| Wappen | Karte |
|---|---|
| Wappen_Pyrmont.jpg | Karte Bad Pyrmont in Deutschland.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Niedersachsen |
| Landkreis: | Hameln-Pyrmont |
| Geografische Lage: | |
| Höhe: | 90-376 m ü. NN |
| Fläche: | 61,96 km² |
| Einwohner: | 21.586 (31. Dezember 2004) |
| Bevölkerungsdichte: | 348 Einwohner je km² |
| Postleitzahlen: | 31812 |
| Vorwahl: | 05281 |
| Kfz-Kennzeichen: | HM |
| Gemeindeschlüssel: | 03 2 52 003 |
| Stadtgliederung: | 9 Ortsteile |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Rathausstraße 1 31812 Bad Pyrmont |
| Website: | www.stadt-badpyrmont.de |
| E-Mail-Adresse: | rathaus@stadt-pyrmont.de |
| Politik | |
| Bürgermeister: | Klaus-Henning Demuth (CDU) |
Die Stadt liegt an der deutsch-niederländischen Ferienstraße Oranier-Route.
Bad Pyrmont ist niedersächsisches Staatsbad und ein traditionsreiches Kurbad mit vielen entsprechenden Kureinrichtungen. Bekannt wurde der Ort 1556/57 als 10.000 Menschen aus ganz Europa herbeikamen ("großes Wundergeläuf"), um Heilung zu finden und die wundertätige Quelle zu erleben. Der Ort beherbergt einen der schönsten Kurparks Deutschlands mit einem berühmten Palmengarten, der größten Palmenfreianlage Nordeuropas. Einmalig ist auch die "Dunsthöhle", wo natürliche Kohlensäure an die Oberfläche steigt. Diese Kohlensäure wird auch als therapeutisches Mittel eingesetzt. Genutzt werden heute 6 Heilquellen, von denen auch die Hufelandtherme - ein öffentliches Wellness-Schwimmbad mit Saunalandschaft - versorgt wird. Bad Pyrmont ist außerdem das Zentrum der Quäker in Deutschland.
Im Mittelalter war Pyrmont Sitz einer kleinen Grafschaft, die 1625 durch Erbschaft an die Grafen von Waldeck fiel. Am 7. Mai 1625 übertrug Graf Hans Ludwig zu Gleichen seinen Vettern Christian und Wolrad zu Waldeck die Herrschaft über Waldeck. Pyrmont bestand zu dieser Zeit aus dem alten Wasserschloß und einem kleinen Häuschen am sogenannten "Heiligborn".
Die Grafschaft gehörte zum Niederrheinisch-Westfälischen Reichskreis. Der bekannteste Vertreter der Grafen zu Waldeck, Georg Friedrich zu Waldeck (1620-1692) ließ im Jahr 1668 den Quellbach zuwerfen und pflanzte die später berühmt gewordene vierreihige Lindenallee. Ihm folgten Christian Ludwig zu Waldeck (1692-1706) und Friedrich Anton Ulrich zu Waldeck (1706-1728). Mit dessen Tod war Pyrmont zu der Gesamtkonzeption gewachsen, die noch heute erkennbar ist: das Barockschloss, die Haupt- mit mehreren Nebenalleen sowie die Brunnenstraße. In dieser Zeit begann der Aufstieg Pyrmonts zu einem beliebten Bade- und Erholungsort der oberen Schichten, welches sogar dem berühmten Karlsbad seinen ersten Platz unter den europäischen Bädern streitig machte.
1712 wurden die Grafen von Waldeck und Pyrmont durch Kaiser Karl VI. in den erblichen Fürstenstand erhoben. Nach einer Erbteilung 1805 war Pyrmont kurzfristig noch einmal bis 1812 selbständig, wurde dann aber wieder mit Waldeck vereinigt. Das Fürstentum Waldeck-Pyrmont behielt seinen Status nach dem Wiener Kongress 1815 und wurde Mitglied des Deutschen Bundes. Von 1868 an wurde es von Preußen verwaltet, behielt aber seine nominelle Souveränität und wurde 1871 Mitgliedstaat in Bismarcks Deutschem Reich. 1872 bekam Pyrmont eine Eisenbahnanbindung an die Hannover-Altenbekener Eisenbahn. Mit der Abdankung des letzten Fürsten nach Ende des Ersten Weltkrieges wurde Waldeck-Pyrmont ein Freistaat in der Weimarer Republik. Am 30. November 1921 wurden die Stadt Pyrmont und der umliegende Bezirk auf Grund eines Volksentscheides aus dem Freistaat aus- und der preußischen Provinz Hannover eingegliedert.
Heute hat Bad Pyrmont etwa 21.000 Einwohner, einen Bahnhof, mehrere Schwimmbäder und einen Flugplatz für Segelflugzeuge, Ultraleichtflugzeuge, Motorsegler und Motorflugzeuge.
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