| Wappen | Karte | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Wappen_Bad_Ems.png | Karte_Bad_Ems_in_Deutschland.png | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Basisdaten | bgcolor="#FFFFFF" | Bundesland: | Rheinland-Pfalz | bgcolor="#FFFFFF" | Landkreis: | Rhein-Lahn-Kreis | bgcolor="#FFFFFF" | Verbandsgemeinde: | Bad Ems | bgcolor="#FFFFFF" | Geografische Lage: | bgcolor="#FFFFFF" | Höhe: | 100 m ü. NN | bgcolor="#FFFFFF" | Fläche: | 15,36 km² | bgcolor="#FFFFFF" | Einwohner: | 9.452 (30. Juni 2005) | bgcolor="#FFFFFF" | Bevölkerungsdichte: | 615 Einwohner je km² | bgcolor="#FFFFFF" | Postleitzahl: | 56130 | bgcolor="#FFFFFF" | Vorwahl: | 02603 | bgcolor="#FFFFFF" | Kfz-Kennzeichen: | EMS | bgcolor="#FFFFFF" | Gemeindeschlüssel: | 07 1 41 006 | bgcolor="#FFFFFF" | bgcolor="#FFFFFF" | Adresse der Stadtverwaltung: | Bleichstraße 1 56130 Bad Ems | bgcolor="#FFFFFF" | Website: | www.bad-ems.de | ||
| Politik | bgcolor="#FFFFFF" | Bürgermeister: | Ottmar Canz (CDU) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Bad Ems ist die Kreisstadt des Rhein-Lahn-Kreises und ein bekannter Badeort an der unteren Lahn.
Im 17./18. Jahrhundert galt die Stadt als einer der berühmtesten Badeorte Deutschlands. Seine Glanzzeit erlebte der Ort im 19. Jahrhundert als Weltbad und Sommerresidenz zahlreicher europäischer Monarchen und Künstler, u.a. Kaiser Wilhelm I., die Zaren Nikolaus I. und Alexander II. von Russland, Richard Wagner, Wassili Wereschtschagin, etc.
Im römischen Zeitraum besaß Bad Ems im heutigen Innenstadtbereich ein Limeskastell, von dem allerdings nichts mehr erhalten ist. Dagegen finden sich in den Wäldern um die Stadt herum noch sehr deutliche Spuren der ehemaligen römischen Grenzanlage.
Im Mainzer Haus auf der damals kurmainzischen, linken, Lahnseite tagte 1786 der Emser Kongreß der geistlichen Kurfürsten und verabschiedete die sog. Punktation.
Die Veröffentlichung der "Emser Depesche", einer scharfen Zurückweisung der Forderung des französischen Gesandten an den preußischen König Wilhelm I. nach einer Garantie, dass das Haus Hohenzollern für alle Zeiten auf eine Kandidatur für den spanischen Thron verzichte, trug zum Ausbruch des deutsch-französischen Krieges von 1870/ 71 bei, der zur Gründung des Deutschen Reiches führte. Des weiteren wurde in Bad Ems im Jahre 1876 von Zar Alexander II im Haus Vier Türme der Emser Erlass unterzeichnet. Der Erlass verbot den Gebrauch der ukrainischen Sprache unter Strafe. Heute erinnert ein Mahnmal an besagter Stätte an das historische Ereignis.
BadEmsPbSiWerk.jpg | Bad-ems-rhein-1900.jpg | Bad-ems-um-1900.jpg Im 19. und 20. Jahrhundert war der heutige Kurort auch durch einen bedeutenden Erzbergbau geprägt. Der Schwerpunkt der Förderung lag auf den Metallen Blei, Silber, Zink und Kupfer. Seit römischer Zeit bis in das Mittelalter hinein gab es schon eine Erzgewinnung im Tagebau, von dem heute noch zahlreiche Pingen am Blöskopf zeugen. Im Laufe der Zeit ging man zum Untertageabbau mit Stollen und Schächten über. Erstmals urkundlich erwähnt ist der Bergbau in einer Urkunde aus dem Jahr 1158, der bis in das 18. Jahrhundert hinein mit großen Unterbrechungen fortgeführt wurde. Das Zeitalter der Industrialisierung führte zu einem umfangreichen Ausbau des Betriebes, der ab 1871 als "Emser Blei- und Silberwerk AG" firmierte. 1909 wurde das Unternehmen von der späteren "Stolberger Zink AG" übernommen und bis zum kriegsbedingten Ende 1945 als Bergwerk weitergeführt. Nach dem Zweiten Weltkrieg kam es nicht mehr zu einer Wiederaufnahme der Förderung. Bis 1959 wurden in der Zentralaufbereitung Silberau noch Haldenbestände sowie Fremderz geschieden. Das Bergwerk ist bekannt unter der Sammelbezeichnung „Mercur“, dem folgende Einzelgruben angehörten: Malberg, Bergmannstrost (Lindenbach), Neuhoffnung, Fahnenberg, Pfingstwiese (von dort stammen die "Emser Tönnchen"), Betriebspunkt Tollgraben. Zum Unternehmen gehörte u. a. auch die Arzbacher Grube Silberkaute sowie die Braubacher Grube Rosenberg mit dem Betriebspunkt Königsstiel.
Die Stadt ist Sitz des Statistischen Landesamts Rheinland-Pfalz, des Landesbetriebs für Daten und Information, bis Ende der 1960er Jahre Sitz des Oberbergamts für Rheinland-Pfalz, der Kreisverwaltung des Rhein-Lahn-Kreises sowie zahlreicher mittlerer Kommunalbehörden.
Bad Ems ist die Heimatstadt des Bundestagsabgeordneten Josef Philip Winkler (Bündnis 90/Die Grünen).
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