| Wappen | Karte | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Wappen_at_bad-ischl.jpg | map_at_bad_ischl.png | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Basisdaten | bgcolor="#FFFFFF" | Bundesland: | Oberösterreich | bgcolor="#FFFFFF" | Bezirk | Gmunden | bgcolor="#FFFFFF" | Fläche: | 162,85 km² | bgcolor="#FFFFFF" | Einwohner: | 14.115 (1. Jänner 2004) | bgcolor="#FFFFFF" | Bevölkerungsdichte: | 87 Einwohner je km² | bgcolor="#FFFFFF" | Höhe: | 468 m ü. NN | bgcolor="#FFFFFF" | Postleitzahl: | 4820 | bgcolor="#FFFFFF" | Vorwahl: | 0 61 32 | bgcolor="#FFFFFF" valign="top" | Geografische Lage: | bgcolor="#FFFFFF" | Kfz-Kennzeichen: | GM
| bgcolor="#FFFFFF" | Gemeindekennziffer: | 4 07 03 | bgcolor="#FFFFFF" | Gliederung Gemeindegebiet: | 10 Katastralgemeinden | bgcolor="#FFFFFF" valign="top" | Adresse Stadtverwaltung: | Pfarrgasse 11 4820 Bad Ischl | bgcolor="#FFFFFF" | Offizielle Website: | www.bad-ischl.ooe.gv.at | bgcolor="#FFFFFF" | E-Mail-Adresse: | info@stadtamt-badischl.at | ||
| Politik | bgcolor="#FFFFFF" | Bürgermeister: | Helmut Haas (SPÖ) | bgcolor="#FFFFFF" valign="top" | Gemeinderat: | 37 Mitglieder: 13 ÖVP, 17 SPÖ, 3 FPÖ, 3 Grüne, 1 ISCHL | bgcolor="#FFFFFF" valign="top" | Stadtrat: | 9 Mitglieder: 4 ÖVP, 5 SPÖ | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Bad Ischl, nicht zu verwechseln mit dem Wintersportort Ischgl, ist ein Kurort im südlichen Teil von Oberösterreich im Zentrum des Salzkammergutes.
Um das Jahr 1000 hatte sich das Land, das damals zur bairischen Mark ob der Enns gehörte, endlich von den Vernichtungsschlägen erholt. Die Bevölkerung vermehrte sich zusehends, und auch die Salzgewinnung wurde wieder aufgenommen. Im 12. Jahrhundert wurde das Gebiet dem Herzogtum des Babenbergerherzogs Heinrich Jasomirgott eingegliedert.
Seit dieser Zeit wurde das Salz wieder zum wichtigsten Wirtschaftsfaktor des mittlerweile Ischlland genannten Gebietes.
Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes erfolgte 1262 als "Iselen". Als ein Jahrhundert später, mittlerweile schon unter der Herrschaft der Habsburger ein neuer Salzberg in Goisern entdeckt und zum Abbau freigegeben wurde, kam es seitens des Erzbischofs Conrad von Salzburg zum offenen Konflikt um das Salzmonopol. Der Zorn des Erzbischofs stieg noch höher, als der Abt Heinrich von Admont, ein habsburgischer Günstling, auch im Gosautal Salz abbaute und in Hallstatt die Salzgewinnung lebhaft betrieb. Dies ließ Salzburg tödlich verletzen, denn, seinen Salzhandel teilen zu müssen, schien dem stolzen Erzbischof unerträgllich.
Ein wütender Kampf entbrannte um die Salzgewinnung und um den Salzhandel. Der Erzbischof brachte eine Beschwerde ein, in der er auf das - vermeintlich nur ihm zustehende - Monopol verwies. Dieser Einspruch wurde vom Habsburger Herzog Albrecht I., aber nicht anerkannt, was den Zorn des Erzbischofs neuerlich stärkte. Albrecht richtete in den gefährdeten Orten Befestigungsanlagen ein. So entstand zum Beispiel in Hallstatt eine Schutzwarte, der so genannte Rudolfsturm, von dem man das Land weit überblicken konnte.
Als eines Tages das Gerücht aufkam, der Herzog sei an den Folgen einer Vergiftung gestorben, rüstete Erzbischof Conrad zum endgültigen Vernichtungszug gegen die, ihm verhassten, neu entstandenen Salinen. Er ließ die Abbaustätten zerstören und die dazu gehörigen Siedlungen in Schutt und Asche legen. Doch sein Triumph sollte nicht lange währen. Albrecht I. war gar nicht gestorben und nahm in einer blutigen Fehde Rache gegen den Erzbischof. 1297 wurde Friede geschlossen. Diese Abmachung leitete eine Epoche des Aufbaus und des Friedens ein. Neue Berge wurden zur Salzgewinnung herangezogen.
Unter Kaiser Friedrich III. wurde Ischl im Jahre 1466 zum Markt erhoben. 1563 wurde der Ischler Salzberg durch das Bergwerk in Perneck erschlossen. Das Pfannenhaus (Saline) an der Traun wurde 1571 erbaut. Für Generationen von Ischlern wurde somit das Salz zur wichtigsten wirtschaftlichen Grundlage.
Ende des 17. Jahrhundert musste die Glaubenszugehörigkeit zum Protestantismus bitter erkämpft werden. Aus Salzburg zugewanderte Lutheraner hatten im Zug der Gegenreformation ihre Religion abzuschwören. Wer sich dem Befehl entgegen stellte, wurde gefangengesetzt oder sogar hingerichtet. An die 100 Jahre konnte der Protestantismus mit Gewalt unterdrückt werden, bis die Bewegung offen ihr Recht auf freie Religionsausübung durchzusetzen verlangte. Das Ansuchen wurde abgelehnt und die aufständischen Protestanten aufgefordert, entweder zum Katholizismus überzutreten oder nach Ungarn und Siebenbürgen auszuwandern. Da die meisten der betroffenen Familien aber schon seit Generationen im Salzkammergut lebten, blieb der Großteil der Lutheraner im Land und schwor - zumindest nach außen hin - lieber den Glauben ab. Es handelte sich dabei aber nur um eine Formsache, denn in Wahrheit übten sie ihre Religion heimlich weiter aus, bis Kaiser Josef II. mit der Einführung des Toleranzpatentes im Jahr 1781 den Protestantismus endlich auch offiziell erlaubte.
Doch die Blütezeit von Ischl sollte erst kommen, 1823 wurde das erste Heilbad als Solebad in Ischl begründet. Ischl stieg schon bald zu einem Kurort von europäischer Bedeutung auf, die Zahl der Gäste die nach Ischl kamen wurde zunehmend größer.
Den Höhepunkt der Ischler Blütezeit bildete die Zeit von 1849-1914 als kaiserlicher Sommerresidenz unter Kaiser Franz Joseph I.. 1853 verlobte sich Franz Joseph mit Elisabeth (Sisi) von Bayern im damaligen "Seeauerhaus" (heutiges Museum der Stadt Bad Ischl) in Bad Ischl. Erst 1940 wurde Bad Ischl zur Stadt erhoben.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 gehörte Bad Ischl zur Amerikanischen Besatzungszone im besetzten Nachkriegsösterreich. Von der amerikanischen Militärverwaltung wurde ein DP-Lager eingerichtet zur Unterbringung genannter Displaced Persons. Das Lager wurde von der UNRRA verwaltet.
Der Gemeinderat setzt sich wie folgend zusammen (Stand 2003):
Kongresshaus_Bad_Ischl.jpg | Sophiens_Esplanade_Bad_Ischl_01.jpg
Ort in Oberösterreich | Ort im Salzkammergut | Thermalbad | Kurort in Österreich
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