| Wappen | Karte | bgcolor="#FFFFFF" | Wappen_stadt_bad-kreuznach.png | Karte_Bad_Kreuznach_in_Deutschland.png | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Basisdaten | bgcolor="#FFFFFF" | Bundesland: | Rheinland-Pfalz | bgcolor="#FFFFFF" | Kreis: | Bad Kreuznach | bgcolor="#FFFFFF" | Fläche: | 46,1 km² | bgcolor="#FFFFFF" | Einwohner: | 43.757 (30. Juni 2005) | bgcolor="#FFFFFF" | Bevölkerungsdichte: | 949 Einwohner je km² | bgcolor="#FFFFFF" | Höhe: | 104 m bis 321 m ü. NN | bgcolor="#FFFFFF" | Postleitzahlen: | 55517-55545 (alt: 6550 ) | bgcolor="#FFFFFF" | Vorwahl: | 0671 (06727 für Stadtteil Ippesheim) | bgcolor="#FFFFFF" | Geografische Lage: | bgcolor="#FFFFFF" | Kfz-Kennzeichen: | KH | bgcolor="#FFFFFF" | Gemeindeschlüssel: | 07 1 33 006 | bgcolor="#FFFFFF" | Adresse der Stadtverwaltung: | Hochstraße 48 55545 Bad Kreuznach | bgcolor="#FFFFFF" | Website: | stadt-bad-kreuznach.de | bgcolor="#FFFFFF" | ||
| Politik | bgcolor="#FFFFFF" | Oberbürgermeister: | Andreas Ludwig (CDU) | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Als Mittelzentrum mit Teilfunktionen eines Oberzentrums ist sie administratives, kulturelles und wirtschaftliches Zentrum einer Region mit mehr als 150.000 Einwohnern. Weiterhin ist die Stadt Sitz der Verbandsgemeinde Bad Kreuznach, der sie als große kreisangehörige Stadt aber nicht selbst angehört, sowie einer Bundes- und mehrerer Landesbehörden und eines Amts-, Land- und Arbeitsgerichtes. Bad Kreuznach ist darüber hinaus Sitz eines Honorargeneralkonsuls von Rumänien und der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz.
Bad Kreuznach befindet sich zwischen Hunsrück, Rheinhessen und Nordpfälzer Bergland etwa 14 km (Luftlinie) südlich von Bingen. Es liegt an der Einmündung des Ellerbachs in den Unterlauf der Nahe.
Um das Jahr 250 erfolgte der Bau eines gigantischen, in seinen Abmessungen von 81 m × 71 m nördlich der Alpen einzigartigen und ebenso luxuriösen Palastes im Stil einer Peristylvilla, welche alleine im Erdgeschoss 50 Räume umfasste.
Im Zuge von Grenzsicherungsmaßnahmen gegen die immer wieder von jenseits des Limes in das römische Reich einfallenden germanischen Stämme der Burgunder, Franken und Allemannen errichtete man 370 ein Auxiliarkastell unter Kaiser Valentinian I..
Die erste urkundliche Erwähnung Kreuznachs stammt aus dem Jahr 819 in den Annales Regni Francorum. Die Kauzenburg, welche in den Jahren 1206 bis 1230 durch Graf Gottfried von Sponheim trotz eines Verbotes durch König Philipp von Schwaben gebaut wurde, fand erstmals 400 Jahre später, im Jahre 1206, erste urkundliche Erwähnung. Mit diesem Burgbau einher ging der Aufbau der auf dem nördlichen Naheufer gelegenen Neustadt.
1235 beziehungsweise 1270 bekam Kreuznach die Stadt-, Markt-, Steuer- und Zollrechte unter der Herrschaft des Grafengeschlechts derer von Sponheim (Sitz: zuerst Burgsponheim, später auf der Bad Kreuznacher Kauzenburg) verliehen. 1279 bei der Schlacht bei Sprendlingen, bei der Sponheimer Truppen gegen die des Erzbischofs von Mainz kämpften, entstand die Legende des Michel Mort, eines Kreuznacher Metzgers, der, als Graf Johann I. von Sponheim in Bedrängnis geriet, diesem beistand, die Lanzen der Feinde auf sich zog und so den Grafen rettete. Die Stadtrechte werden 1290 noch einmal durch König Rudolf I. von Habsburg bestätigt.
Die vordere Linie des Hauses Sponheim starb im Jahre 1414 aus. Die Herrschaft über Bad Kreuznach wurde nun unter den Grafen von Veldenz, den Markgrafen von Baden und der Pfalzgrafschaft Pfalz-Simmern aufgeteilt. Der Magister Faust trat 1507 die ihm durch Franz von Sickingen vermittelte Stelle des Rektors am Kreuznacher Gymnasium an und wurde später aufgrund von Hexerei-Vorwürfen aus der Stadt vertrieben.
Während des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648) wurde die Stadt wechselseitig von den Schweden, Franzosen und den kaiserlichen Truppen eingenommen. Die Stadt wurde dabei schwer in Mitleidenschaft gezogen, die Bevölkerung verringerte sich von ehemals ca. 8.000 auf ca. 3.500 Einwohner. Vierzig Jahre später, 1689, wurde Kreuznach im pfälzischen Erbfolgekrieg von französischen Truppen einschließlich der Kauzenburg weitestgehend zerstört.
Die Anfänge des Kurbetriebs, der sich in der Folgezeit immer mehr ausweitete, war die Eröffnung der ersten Badestube mit solehaltigem Wasser durch Dr. Johann Erhard Prieger im Jahre 1817. Geschichtlich erwähnenswert ist auch die 1843 erfolgte Heirat von Karl Marx und Jenny von Westphalen in der Pauluskirche.
Der Bau der Nahetalbahn von Bingerbrück nach Saarbrücken 1860 durch die Rhein-Nahe Eisenbahn-Gesellschaft bot die Grundlage zur Industrialisierung der Stadt, welche nach Jahrhunderten der Stagnation und der kriegerischen Katastrophen nun, auch durch den immer stärker aufkommenden Kurbetrieb, erneut aufblühte. 1891 kamen drei Ordensbrüder der Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz nach Kreuznach und übernahmen 1893 das Krankenhaus Kiskys-Wörth, ab 1905 St. Marienwörth. Dies führen sie seit 1948 zusammen mit den Schwestern der Kongregation der „Mägde Mariens von der Unbefleckten Empfängnis“, heute als Krankenhaus der Regelversorgung. Die Radontherapie wurde 1906 durch Dr. Karl Aschoff eingeführt. Ende des 1. Weltkrieges wurde der Sitz des Großen Hauptquartiers in das Kreuznacher Kurhaus verlegt. Dort traf dann am 19. Dezember 1917 der General Mustafa Kemal Pascha ein, besser bekannt als Atatürk und späterer Präsident der Türkei, und führte Gespräche mit Kaiser Wilhelm II., Paul von Hindenburg und Ludendorff. Nach der Niederlage besetzten französische Truppen bis 1930 das Rheinland und auch die Stadt. Seit 1924 darf Kreuznach die Bezeichnung „Bad“ führen.
Zu Beginn des NS-Regimes organisierte unter anderem der Gewerkschafter Hugo Salzmann Widerstand gegen die braunen Machthaber. Trotz Inhaftierung überlebte Salzmann die Nazi-Zeit, saß nach 1945 für die KPD im Stadtrat. Anfang der 40er Jahre wurden die Bad Kreuznacher Juden im Kolpinghaus zusammengetrieben, von wo aus sie in die Vernichtungslager abtransportiert wurden. Bad Kreuznach war, aufgrund seiner Wehrmacht-Kasernen in der Bosenheimer und Alzeyer Straße sowie in der Franziska-Puricelli-Straße und auch wegen der strategisch wichtigen Bahnstrecke Berlin-Paris, die damals durch die Stadt führte, Ziel alliierter Bombenangriffe. Der letzte Stadtkommandant unter dem NS-Regime bewahrte Bad Kreuznach jedoch vor größerer Zerstörung, indem er den vorrückenden amerikanischen Verbänden keinen Widerstand mehr bot und so die Stadt weitestgehend kampflos den Alliierten überließ. Allerdings sprengten deutsche Truppen auf dem Rückzug kurz vor Übernahme der Stadt durch die Alliierten einen Teil der alten Nahebrücke.
In Bad Kreuznach einigten sich im Jahre 1958 der französische Präsident Charles de Gaulle und der deutsche Bundeskanzler Konrad Adenauer auf eine Institutionalisierung der besonderen Beziehungen beider Länder, was 1963 im Elysée-Vertrag mündete. 1969 wurden im Zuge der rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform die zuvor selbstständigen Gemeinden Bosenheim, Planig, Ippesheim und Winzenheim nach Bad Kreuznach eingegliedert. Das ebenfalls an die Stadt angrenzende Rüdesheim wehrte sich erfolgreich gegen die Eingemeindung.
Das Stadtwappen wird heute auf silbernem oder weißem Grund mit einem zweireihig im Schachbrettmuster gehaltenen Balken in den Farben Blau und Gold dargestellt. Die drei schwarzen, am Ende etwas verdickten Kreuze erinnern an den Namen der Stadt „Kreuznach“. Fälschlicherweise wird hier oft eine Verbindung zu dem christlichen Symbol gesehen. Tatsächlich entwickelte sich der Name „Kreuznach“ aus dem keltisch-lateinischen Wort „Cruciniacum“ und bedeutet „Heim des Crucinius“, wobei dies ein latinisierter keltischer Eigenname ist, dem man in römischer Zeit die Endsilbe „acum“ anhängte, was für „fließendes Wasser“ steht. Ein Zusammenhang zur durch Bad Kreuznach fließenden Nahe kann angenommen werden.
Das Wappen findet sich in dieser Form erstmals im Schlussstein der Kirche St. Nikolaus im späten 13. Jahrhundert.
Die Mauerkrone tauchte erst um 1800 unter der Herrschaft der Franzosen auf. Als Stadtmauer mit drei Türmen wurde sie ursprünglich rotbraun, heute vorwiegend in Gold dargestellt.
Durch die Schnellstraßenverbindung zur Autobahn ist Bad Kreuznach näher an den Rhein-Main-Flughafen gerückt und kann mit seinen Konversionsflächen neue Investoren anziehen.
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Berufsbildende Schulen:
Sonderschulen:
Von 1971 bis 1987 war die Fachrichtung Landbau der Fachhochschule Rheinland-Pfalz, Abteilung Bingen, in Bad Kreuznach angesiedelt. Nach dem Umzug des Landbaus nach Bingen bietet Bad Kreuznach mit dem "DLR" (Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum) noch eine fachhochschulähnliche Ausbildung für angehende Winzer und Landbauer an. Diese zweijährige Technikerschule für Weinbau und Oenologie sowie Landbau ist ein Bildungsgang der Fachschule Agrarwirtschaft. Sie führt die Tradition der früheren bekannten "Höheren Weinbauschule" bzw. der " Ingenieurschule für Landbau" fort und schließt die Lücke in der Ausbildung des weinbaulich-kellerwirtschaftlichen Nachwuchses zwischen Fachhochschule und einjähriger Fachschule.
Das Pädagogische Zentrum Rheinland-Pfalz, welches die Schulen des Landes bei ihrer pädagogischen und didaktischen Weiterentwicklung unterstützt, hat ebenso seinen Sitz in der Stadt wie das Staatliche Studienseminar Bad Kreuznach für das Lehramt an Gymnasien.
In Bad Kreuznach kreuzen sich die beiden Linienstränge KBS 671 Bingen -- Kaiserslautern (Alsenztalbahn) und KBS 680 Saarbrücken – Mainz/Frankfurt am Main (Nahetalbahn). Auf ersterer verkehren nur Regionalbahnen (Fahrzeit nach Kaiserslautern ca. 65 Min.), auf der Nahetalbahn sowohl Regionalexpress als auch Regionalbahn (Fahrzeit nach Mainz zwischen 25 und 40 Min., nach Saarbrücken zwischen 1:40 und 2:20 Std.).
Beim Straßenverkehr hat es Bad Kreuznach über all die Jahrzehnte der Automobilentwicklung geschafft, die großen Durchgangsstraßen im Stadtkern durch Umgehungsstraßen (B 41, B 428) deutlich zu entlasten. Nur die B 48 von Bingen nach Bad Bergzabern führt noch durch die Innenstadt – am Kurviertel vorbei.
Der öffentliche Nahverkehr wird durch ein innerstädtisches Busliniennetz mit 15- bzw. 30-minütigem Takt auf 7 Buslinien verwirklicht. Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl von Buslinien in die nähere Umgebung. Die Linienverkehre der verschiedenen Betreiber sind dabei Bestandteil des Rhein-Nahe-Verkehrsverbundes RNN.
An wichtigen Straßen sind zu nennen:
Ort in Rheinland-Pfalz | Kurort
Bad Kreuznach-Land | Cruciniacum | Bad Kreuznach | Bad Kreuznach (stad)
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"Bad Kreuznach".
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