Bad Kleinen ist eine Gemeinde in Mecklenburg-Vorpommern am Nordufer des Schweriner Sees. Die Gemeinde wird vom Amt Dorf Mecklenburg-Bad Kleinen mit Sitz in der Gemeinde Dorf Mecklenburg verwaltet.
badkleinen.jpg
Geografie
Die Gemeinde Bad Kleinen liegt am Nordufer des
Schweriner Sees, des drittgrößten Deutschlands, etwa auf halbem Wege zwischen der Landeshauptstadt
Schwerin und der
Hansestadt Wismar. Westlich von Bad Kleinen erhebt sich ein
Endmoränenbogen entlang des Schweriner Sees, der den Seespiegel bis zu 40 m überragt. Über den
Lostener See ist der Schweriner See durch den
Wallensteingraben (der durch das Gemeindegebiet führt) mit der
Wismarer Bucht verbunden
Zu Bad Kleinen gehören die Ortsteile Fichtenhusen, Gallentin, Glashagen, Hoppenrade, Losten, Niendorf und Wendisch Rambow.
Verkehrsanbindung
Bad Kleinen liegt in Reichweite der
Ostseeautobahn A 20 (
Lübeck -
Stettin) sowie der im Bau befindlichen
A 241.
Von Süden (aus Richtung Schwerin) und von Norden (aus Richtung Wismar) ist der Ort über die
B 106 erreichbar. Bad Kleinen ist einer der wichtigsten Eisenbahnknoten Mecklenburgs. Hier kreuzen sich die Eisenbahnlinien von und nach
Rostock,
Schwerin,
Wismar und
Lübeck.
Persönlichkeiten
Sonstiges
Der Bahnhof von Bad Kleinen erlangte eine gewisse Bekanntheit, als dort am
27. Juni 1993 im Rahmen eines Einsatzes von
Bundeskriminalamt und
GSG 9 versucht wurde, zwei Mitglieder der
Rote Armee Fraktion festzunehmen. Bei dem Einsatz kam es zu einem wilden Schußwechsel, bei welchem das
RAF-Mitglied
Wolfgang Grams und der
GSG 9-Beamte
Michael Newrzella unter zunächst ungeklärten Umständen tödlich getroffen wurden. Im Zuge von journalistischen Recherchen wurden öffentlich Zweifel laut, ob Grams nicht von den Polizeibeamten, bereits verletzt und wehrlos auf den Gleisen liegend,
hingerichtet worden sei. Bundesinnenminister
Rudolf Seiters übernahm umgehend die politische Verantwortung für den vermeintlichen Skandal und trat zurück. Die ausführlichen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Schwerin erbrachten später keinerlei Anhaltspunkte für eine "Hinrichtung" Grams', sondern für einen Suizid des bereits angeschossenen Terroristen in aussichtsloser Lage.
Ort in Mecklenburg-Vorpommern