dem Kirchenbezirk Sinsheim zum neuen Kirchenbezirk Kraichgau fusionierte. Auch in den Stadtteilen Babstadt, Grombach, Heinsheim, Obergimpern und Treschklingen gibt es evangelische Kirchengemeinden bzw. Kirchen, die zur Evangelischen Landeskirche in Baden (Kirchenbezirk Kraichgau) gehören. Die Kirchengemeinden in den Stadtteilen Bonfeld und Fürfeld gehören jedoch infolge der früheren Zugehörigkeit zu Württemberg bis heute zur Evangelischen Landeskirche in Württemberg (Dekanat Heilbronn).
Im 19. Jahrhundert zogen auch Katholiken nach Rappenau. Sie wurden zunächst von der Nachbargemeinde Siegelsbach aus betreut. 1896 konnten sie in der Schlosskapelle Rappenau eigene Gottesdienste feiern, und im Jahre 1930 errichtete die Gemeinde die heutige Kirche zum Heiligsten Herzen Jesu, an der 1959 eine eigene Pfarrei errichtet wurde. Die Gemeinde gehört schon seit ihrer Gründung zum Erzbistum Freiburg (Dekanat Kraichgau mit Sitz in Waibstadt). Die Pfarrgemeinden im Stadtgebiet Bad Rappenaus und einige Nachbargemeinden Bad Rappenaus gehören heute zu den beiden Seelsorgeeinheiten Bad Rappenau (Pfarrgemeinde zum Heiligsten Herzen Jesu Bad Rappenau mit Filialkirchen St. Johannes Baptist Heinsheim, St. Georg Siegelsbach und Maria Königin Hüffenhardt) und Obergimpern (Pfarrgemeinde St. Cyriak Obergimpern mit Filialkirchen St. Margaretha Grombach, St. Ägidius Kirchardt und St. Josef Untergimpern).
| Jahr | Einwohner | |||
|---|---|---|---|---|
| 1. Dezember 1871 | 1.441 | |||
| 1. Dezember 1880 ¹ | 1.665 | |||
| 1. Dezember 1890 ¹ | 1.577 | |||
| 1. Dezember 1900 ¹ | 1.628 | |||
| 1. Dezember 1910 ¹ | 1.726 | |||
| 16. Juni 1925 ¹ | 1.862 | |||
| 16. Juni 1933 ¹ | 1.918 | - | 17. Mai 1939 ¹ | 1.979 |
| Dezember 1945 | 2.328 | |||
| 13. September 1950 ¹ | 2.962 |
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 6. Juni 1961 ¹ | 3.899 |
| 27. Mai 1970 ¹ | 5.404 |
| 31. Dezember 1975 | 13.361 |
| 31. Dezember 1980 | 13.826 |
| 27. Mai 1987 ¹ | 14.461 |
| 31. Dezember 1990 | 15.884 |
| 31. Dezember 1995 | 18.562 |
| 31. Dezember 2000 | 19.884 |
| 31. Dezember 2005 | 20.528 |
Durch die in Bad Rappenau eingeführte Unechte Teilortswahl hat jeder Stadtteil eine genau festgelegte Zahl von Sitzen im Gemeinderat. Im Stadtteil Fürfeld gibt es jedoch zusätzlich einen von der wahlberechtigten Bevölkerung zu wählenden Ortschaftsrat mit einem Ortsvorsteher, der auf Vorschlag des Ortschaftsrates vom Gemeinderat gewählt wird. Dieses Gremium ist zu wichtigen Angelegenheiten, welche die Ortschaft betreffen, zu hören.
Anfang des 19. Jahrhunderts zeigte das Gemeindesiegel von Rappenau noch das Heroldsbild der Herren von Gemmingen „in Blau zwei goldene Balken belegt mit der Wappenfigur des Rappen“. Da diese Darstellung hinsichtlich der Blasonierung nicht heraldisch korrekt war, wurde sie verändert. Das heutige Wappen wurde der Gemeinde Bad Rappenau am 26. September 1957 vom Innenministerium Baden-Württemberg verliehen.
In der Stadtmitte am Markplatz steht das neue Rathaus der Stadt und die evangelischen Stadtkirche. Letztere wurde 1880 von Baurat Hermann Behagel erbaut, der später Ehrenbürger von Rappenau wurde. Auf dem Marktplatz befindet sich auch der Stadt- oder Marktbrunnen, eine aus grünlichem Granit gefertigte und aus acht waagerecht übereinandergeschichteten Scheiben bestehende Kugel des Künstlers Jörg Failmezger aus Pleidelsheim. Der Brunnen soll die Zusammengehörigkeit der Bad Rappenauer Stadtteile mit der Kernstadt sowie die Bedeutung des Wassers für die Kur- und Bäderstadt Bad Rappenau symbolisieren.
Die an der unteren Salinenstraße gelegene katholische Kirche zum Heiligsten Herzen Jesu wurde 1930 nach Plänen des Heidelberger Architekten Franz Kuhn gebaut. 1955 wurde sie unter Leitung des Architekten Ohnmacht erweitert. Der neubarocke Bau mit Zwiebelturm beeindruckt vor allem durch ein Scraffito (Wanddekoration) an der nördlichen Obergadenwand, das alle 14 Kreuzwegstationen darstellt. Das Werk stammt von Franz Xaver Hemmerle aus Freiburg.
Der Monopteros, ein pavillonartiger Rundtempel, schmückt den Eingangsbereich des Salinengartens. Das Kunstwerk wurde 1982 von den in Berlin und Paris lebenden Künstlern Matchinsky und Denninghoff aus Chrom-Nickel-Stahl-Rohren gefertigt.
Das Rosentritt-Grab auf dem Städtischen Friedhof an der Siegelsbacher Straße ist die Ruhestätte von Salineninspektor und Ehrenbürger Georg Christian Henrich Rosentritt, der 1822 das Bad Rappenauer Salzlager entdeckte.
Die Villa Rustica ist Teil eines römischen Gutshofes. Die Ruine wurde konserviert und liegt nahe dem Eingang zum Fünfmühlental, in der Nähe der Straße Zimmerhof-Siegelsbach.
Im Jahr 2008 wird die baden-württembergische Landesgartenschau in Bad Rappenau stattfinden.
Der Bahnhof Bad Rappenau liegt an der Elsenztalbahn, die von Bad Friedrichshall nach Heidelberg führt. Den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV), den der Heilbronner Hohenloher Haller Nahverkehr gewährleistet, bedienen mehrere Buslinien.
Landkreis Heilbronn | Ort in Baden-Württemberg | Kurort | Heilbad
This article is licensed under the GNU Free Documentation License.
It uses material from the
"Bad Rappenau".
Home Page • arts • business • computers • games • health • hospitals • home • kids & teens • news • physicians • recreation• reference • regional • science • shopping • society • sports • world