| Bacillus thuringiensis | ||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Domäne: | Bakterien |
| : | Firmicutes |
| : | Bacilli |
| : | Bacillales |
| : | Bacillaceae |
| : | Bacillus |
| : | Bacillus thuringiensis |
Bacillus thuringiensis ist ein im Boden lebendes Bakterium, das aber auch in den Raupen einiger Schmetterlinge und auf Pflanzen vorkommt. Es wurde 1901 in Japan entdeckt und 1911 von Ernst Berliner in Deutschland (er entdeckte eine Krankheit namens „Schlaffsucht“ bei Raupen). Es scheint, dass es bei B. thuringiensis um die selbe Art wie Bacillus cereus und Bacillus anthracis handelt; und diese drei sich nur in den Plasmiden unterscheiden. Wie alle anderen Bacillus-Arten sind sie aerob und bilden Endosporen.
Bacillus thuringiensis produziert ein Gift (Bt-Toxin), das tödlich für die Larven von Insekten der Ordnungen Coleoptera, Lepidoptera und Diptera ist, aber harmlos für andere Lebewesen. Deshalb werden die Sporen von Bacillus thuringiensis im auch ökologischen Landbau als Pflanzenschutzmittel eingesetzt. Dieses Mittel wird in Frankreich seit 1938, in den USA seit 1950 eingesetzt. Heute werden verschiedene Unterarten gegen verschiedene Insekten eingesetzt; so ist zum Beispiel Bacillus thuringiensis israelensis wirksam gegen Moskito-Larven. Andere eingestzte Unterarten sind Bacillus thuringiensis kurstaki, Bacillus thuringiensis aizawa, Bacillus thuringiensis san diego, und Bacillus thuringiensis tenebrionis.
Gene von Bacillus thuringiensis wurden Pflanzen mittels Gentechik eingebaut, sodass sie Gifte gegen Insekten entwickeln. Gentechnisch veränderte Baumwolle (Bt-cotton) wird in den USA, in Indien, in China und in Australien angebaut, und Mais (Bt-Mais) in den USA und in Kanada. Dagegen gibt es Bedenken, wegen den negativen Auswirkungen auf den Monarchfalter und weil Insekten gegen dieses Gift Resistenzen entwickeln können.
Archaeen und Bakterien | Pflanzenschutz
Bacillus thuringiensis | Bacillus thuringiensis | Bacillus thuringiensis | Bacillus thuringiensis
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