| Wappen | Karte | |||
|---|---|---|---|---|
| Wappen Bad Honnef.png | Lage der Stadt Bad Honnef in Deutschland.png | |||
| Basisdaten | ||||
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen | |||
| Landschaftsverband: | Rheinland | |||
| Regierungsbezirk: | Köln | |||
| Kreis: | Rhein-Sieg-Kreis | |||
| Geographische Lage: | bgcolor="#FFFFFF" | Höhe: | 55–455 m ü. NN | |
| Fläche: | 48,3 km² | |||
| Einwohner: | 25.329 (30. September 2005) | |||
| Bevölkerungsdichte: | 520 Einwohner je km² | |||
| Postleitzahl: | 53604 | |||
| Vorwahl: | 02224 | |||
| Kfz-Kennzeichen: | SU | |||
| Gemeindeschlüssel: | 05 3 82 008 | |||
| Gliederung des Stadtgebiets: | drei Stadtteile, ein Stadtbezirk | |||
| Adresse der Stadtverwaltung: | Rathausplatz 1 53604 Bad Honnef | |||
| Offizielle Website: | bad-honnef.de | |||
| Politik | ||||
| Bürgermeisterin: | Wally Feiden (SPD) | |||
Die ehemalige Kurstadt Bad Honnef ist eine Stadt im Rhein-Sieg-Kreis im Süden Nordrhein-Westfalens, auf der östlichen Rheinseite gegenüber der Bundesstadt Bonn gelegen.
Bekannt geworden ist sie überwiegend durch ihren Ruf als „rheinisches Nizza“ und als bevorzugter Wohnsitz der reicheren Bevölkerung. Zur Bekanntheit beigetragen hat auch Konrad Adenauer, der erste Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland, der bis zu seinem Tod im Jahr 1967 seinen Wohnsitz im Stadtteil Rhöndorf hatte.
In den letzten Jahren hat sich die ehemalige Kurstadt zu einer der wichtigsten deutschen Tagungs- und Kongressstädte entwickelt.
Das 48,3 Quadratkilometer große Stadtgebiet umfasst den südlicheren Teil des auch als Naherholungsgebiet genutzten Siebengebirges sowie das östlich davon liegende Gebiet. Auf Stadtgebiet liegen unter anderem die Berge Löwenburg, Himmerich, Großer Breiberg und Ölender.
Die höchste Erhebung im Stadtgebiet ist mit 455 Metern die Löwenburg, der tiefste Bodenpunkt befindet sich mit 50 Metern am Rheinufer in Rhöndorf. Die Stadtmitte liegt bereits 20 Meter über der Höhe am Rheinufer.
Die Stadt befindet sich mit Rheinbreitbach, Windhagen und Remagen unmittelbar an der südlichen Landesgrenze zu Rheinland-Pfalz.
Loewenburg 1.jpg – Mit 455 m der höchste Bodenpunkt im Stadtgebiet]] Rhoendorf Weinberge.jpg am Hang des Drachenfelses|200px]]
Nach der Hauptsatzung der Stadt Bad Honnef existiert offiziell nur der Stadtbezirk Aegidienberg, die Aufteilung dieses Stadtbezirks und der Tallage erfolgt lediglich als Hilfsmittel z. B. für Schul- und Wahlbezirke und das Ortsstraßenverzeichnis.
In dem am Rhein gelegenen Lohfeld befindet sich ein größeres Industriegebiet, außerdem im Westen die Insel Grafenwerth. Bondorf, Rommersdorf und Beuel stellen den höchstgelegensten Teil der Bebauung in der Tallage dar und liegen am Hang. Insbesondere Rommersdorf ist ein beliebter Wohnort.
An der Hauptstraße befinden sich mehrere historische Gebäude, so der renovierte Kursaal und das Gebäude der Elly Hölterhoff-Böcking Stiftung und der Deutschen Physikalischen Gesellschaft.
Siebengebirge Aegidienberg.jpgs von Aegidienberg|thumb]]
Der Stadtbezirk Aegidienberg ist der ehemalige Wohnort von Carlo Schmid und Heinz Günther Konsalik. Er besteht aus den Ortsteilen Aegidienberg, Brüngsberg, Efferoth, Himberg, Höhe, Hövel, Neichen, Orscheid, Retscheid, Rottbitze, Siefenhoven, Wintersberg und Wülscheid, die sich auf verschiedene Anhöhen verteilen. Der Stadtbezirk befindet sich östlich des zum Siebengebirge gehörenden Honnefer Stadtwaldes und wird von der Bundesautobahn 3 und der Ende 2002 eröffneten Trasse der ICE-Neubaustrecke Köln–Frankfurt durchschnitten. Im Gegensatz zur Tallage bestehen dort noch großflächige Waldbereiche. Im Norden grenzt Aegidienberg an das zu Königswinter gehörende Eudenbach, in dem sich ein Flugplatz befindet, im Osten und Süden an mehrere zu Windhagen gehörende Ortsteile.
Stadt Königswinter, Gemeinde Windhagen (Verbandsgemeinde Asbach), Gemeinde Rheinbreitbach (Verbandsgemeinde Unkel), Stadt Remagen (Rolandseck und Rolandswerth) und Bundesstadt Bonn (Stadtbezirk Bad Godesberg).
Im Bergbereich (Siebengebirge und Aegidienberg) sind die Temperaturen gewöhnlich etwa zwei Grad Celsius niedriger und der Wind ist stärker.
Der „Besitz Lewenburg“ geriet 1252 in die Hände des Grafen Heinrich von Sponheim, der sich später Heinrich von Heinsberg nannte. Der Besitz wechselte 1344 zu den Grafen von Loen, die ihn durch Heirat einer Erbin mit dem Grafen Johann von Nassau-Saarbrücken 1448 an diese Familie abgeben mussten.
Die Gemarkung Honnef bestand seit 1382, der Gerichtsbezirk seit 1412. Ein Schöffenkolleg am Honnefer Hochgericht ist 1376 genannt, ein erzbischöflicher Amtmann ebenfalls 1376. 1343 wird zum ersten Mal ein Pfarrer erwähnt.
Das Herzogtum Berg bestimmte die Geschichte Honnefs über Jahrhunderte. Unter dieser Herrschaft wurde es mehrere Male verwüstet. 1543 wurden zahlreiche Häuser bei einem Kampf zwischen Herzog Wilhelm IV. und Kaiser Karl V. zerstört. Von diesem Vorfall erholte sich Honnef schnell. 1520 hielt die Lehre Luthers einzug, worauf es mehrere Jahrzehnte zu Streitigkeiten um die Besetzung von kirchlichen Ämtern kam. Im Truchsessischen Krieg wurde Honnef ein weiteres Mal verwüstet. In der darauffolgenden Zeit mussten die Honnefer den eingefallenen Soldaten Lebensmittel und Geld liefern.
Honnef gehörte 1597 zu den Orten zwischen Küdinghoven und Hönningen, die sich in der „Eintracht“ zusammenschlossen und sich gegenseitige Hilfeleistung im Falle von kriegerischen Überfällen zusicherten. 1630 fielen die Schweden in das kölnische Gebiet ein, was Honnef aber gut überstand. Nach der Gegenreformation kam es ab etwa 1670 immer wieder zu religiösen Streitigkeiten. Der Friede von Nymwegen beendete 1678 diese Auseinandersetzungen und die Honnefer Bevölkerung erholte sich. Ein schwerer Schlag bedeutete die Einnahme Honnefs durch französische Truppen 1689, die den Ort plünderten und niederbrannten. 1695 wurde Honnef unter der Führung von Engländern aber wieder besetzt. Durch diese Geschehnisse sank der Wohlstand der damaligen Gemeinde im 17. Jahrhundert ständig. Während des Dreißigjährigen Krieges starben zahlreiche Winzerfamilien aus und zogen fort, außerdem wuchs die Steuerlast beständig an.
Nachdem Napoleon 1806 den Rheinbund geschaffen hatte, wurde das Herzogtum Berg Großherzogtum. 1807 ernannte sich Napoleon persönlich selbst zum Großherzog von Berg und spaltete 1808 das Großherzogtum in die vier Departements Ruhr, Rhein, Sieg und Ems auf und hob das Lehnswesen auf. 1810 führte Napoleon auch rechtsrheinisch das französische Recht ein.
Am 28. Januar 1813 kam es zu einem Aufstand gegen die wachsenden Steuern, die Handelssperre und das Leiden wegen Napoleons Kriegen. In den Befreiungskriegen 1813-1815 waren Honnefer als Angehörige des Landsturms vom Siebengebirge aktiv.
Bad Honnef Kirche 2005-03-19.jpg
Die preußische Herrschaft fiel in eine durch Missernten und Dürre hervorgerufene Not, wodurch die Lebensmittelpreise stark anstiegen. 1822 wurden die rheinischen Gebiete in einer Provinz zusammengefasst. Die wirtschaftliche Lage Honnefs stabilisierte sich 1823 wieder. Als 1824 die durch die preußische Regierung beabsichtigte Abschaffung des französischen Rechts auf so starken Widerstand der Bevölkerung stieß, wurde das Vorhaben wieder aufgegeben.
In den Jahren 1850 bis 1855 wurden verschiedene Landstraßen errichtet, so eine Straße von Königswinter über Honnef nach Linz (1851/52) und 1855 eine von Honnef nach Asbach. 1855 wurde die rechtsrheinische Bahnstrecke gebaut, die nahe dem Rhein verläuft. Seit ihrer Inbetriebnahme 1869 hat Honnef einen Bahnanschluss.
Nach jahrelangen Bemühungen gelang es den Honnefern 1862, das Stadtrecht zu erhalten. Damit schied die Gemeinde aus dem Amt Königswinter-Land aus und wurde selbstständig. Auch das alte Wappen besaß nun wieder Gültigkeit.
Die Ablehnung Preußens durch die Honnefer Bevölkerung legte sich und Honnef überstand die Kriege von 1864, 1866 und 1870/71 relativ unversehrt. In den Friedensjahren 1871 bis 1914 erlebte Honnef einen bisher nicht gekannten Aufschwung.
Grafenwerth Aalschokker Aranka.JPG]] Der dritte Bürgermeister nach der Loslösung von Königswinter, Theodor Waechter, vollendete den Bau eines Wasserwerks. Unter seiner Amtszeit wurde auch ein neues Gaswerk errichtet, die Straßen und Wege ausgebaut und verschönert und der Fremdenverkehr angetrieben. Sein Nachfolger P. J. Brenig (Amtszeit 1908 bis 1919) bemühte sich weiter um die Förderung des Fremdenverkehrs und ließ eine Brücke zur Insel Grafenwerth sowie auf der Insel eine Anlegebrücke für Dampfschiffe bauen. 1913 besuchten schon 4830 Kurgäste die Stadt, deren Ruf als Kurort durch die Bezeichnung Honnefs als „deutsches Nizza“ durch Alexander von Humboldt sogar über die Landesgrenzen hinweg drang. Durch den guten Ruf als Stadt mit hoher Lebensqualität stieg die Einwohnerzahl rasant an, mehrere große Landhäuser wurden errichtet, in denen viele Rentner und Kaufleute aus den näheren Großstädten verweilten.
1897 wurde eine Mineralquelle entdeckt, im Jahr darauf wurde ein Badehaus errichtet. 1901 kaufte die Stadtverwaltung die im Mittelpunkt der Stadt gelegene Villa Haarhaus, die in ein Kurhaus umgebaut wurde. Die Quelle wurde 1902 von einer holländischen Gesellschaft gekauft.
1908 kam die Firma Penaten nach Honnef. Da schon mehrere Fabriken errichtet worden waren, verhinderte man ein weiteres Ansiedeln derer, da man den Ruf Honnefs nicht zerstören wollte.
Den Ersten Weltkrieg überstand die Stadt relativ gut, auch wenn die Zwangsverwaltung der Lebensmittel zwischenzeitig eingeführt wurde. Nach dem Krieg aber litt die Stadt unter den hohen Reparationsforderungen, die wirtschaftliche Lage verschlechterte sich zuerst immer mehr.
1921 wurde die Insel Grafenwerth angekauft, 1925 die Siebengebirgsbahn eröffnet. Dadurch belebte sich der Ausflugs- und Fremdenverkehr. Das kulturelle Geschehen wurde wieder belebt, der Kursaal wieder zum Schwerpunkt gesellschaftlichen Feiern. 1925 wurde eine „literarische-musikalische Gesellschaft“ gegründet. Häufig fanden Konzerte, Dichterlesungen und Schauspielveranstaltungen fanden statt. Auch Sport- und Gesangsvereine wurden gegründet und bereicherten das gesellschaftliche Leben. Auch eine Vereinigung von Freunden der Heimatgeschichte bildete sich. In einem neuen Heimatmuseum wurden geschichtlich wertvolle Erinnerungsstücke zusammengetragen. Eine Ausnahme zischen den erfolgreichen Jahren stellte nur das Jahr 1923 dar, ind em die Seperatisten die Stadt verwüsteten.
In der nationalsozialistischen Zeit wurde die Gauführerschule des Gaues Köln-Aachen 1934 von Wahn nach Honnef verlegt.
Im November 1938 wurde die Honnefer Synagoge in Brand gesteckt und auf diese Weise zerstört.
In den späten 1950er-Jahren wurde die Bundesstraße 42 neben der rechtsrheinischen Bahnstrecke neugebaut, was den Neubau mehrerer Fußgängerbrücken über die Bundesstraße und die Bahntrasse erforderlich machte, um den Rheinuferbereich mit den Straßenbahnhaltestellen (heute Stadtbahn) nicht vom Rest der Stadt abzutrennen. Außerdem mussten im Zusammanhang damit durch die Bad Honnef AG zahlreiche Versorgungsleitungen verlegt werden.
1962 wurde das Mineralschwimmbad auf der Insel Grafenwerth abgerissen und bis 1963 durch einen Neubau ersetzt. Ebenfalls 1963 siedelte sich das Deutsch-französische Jugendwerk (DFJW) in einem Gebäude an der Hauptstraße in Rhöndorf an.
Nach der kommunalen Neugliederung 1969 wurde aus dem aufgelösten Amt Königswinter-Land die Gemeinde Aegidienberg als neuer Stadtbezirk Bad Honnef zugeschlagen.
Einen Einschnitt brachte das Jahr 1983, in dem Bad Honnef den Titel „Heilbad“ verlor, der Zusatz „Bad“ im Stadtnamen aber behalten werden durfte.
1986 wurde das Seminaris-Hotel Bad Honnef als erster Baustein des Wandels zur Tagungs- und Kongressstadt eröffnet.
Anfang der 1990er-Jahre wurde der historische Kursaal für acht Millionen Mark von der Stadt renoviert, um dort Tagungen und gesellschaftliche Ereignisse stattfinden zu lassen. Des Weiteren wurde zu Beginn der 1990er-Jahre die Siebengebirgsbahn von der Straßen- zur Stadtbahn ausgebaut, verbunden damit war eine Takterhöhung und der fast vollständige Neubau aller drei im Stadtgebiet liegenden Haltestellen.
1996 wurde der Neubau des Katholisch-Sozialen Instituts am Rande Selhofs eröffnet, das 1999 zum Medienkompetenzzentrum der Erzdiozöse Köln ausgebaut wurde.
1998 wurde das über 20 Millionen Mark teure Avendi-Hotel als weiterem Baustein des Wandels zur Tagungs- und Kongressstadt eröffnet.
Bis Ende der 1990er-Jahre entstand im Honnefer Süden ein zweites Gewerbegebiet und ein neues Versorgungszentrum um den „Hit“-Markt herum.
1999 kam es zur Gründung des Logistik-Unternehmens TX Logistik AG, das in der Bad Honnefer Zentrale mittlerweile 65 Mitarbeiter beschäftigt und 2001 an der Rhöndorfer Straße neuerrichtete Verwaltungsgebäude bezog.
2000 wurde im „Feuerschlösschen“ die Internationale Fachhochschule Bad Honnef-Bonn eröffnet, deren Schwerpunkt im Touristikbereich liegt. Die Fachhochschule, die seit ihrer Gründung rasant gewachsen ist und 2001 auf das ehemalige St. Anno-Gelände umzog, sollen mittelfristig 1.500 Studenten ausgebildet werden. Das immer noch anwachsende Gelände auf der ehemaligen St. Anno-Handelsschule war für Bad Honnef das wichtigste Projekt im Rahmen der „Vereinbarung über die Ausgleichsmaßnahmen für die Region Bonn“ (deren Grundlage das Berlin/Bonn-Gesetz schuf), die für den Umzug von Teilen der Bundesregierung nach Berlin vorsieht, dass die Region unter anderem zum Standort international tätiger Wissenschaftsinstitutionen ausgebaut werden soll. Eine weitere vom Bund geförderte Maßnahme war die grundlegende Modernisierung der Selhofer Jugendherberge.
Im Mai 2000 wurde Bad Honnef vom Regierungspräsidenten Jürgen Roters der Titel „Erholungsort mit Kurmittelbetrieb“ verliehen. Er soll Bad Honnef als Gesundheitsstandort stärken. Im selben Monat wurde das für 4,5 Millionen Mark modernisierte Freibad auf der Insel Grafenwerth eröffnet.
Ende 2000 verließ das Deutsch-Französische Jugendwerk sein bisheriges Domizil in Rhöndorf, um nach Paris und Berlin umzuziehen.
Ebenfalls am Ende dieses Jahres wurden das Hotel Avendi, der renovierte Kursaal, das Seminaris-Tagungshotel und ein Wellnesshotel zum Kongresspark Bad Honnef zusammengefasst. Im März des Jahres wurde mit dem Gewerbegebiet Rottbitze das dritte dieser Art eröffnet, dessen Infrastruktur bis Ende 2002 vollständig fertiggestellt wurde. Seitdem haben sich im ca. 140.000 Quadratmeter großen Gelände dort zahlreiche Firmen niedergelassen, über 20 Millionen Euro investiert und ungefähr 300 Arbeitsplätze geschaffen. Unweit des neuen Gewerbegebietes in Rottbitze entwickelte sich bis 2005 ein neues Versorgungszentrum unter anderem mit mehreren Tankstellen und Discountern.
Am 1. Juli 2002 erschien nach 121 Jahren die letzte Ausgabe der Honnefer Volkszeitung (HVZ), die bis zuletzt kleinste Tageszeitung in Deutschland. Als Reaktion darauf gründete der Leiter einer Kommunikationsagentur die Honnefer Sonntagszeitung (HSZ), die am 18. August erstmals gedruckt wurde. Sie war von Beginn an die kleinste Sonntagszeitung in Deutschland. Die Honnefer Volkszeitung wurde vollständig in den Bonner General-Anzeiger integriert, die das bisherige Blatt mit Archiv und Gebäuden übernahm und es seitdem als Lokalausgabe für den Siebengebirgsraum und den nördlichen Kreis Neuwied verwendet. Der General-Anzeiger hatte die HVZ bereits 1989 für vier Millionen Mark gekauft. Durch die Beibehaltung der HVZ und Neugründung der HSZ berichten seit Mitte 2002 zwei Zeitungen vom Bad Honnefer Lokalgeschehen.
Entstanden ist der Name wahrscheinlich aus den Silben „hohn“ und „höhnchen“. Ersteres könnte von verschiedenen Ortsnamensendungen des Westerwaldes, die ähnlich hießen („han“, „hahn“, „hohn“, „hagen“) abgestammt sein, „Am höhnchen“ hieß ein Waldbezirk. Honnef war deshalb wahrscheinlich der Name für ein Walddorf. Früher nahm man unter anderem an, der Stadtname hätte seine Ursprünge im keltischen „on“ (hon=Fels) und der Name würde demnach „Gut vor dem Felsen“ bedeuten. Andere Versionen führen den Namen auf einen Bach zurück oder dem „Hofe des Hunno“, der im Mittelalter der damaligen Honschaft vorstand.
Die zukünftige Entwicklung wird von der Verwirklichung des Bauprojekts Selhof-Süd und von der Ausweisung neuer Bebauungsgebiete in der Berglage abhängen, da in der Tallage entweder kaum noch freie, bebaubare Flächen vorhanden sind oder eine Bebauung aus anderen Gründen wie dem Naturschutz nicht erfolgen kann.
Da Bad Honnef sich im „Speckgürtel“ der stark wachsenden Region um die Bundesstadt Bonn herum befindet, kann von einem weiteren Einwohnerwachstum ausgegangen werden, wenn wieder große Flächen wie in Selhof-Süd möglich als Bauland ausgewiesen werden, ansonsten prognostiziert die Bertelsmann-Stiftung eine im Vergleich zur Region überdurchschnittlich stark alternde Bevölkerung. Allerdings hatte Bad Honnef schon immer ein überhöhtes Durchschnittsalter, was auf die große Anzahl von Seniorenresidenzen zurückzuführen ist.
2000 wurde Bad Honnef zur mittleren kreisangehörigen Stadt, da es die dafür vorgesehene 25.000-Grenze überschritt.
(jeweils zum 31. Dezember, 2005 30. September)
| Jahr | Einwohner | 1975 | 20.903 | 1980 | 20.907 | 1985 | 20.467 | 1990 | 22.577 | 1995 | 24.462 | 2000 | 25.004 | 2005 | 25.329 |
(Stand: Kommunalwahl am 26. September 2004)
| Zeitraum | Bürgermeister | 1861-1877 | Clemens Joseph Adams | 1877–1889 | Aloys Hubert Schumacher | 1889–1907 | Theodor Waechter | 1907–1919 | Peter Joseph Brenig | 1919–1929 | Dr. Albert Berns | 1929–1933 | Dr. Alfred von Reumont | 1933–1934 | Heinrich Behr | 1934–1935 | kom. von Wittich | 1935–1945 | Johannes „Hans“ Schloemer | 1944-1945 | Paul Wilhelm Müller | 1945–1946 | Heinrich Goertz | 1946–1949 | Jakob Mölbert | 1949–1952 | Peter Rustemeyer | 1952–1962 | Jakob Mölbert | 1972–1982 | Franz Joseph Kayser | 1964–1972 | Jakob Mölbert | 1972–1982 | Franz Joseph Kayser | 1982–1990 | Werner Osterbrink | 1990–1999 | Franz Joseph Kayser | 1999–2004 | Peter Brassel | seit 2004 | Wally Feiden |
Bad_Honnef_ABB_Transformatoren.JPG]]
Eine wichtige Einrichtung ist die Vorbereitungsstätte für Entwicklungszusammenarbeit (V-EZ) der InWEnt (größte deutsche Entwicklungshilfeorganisation; früher Deutsche Stiftung für Internationale Entwicklung) im „Uhlhof“ direkt an der Grenze zu Rheinbreitbach, in der Führungskräfte aus Politik und Wirtschaft für ihren Einsatz in Entwicklungs- und Schwellenländer vorbereitet werden. Da ein Teilbereich des von Berlin nach Bonn umgezogenen Deutschen Entwicklungsdienstes mit InWEnt fusioniert hat, müsste im „Uhlhof“ ein Erweiterungsbau errichtet werden. Da das Gebäude aber dem Land Nordrhein-Westfalen gehört, soll die V-EZ bis Mitte 2009 in ein bundeseigenes Gebäude im Bonner Stadtteil Ippendorf verlegt werden, wogegen die Bürgermeisterin und der Rhein-Sieg-Kreis angehen wollen. V-EZ_InWEnt.JPG
Die dichte Besiedlung der Tallage hat dazu geführt, dass dort für die expandierenden Unternehmen in der Region Bonn Rhein-Sieg immer weniger Platz zur Verfügung steht. Im Gewerbegebiet Lohfeld und im neueren Gewerbegebiet Bad Honnef-Süd gibt es kaum noch freie Grundstücke. Daher müssen viele Unternehmen für Ihre Neuansiedlung bzw. Erweiterung auf die Berglage in Aegidienberg zurückgreifen. Insbesondere in Aegidienberg-Rottbitze führt dies auch aufgrund der Lage direkt an der A 3 zu umfangreichen Gewerbe- und Industrieansiedlungen. Die Ausweisung weiterer Ansiedlungsflächen ist in Planung.
Die allgemeine Wirtschaftsdynamik ist wie in der gesamten Wirtschaftsregion Bonn/Rhein-Sieg (mit Landkreis Ahrweiler und nördl. Landkreis Neuwied) überdurchschnittlich gut, allerdings wächst die Wirtschaft seit Jahren weniger stark als in anderen Städten und Gemeinden der Region, was überwiegend damit zusammenhängt, dass zu wenig Industrie- und Gewerbegebiete vorhanden sind.
Landesumweltamt_Nordrhein-Westfalen.JPG Die meisten Indikatoren wie Bruttoinlandsprodukt, Gewerbeanmeldungen, sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze sowie Bevölkerungswachtum zeigen in die positive Richtung. Eine geförderte Ausgleichs-Maßnahme zum Umzug von Teilen der Bundesregierung nach Berlin war die Errichtung einer internationalen Tourismus-Fachhochschule. Außerdem ist die Region um die Bundesstadt Bonn nach wie vor stark durch den Bund geprägt, da die Mehrzahl der ministeriellen Arbeitsplätze in Bonn verblieben ist, 20 Bundesbehörden nach Bonn umgezogen sind und Bonn Standort zahlreicher internationaler Organisationen ist.
Bad Honnef verfügt mit einer durchschnittlichen Kaufkraft von 43.945,10 Euro (KKZ 120,7) über die zweithöchste Kaufkraft im Rhein-Sieg-Kreis und der Anteil der Vermögensmillionäre ist im Landesvergleich nur in Meerbusch bei Düsseldorf höher.
Bad Honnefer Mineralbrunnen GmbH.JPG
Physikzentrum Bad Honnef.JPG (betreibt das Physikzentrum Bad Honnef), der Elly Hölterhoff-Böcking-Stiftung und der Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte e. V.]]
Des Weiteren gibt es seit 1981 in Lohfeld die Wasserkontrollstation Bad Honnef des Landesumweltamtes NRW, die unter anderem die Wasserqualität an der Landesgrenze zu Rheinland-Pfalz überwacht und bedeutende Untersuchungen vornimmt.
B_42_Bad_Honnef.JPG und B 42]]
Das Brückenbauwerk Honnefer Kreuz der Anschlussstelle Bad Honnef mit sowohl regionaler (Zufahrt Stadtmitte, Lohfeld, Endhaltestelle Stadtbahn, Insel Grafenwerth) als auch überregionaler Bedeutung (Zufahrt zur A 3) wird zurzeit saniert und umgestaltet. Dabei entstehen teilweise großflächige Umleitungen. Nach abgeschlossenem Umbau (2007) wird eine völlig neue Verkehrsführung mit einer verlegten Abfahrt entstanden sein.
Insgesamt führen durch Bad Honnef 5,2 Kilometer Bundesautobahnen, 5,5 Kilometer Bundesstraßen, 24,7 Kilometer Landesstraßen sowie 9,1 Kilometer Kreisstraßen. Insgesamt führen durch die Stadt 44,5 Kilometer Straßen des überörtlichen Verkehrs.
Bedeutung für den innerstädtischen Verkehr hat die Rheinfähre Bad Honnef–Rolandseck in Lohfeld.
Die Stadt ist durch die im 20-Minuten-Takt verkehrende, in Bad Honnef beginnende und direkt am Rhein verlaufende Siebengebirgsbahn der Stadtbahnlinie 66 („Telekom-Express“) der SSB mit Königswinter, der Bundesstadt Bonn sowie Sankt Augustin und Siegburg verbunden. Das zur Bonner Stadtbahn gehörende Netz umfasst dabei drei Haltestellen auf Stadtgebiet: Bad Honnef, Bad Honnef Am Spitzenbach und Rhöndorf.
In Bad Honnef existieren drei Buslinien. Alle werden vom Verkehrsunternehmen Martin Becker betrieben, es gelten die Tarife des Verkehrsverbund Rhein-Sieg, der Bad Honnef bedient.
Die Linie 565 führt vom Linzer Bahnhof zur Endhaltestelle der Stadtbahn in Bad Honnef. Dabei liegen Haltepunkte in Rheinbreitbach, Unkel und Erpel.
Die Linie 560 führt von der Bad Honnefer Stadtbahn-Endhaltestelle in den Königswinterer bergseitigen Stadtteil Oberpleis.
Die Linie 562 führt vom Asbacher Markt zur Endhaltestelle der Stadtbahn in Bad Honnef.
Katholisch-Soziales_Institut_Bad_Honnef.JPG
Des Weiteren gibt es auf der zu Remagen gehörenden Rheininsel Nonnenwerth ein privates Gymnasium, das zu einem Großteil von Bad Honnefer Schülern besucht wird. Die Insel ist über eine Fähre von der Insel Grafenwerth zu erreichen.
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