| Wappen | Karte |
|---|---|
| Wappen_Bad_Iburg.png | Karte_Bad_Iburg_in_Deutschland.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Niedersachsen |
| Landkreis: | Osnabrück |
| Geografische Lage: | |
| Höhe: | 104 m ü. NN |
| Fläche: | 36,44 km² |
| Einwohner: | 11.652 (30. Juni 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 320 Einwohner je km² |
| Postleitzahl: | 49186 |
| Vorwahl: | 05403 |
| Kfz-Kennzeichen: | OS |
| Gemeindeschlüssel: | 03 4 59 004 |
| Stadtgliederung: | 4 Stadtteile |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Am Gografenhof 4 49186 Bad Iburg |
| Website: | www.badiburg.de |
| Politik | |
| Bürgermeister: | Drago Jurak |
Bad Iburg ist eine Stadt und staatlich anerkanntes Kneipp-Heilbad im Südwesten des Landkreises Osnabrück in Niedersachsen. Bedeutendstes Bauwerk ist das über der Stadt thronende Schloss Iburg mit ehemaliger Benediktinerabtei, das über sieben Jahrhunderte die Residenz der Osnabrücker Bischöfe war.
Im Jahr 1228 wurde der Bau der St. Nikolaus-Kirche begonnen, die heute Fleckenskirche heißt. Damit erhielten auch die Menschen, die sich am Fuß des Burgberges angesiedelt hatten, eine eigene Kirche. 1254 erhielt Iburg durch Fürstbischof Bruno von Isenburg Stadtrechte; er befestigte den Ort. 1293 wurde Iburg als "oppidum" , als stadtähnliche Siedlung, mit einer "porta" im Osten erwähnt. Blitzschlag und ein dadurch verursachtes Feuer zerstörten 1349 die Burg und das Kloster. Im Jahr 1359 erhielt Iburg das Wigboldprivileg. Damit wurden Burg und Ortschaft mit einem Rat und gemeinsamer Verfassung zusammengeführt. Der Flecken wurde 1455 bis 1482 unter Fürstbischof Konrad III. mit Mauern umgeben; drei Tore ermöglichten den Zugang. Eine Wasserversorgung erhielt Iburg 1518, als Prior Frerking eine Wasserleitung von Dörenberg zum Kloster legen ließ. 1534 wurden die Wiedertäufer von Münster auf Veranlassung von Bischof Franz von Waldeck im Bennoturm des Schlosses Iburg festgehalten und bis auf einen später hingerichtet. Siehe auch: Wiedertäufer im Bergfried des Iburger Schlosses
Feuer vernichtete 1585 im Im Flecken Iburg 53 Wohnungen mit Nebengebäuden und Stallungen, also etwa die Hälfte der Wohngebäude. 1625 wurde Franz Wilhelm von Wartenberg, der aus einer Nebenlinie der Wittelsbacher stammte, Bischof von Osnabrück. 1633 besetzten schwedische Truppen Iburg und schenkten die Burg Gustav Gustavson. Im Westfälischen Frieden zu Münster 1648 wurde wegen der konfessionellen Vermischung als Kompromiss die "Alternatio" (Wechselfolge) erarbeitet. Katholische und evangelische Fürstbischöfe wechselten sich damit ab. Erster evangelischer Landesbischof wurde Kurfürst Ernst August I. von Braunschweig-Lüneburg. 1650 kehrte Fürstbischof Franz Wilhelm von Wartenberg in die Residenz in Iburg zurück. 1657 erhielt der der Flecken Iburg das Privileg zur Abhaltung einers Jahrmarktes. 1661 wurde Kurfürst Ernst August I. von Braunschweig-Lüneburg erster evangelischer Fürstbischof von Osnabrück, entsprechend dem Friedensvertrag von 1648, der einen Wechsel zwischen katholischen und evangelischen Bischöfen vorsah. 1668 wurde seine Tochter Sophie Charlotte auf der Iburg geboren. Sie wurde später erste preußische Königin, Mutter des Soldatenkönigs und Großmutter Friedrichs des Großen. Nach ihr sind auch das Schloß Charlottenburg und der gleichnamige Stadtteil in Berlin benannt. 1672 endete die Ära der Osnabrücker Bischöfe in Iburg: Ernst August I. bezog das neue Schloss in Osnabrück. Die Iburger Residenz wurde aufgegeben.
Zwischen 1750 und 1755 wurde auf dem Burgberg ein großzügiger barocker Klosterneubau durch den westfälischen Barockbaumeister und kurfürstlichen General Johann Conrad Schlaun errichtet. Das Kloster bestand noch bis 1803, als es aufgrund der Säkularisation aufgehoben wurde. 1885 nahm die Verwaltung des Kreises Iburg ihren Sitz im Schloss.
Am 28. Juni 1910 strandete das Luftschiff LZ 7 „Deutschland“ am Limberg. Menschen kamen bei diesem Zeppelin-Unglück nicht zu Schaden.
1929 wurde die Bauerschaft Mäscher nach Iburg eingemeindet. 1932 wurde der Kreis Iburg aufgelöst; der Sitz des Landrats befand sich fortan in Osnabrück. 1932 und 1933 wurde der Charlottensee am Fuße des Schlossbergs angelegt. 1953 wurde aus der Sommerfrische aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg und dem Luftkurort der 20er Jahre der Kneipp-Kurort Iburg. 1959 erhielt Iburg wegen seiner bedeutenden geschichtlichen Vergangenheit im Mittelalter die Stadtrechte wiederverliehen. 1967 wurde Iburg als Kneipp-Heilbad staatlich anerkennt. Die Stadt trägt seither den Namen Bad Iburg. 1970 wurden die Ortsteile Glane-Visbeck, Sentrup und Ostenfelde zur Gemeinde Glane zusammengefasst. 1972 wurde die Stadt Bad Iburg wurde mit der Gesamtgemeinde Glane, bestehend aus Glane-Visbeck, Ostenfelde und Sentrup vereinigt und die Einheitsgemeinde Bad Iburg begründet. 1980 besiegelten Bad Iburg und Berlin-Charlottenburg ihre Städtepartnerschaft. Sie wurde am 10. November beurkundet. Als Zeichen der Verbundenheit wurde die „Rennbahn“ um den Charlottensee in „Charlottenburger Ring“ umbenannt.
(Stand: Kommunalwahl am 9. September 2001)
Am 15. Juli 2005 ist der überwiegende Teil des Rates zurückgetreten. Auch die Stellvertreter haben auf ihr Mandat verzichtet. Lediglich die beiden Ratsmitglieder von Bündnis 90 / Die Grünen behielten ihr Mandat. Ursprünglich war eine Neuwahl für November 2005 geplant gewesen. Am 30. August 2005 erklärte das Verwaltungsgericht Osnabrück die Rücktrittserklärungen der 27 Ratsmitglieder jedoch für ungültig, da diese den Zweck hatten, den Stadtrat aufzulösen und eine Neuwahl herbeizuführen. Die von Stadtdirektor Karl Schade initiierten Massenrücktritte seien missbräuchlich und daher rechtsunwirksam (Quelle Iburger Stadtgespräch).Die Möglichkeit der Berufung beim Oberverwaltungsgericht Lüneburg wurde zugelassen. Stadtdirektor Karl Schade legte nach Prüfung der rechtlichen Begründung des Urteils keinen Widerspruch ein. Andreas Heuer von der Gemeinschaft für Bad Iburg (GfB) allerdings legte diesen Widerspruch ein. Damit wird Bad Iburg auch weiterhin ohne Rat verwaltet, was von der örtlichen Presse (Neue Osnabruecker Zeitung, *) als Stillstand gewertet wird. Ein Ende des Streits, bei dem Ratsmitglieder der Meinung sind, Stadtdirektor Karl Schade wolle sich vor dem Ende seiner Amtszeit als Stadtdirektor ins Amt des Hauptamtlichen Bürgermeisters hieven, ist wohl vorerst nicht abzusehen. Die Kommunalaufsicht hat die Rücktritte jedoch aufgehoben. Damit sind wieder alle Ratsmitglieder im Amt. Nur Andreas Heuer nicht, da er alleine gegen das Urteil Widerspruch einlegte. Für den Bestand des Rats als Gesamtorgan habe dies keinen Einfluss. Damit kann der Rat nach Ablauf der Rechtbehelfsmittelfrist ab dem 27. November wieder zusammentreten. NOZ. Damit scheint die erste Ratsauflösung in einer Kommune in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland beendet, mit dem Ergebnis, dass offenbar am Ende nur ein Ratsmitglied zurückgetreten ist.
Bei der Bürgermeisterwahl im März 2006 konnte sich der Kandidat Drago Jurak durchsetzen. Er ist der erste hauptamtliche Bürgermeister Bad Iburgs, das bis dahin von ehrenamtlichen Bürgermeistern regiert wurde.
Von 1901 bis 1968 war der Bahnhof von Bad Iburg Haltepunkt im Personenverkehr auf der Strecke Ibbenbüren-Gütersloh-Hövelhof. Diese Strecke gehört der Teutoburger Wald-Eisenbahn (Connex-Gruppe), die dort heute im regulären Betrieb jedoch nur noch Güterverkehr betreibt. Außerdem wird der Bahnhof noch von der Museumseisenbahn Teuto-Express genutzt.
Seit Mai 2005 ist Bad Iburg offizieller Sitz der Niedersächsischen Schulinspektion. Die Schulinspektion hat die Aufgabe, die Qualität der Schulen zu sichern und weiter zu entwickeln. Ihren Sitz hat die Schulinspektion im Iburger Schloss.
This article is licensed under the GNU Free Documentation License.
It uses material from the
"Bad Iburg".
Home Page • arts • business • computers • games • health • hospitals • home • kids & teens • news • physicians • recreation• reference • regional • science • shopping • society • sports • world