| Wappen | Karte |
|---|---|
| Wappen_Bad Dürkheim.jpg | Karte_bad_duerkheim_in_deutschland.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Rheinland-Pfalz |
| Landkreis: | Bad Dürkheim |
| Geografische Lage: | 49° 27' 35" N, 8° 10' 6" O |
| Fläche: | 102 km² |
| Einwohner: | 20.021 (31. Dezember 2003) |
| Bevölkerungsdichte: | 196 Einwohner je km² |
| Postleitzahl: | 67098 |
| Vorwahl: | 06322 |
| Kfz-Kennzeichen: | DÜW |
| Gemeindeschlüssel: | 07 3 32 002 |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Mannheimer Str. 24 67098 Bad Dürkheim |
| Website: | www.bad-duerkheim.de |
| Politik | |
| Bürgermeister: | Wolfgang Lutz (CDU) |
Am 1. Juni 778 geschah die erste urkundliche Erwähnung des Ortes im Lorscher Codex als „Turnesheim“, in einem Lehnsbrief des Bischofs von Speyer aus dem Jahr 946 ist von „Thuringeheim“ die Rede. Um 1025 wurde der Bau der Abtei Limburg begonnen, die heute als Klosterruine erhalten ist.
Die am 1. Januar 1360 verliehenen Stadtrechte wurden Dürkheim 1471 wieder entzogen, nachdem Kurfürst Friedrich der Siegreiche von der Pfalz den Ort erobert und und beträchtliche Zerstörungen angerichtet hatte. Nach dem langsamen Wiederaufbau ging Dürkheim 1554 an die Leininger Grafen. Limburg.jpg]] Im Jahre 1689 wurde der Ort fast vollständig zerstört, als die Truppen Frankreichs im Pfälzischen Erbfolgekrieg die Kurpfalz niederbrannten. Diesmal erfolgte der Wiederaufbau zügiger, sodass Graf Johann Friedrich von Leiningen bereits 1700 erneut die Stadtrechte vergab.
Am Ende des 18. Jahrhunderts, als die Französische Revolution nach Südwestdeutschland ausgriff, wurde Dürkheim Teil des französischen Départements Donnersberg. Nach den Napoleonischen Kriegen gelangte es 1816 mit der linksrheinischen Kurpfalz an das Königreich Bayern.
Wegen seiner sieben Heilquellen erhielt Dürkheim 1847 den Zusatz „Solbad“, 1904 durfte es sich in „Bad Dürkheim“ umbenennen. 1913 wurde die Rhein-Haardtbahn eröffnet, die Bad Dürkheim mit Ludwigshafen und Mannheim verbindet.
Bei der rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform 1969 wurde Bad Dürkheim, vorher zum Landkreis Neustadt an der Weinstraße gehörend, Verwaltungssitz des neu geschaffenen Landkreises Bad Dürkheim und lag im zugleich neu gebildeten Regierungsbezirk Rheinhessen-Pfalz, der bis 2000 Bestand hatte.
Sitzverteilung (Wahl vom 13. Juni 2004):
CDU 43,6% (+0,7) - 14 Sitze (=)
SPD 28,6% (-8,7) - 9 Sitze (-3)
FWG 8,9% (+0,9) - 3 Sitze (+1)
Grüne 7,4% (+2,3) - 2 Sitze (=)
FDP 6,1% (-0,7) - 2 Sitze (-1)
REP 5,4% (+5,4) - 2 Sitze (+2)
Am Rand des Pfälzer Waldes liegt die Klosterabtei Limburg, die im 9. Jahrhundert von den salischen Herzögen aus Worms auf dem "Linthberg" als Festung errichtet wurde. Im 11. Jahrhundert wurde die Festung zu einem Kloster mit Basilika umgebaut. Die Stadt Bad Dürkheim schreibt in dreijährigem Turnus den Limburg-Preis aus, der nach der Klosterruine benannt ist.
Daneben gibt es oberhalb des gleichnamigen Ortsteils die Burgruine Hardenburg, die seit dem 13. Jahrhundert Sitz der Grafen von Leiningen war, in ihrer jetzigen Form aber erst im 16. Jahrhundert erbaut wurde.
Auch die Dürkheimer Spielbank, untergebracht im Kurhaus, lädt zur Besichtigung ein. Einmal jährlich im August wird im Kurpark im Rahmen der „Kurparkgala“ das größte Roulette der Welt mit einer fußballgroßen Kugel aufgebaut. BadDuerkheimKurpark.jpg Das Pfalzmuseum für Naturkunde – POLLICHIA-Museum Bad Dürkheim am Herzogweiher im Stadtteil Grethen - informiert über die Geologie der Pfalz, die heimische Tier- und Pflanzenwelt, über ökologische Zusammenhänge in der Natur, über das Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen sowie über viele verschiedene Naturschutzthemen. Es beherbergt außerdem die landesweit bedeutsamen Sammlungen der Pollichia, des Vereins für Naturforschung und Landespflege e.V. (gegr. 1840).
Hauptwirtschaftszweig in Bad Dürkheim ist der Weinbau. Daneben spielen Tourismus und Gesundheit eine große Rolle. Bad Dürkheim ist einer der wenigen Orte in Deutschland, in denen noch ein Gradierwerk in Betrieb ist; zudem sind in der Stadt einige Kurkliniken angesiedelt. Im Bereich der mittelständischen Wirtschaft sind Papier- und Holzindustrie sowie unterschiedliche Technologieunternehmen vertreten.
Bis 1981 wurde in Bad Dürkheim eine Gondelbahn betrieben, die vom Wurstmarktgelände auf den Teufelsstein führte. Seit 2005 wird die Wiedereinrichtung von der Stadt vorbereitet.
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