| Wappen | Karte |
|---|---|
| Kissinger wappen.jpg | Lage_Bad_Kissingen.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Bayern |
| Regierungsbezirk: | Unterfranken |
| Landkreis: | Bad Kissingen |
| Geografische Lage: | |
| Höhe: | 220 m ü. NN |
| Fläche: | 69,42 km² |
| Einwohner: | 21.965 (1.Januar 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 1309 Einwohner je km² |
| Postleitzahlen: | 97688 |
| Vorwahl: | 0971 |
| Kfz-Kennzeichen: | KG |
| Gemeindeschlüssel: | 09 6 72 114 |
| Stadtgliederung: | 9 Stadtteile |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Rathausplatz 1 97688 Bad Kissingen |
| Website: | www.badkissingen.de |
| E-Mail-Adresse: | info@badkissingen.de |
| Politik | |
| Oberbürgermeister: | Karl Heinz Laudenbach (parteilos) |
Neben der Kernstadt (17.010 Einw.) besteht Bad Kissingen aus den Stadtteilen Albertshausen (625 Einw.), Arnshausen (1.310 Einw.), Garitz (5.623 Einw.), Hausen (1.824 Einw.), Kleinbrach (515 Einw.), Poppenroth (1.073 Einw.), Reiterswiesen (2.238 Einw.) und Winkels (1.417 Einw.). Im Jahr 1972 wurden die Stadtteile mit der Kernstadt zur Großen Kreisstadt zusammengefügt.
801 erstmals urkundlich als "chizzicha" erwähnt, wurde der Ort vor allem durch seine Heilquellen, die bereits im Jahre 823 nachgewiesen wurden, bekannt. Im Jahre 1279 wurde Kissingen erstmals als „oppidum“ (Stadt) erwähnt. Der erste nachweisbare Kurgast wurde schon 1520 verzeichnet, im selben Jahrhundert festigte sich der Ruf als Heilort. Im 19. Jahrhundert avancierte Kissingen zum mondänen Badeort und wurde in der Regierungszeit Ludwigs I. von Bayern gezielt ausgebaut. Gekrönte Häupter wie Kaiserin Elisabeth von Österreich, Zar Alexander II. und König Ludwig II. von Bayern, der Kissingen 1883 zum Bad erhob, führten in dieser Zeit die Gästelisten an. Im Mainfeldzug 1866 kam es in Bad Kissingen zu einem verbissen geführten Gefecht zwischen bayerischen und preußischen Truppen. Reichskanzler Fürst Otto von Bismarck besuchte Bad Kissingen mehrere Male zur Kur, 1874 entging er dort nur knapp einem Anschlag, den Eduard Franz Ludwig Kullmann auf ihn verübte. In Bismarcks damaligem Wohnhaus befindet sich heute das Bismark-Museum. Auch Künstler wie der Schriftsteller Leo Tolstoi und der Maler Adolph von Menzel zählen zu den Besuchern.
Im 20. Jahrhundert wandelte sich das Gästepotential. Statt Adel und gehobenem Bürgertum besuchten immer mehr Sozialgäste die Stadt. Das Jahr 1945 blieb als einziges Jahr gänzlich ohne Kurbetrieb. Danach errichteten Sozialversicherungsträger in der Stadt Kliniken. In den neunziger Jahren führten Änderungen im Bereich der Gesundheitsgesetzgebung zu Arbeitsplatzverlusten. In der Folge bemühte man sich darum, neue Gästepotenziale zu erschließen. Als Ergebnis einer EMNID-Umfrage darf sich Bad Kissingen als bekanntester Kurort Deutschlands bezeichnen. 2003 zählte man gut 1,5 Millionen Übernachtungen. Mit der KissSalis-Therme hat Bad Kissingen seit dem Februar 2004 auch eine Heilbadelandschaft. Im Dezember 2004 wurde die DCFA (deutsch-chinesische Fußballakademie) in der Stadt gegründet. In der Akademie lebt und trainiert das chinesische „08-Star-Team“, um sich auf die Olympischen Spiele 2008 in China vorzubereiten.
siehe auch: Kissinger Diktat
Der bis 2008 gewählte Bad Kissinger Stadtrat besteht aus dem
Aus dem kulturellen Angebot der Stadt ragt das Klassik-Musikfestival Kissinger Sommer mit Auftritten international bekannter Orchester und Solisten heraus. Das Gegenstück hierzu für den Winter stellt der Kissinger Winterzauber dar. Des weiteren zu erwähnen sei das Rakoczy-Fest. Dies ist das jährliche Stadtfest am letzten Juli-Wochenende das zu Ehren all der historischen Prominenten abgehalten wird deren Biografie im Zusammenhang mit Bad Kissingen steht. Höhepunkt ist der Festumzug am Sonntag Nachmittag. Das ganze Wochenende werden die historischen Persönlichkeiten von Bürgern der Stadt dargestellt und nehmen am städtischen Leben teil.
Zu den bedeutenden Gebäuden der Stadt gehört das Alte Rathaus, ein Renaissance-Bau aus dem Jahr 1577. Zwischen 1838 und 1913 entstehen rund um den heutigen Kurgarten durch Friedrich von Gärtner der Arkadenbau, und nach Plänen von Max Littmann die Wandelhalle und die Brunnenhalle. Ein weiteres Gebäude ist der Regentenbau; er wurde von Balthasar Neumann errichtet. Von Littmann stammt auch das bereits 1905 fertiggestellte Jugendstil-Kurtheater. Oft vergessen wird das Bahnhofsgebäude mit seiner klassizisierte Neurenaissance-Fassade, dass 1874 unter der Leitung von Friedrich Bürklein fertiggestellt wurde. Des Weiteren thront die um 1180 entstandene Burgruine Bodenlaube im Stadtteil Reiterswiesen über der Stadt. Einen modernen Akzent setzt die 2004 eröffnete KissSalis-Therme. Diese ist eines der größten europäischen Wellnessbäder sowie das größte städtische Bauprojekt nach dem Zweiten Weltkrieg.
Ein weiterer Anziehungspunkt ist das Spielcasino im Kurpark.
Ort in Bayern | Bad Kissingen | Kurort
Bad Kissingen | Bad Kissingen (distrito) | Bad Kissingen | Bad Kissingen (stad) | Bad Kissingen | Bad Kissingen | Bad Kissingen
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