| Wappen | Karte |
|---|---|
| Wappen Bad Muskau.png | Bad_Muskau_Karte.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Sachsen |
| Regierungsbezirk: | Dresden |
| Landkreis: | NiederschlesischerOberlausitzkreis |
| Geografische Lage: | |
| Höhe: | 110 m ü. NN |
| Fläche: | 15,35 km² |
| Einwohner: | 4.115 (31. Dezember 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 264 Einwohner/km² |
| Postleitzahl: | 02953 |
| Vorwahl: | 035771 |
| Kfz-Kennzeichen: | NOL |
| Gemeindeschlüssel: | 14 2 84 010 |
| Gliederung des Stadtgebiets: | 3 Stadtteile |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Berliner Straße 47 02953 Bad Muskau |
| Website: | www.badmuskau.de |
| E-Mail-Adresse: | stadtverwaltung@badmuskau.de |
| Politik | |
| Bürgermeister: | Andreas Bänder |
Bad Muskau, sorb. Mužakow, ist eine Stadt im Niederschlesischen Oberlausitzkreis in Sachsen. Es ist Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Bad Muskau.
Die Hirschstange stammt aus dem Wappen der von Biebersteins, die Muskau 1452 das Stadtrecht erteilten. Diese Darstellung stammt aus Siegeln aus dem 15. Jahrhundert.
Die Standesherrschaft Muskau war die größte des Hl. Römischen Reiches Deutscher Nation und gehörte bis 1815 zum Markgraftum Oberlausitz des Kurfürstentums (dann Königreichs) Sachsen. Im Jahre 1815 kamen, als Ergebnis des Wiener Kongresses, der die politische Ordnung Europas nach den Napoleonischen Kriegen (1813-1815) neu regelte, der nördliche und der östliche Teil der Oberlausitz zu Preußen und trug fortan die amtliche Bezeichnung Preußische Oberlausitz. Verwaltungsmäßig wurde dieses Gebiet in die bis 1945 bestehende Provinz Niederschlesien integriert. Trotzdem hat es im Alten Reich nie eine schlesische Lausitz gegeben und die Oberlausitzer wurden dialektal zu keinem Zeitpunkt Niederschlesier, auch wenn das der Name des Landkreises suggeriert.
Standesherren waren bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts die Reichsgrafen Callenberg, bis 1845 Graf (später gefürstet) Hermann von Pückler-Muskau, dann (nach einem Spekulantenintermezzo) Prinz Wilhelm Friedrich Karl von Oranien-Nassau und danach bis 1945 die Grafen Arnim.
Ihre Einwohner waren mit wenig Ausnahmen Lassiten im Stand der Erbuntertänigkeit, was erst unter preußischer Herrschaft beendet wurde. Im 18. Jahrhundert war Muskauer Töpferware weit verbreitet. Im 19. Jahrhundert wurden um die Stadt herum Braunkohle und die seltenen Alaun-Vorkommen des Muskauer Faltenbogens abgebaut. Auf dem Rückzug der napoleonischen Armee aus Russland brachten württembergische Kürassiere eine Flecktyphusepidemie nach Muskau, durch die 1811/12 etwa ein Fünftel der Bevölkerung starb.
1939 wurde das Dorf Lugknitz eingemeindet. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Stadt durch Artilleriefeuer der über die Neiße drängenden Sowjetarmee stark zerstört, ist heute jedoch weitgehend wieder aufgebaut. An die Endphase des Krieges erinnert noch heute ein sowjetisches Ehrenmal.
Infolge der Grenzziehung entlang der Neiße wurde aus den östlich der Neiße liegenden Stadtteilen die Gemeinde Łęknica neu gebildet, zu deren ehemaligen Fluren noch Teile von Muskau, insbesondere der größte Teil des Fürst-Pückler-Parkes hinzukamen, während die links der Neiße gelegenen Lugknitzer Fluren bei Muskau verblieben.
1962 wurde Muskau mit dem Bau eines Kurheims die Zusatzbezeichnung „Bad“ verliehen.
Ort in Sachsen | Ort in der Lausitz | Bad Muskau | Bad Muskau
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