Bacharuddin Jusuf Habibie (* 25. Juni 1936 in Pare-Pare auf Sulawesi, Indonesien) ist ein indonesischer Politiker, Präsident 1998 bis 1999.
Habibie war schon als Jugendlicher mit dem späteren Präsidenten Suharto bekannt. 1954 ging er mit einem Stipendium nach Deutschland und studierte an der RWTH Aachen Luft- und Raumfahrttechnik mit Abschluß als Dipl.-Ing. 1960; er promovierte an gleicher Stelle 1965 mit der Auszeichnung "summa cum laude". Im Anschluß an seine Hochschultätigkeit wechselte er zu Messerschmitt-Bölkow-Blohm stieg dort bis zum Vizegeneraldirektor auf.
Nach seiner 1974 erfolgten Rückkehr nach Indonesien wurde er 1978 von Suharto zum Staatsminister für Forschung und Technologie ernannt und war in dieser Funktion dessen Stellvertreter. Bereits vor seiner Tätigkeit als Minister war er durch Abstammung "Häuptling" seines Heimatstammes/-region. Am 10. März 1998 wurde er Vizepräsident und nach Suhartos Rücktritt am 21. Mai 1998 dritter Präsident von Indonesien seit der Unabhängigkeit.
Habibie hatte im Volk und in der Armee nur wenig Rückhalt. Halbherzige Reformversuche - unter anderem ließ er freie Gewerkschaften und freie Wahlen zu - steigerten seine Popularität nicht. So verzichtete er freiwillig 1999 auf eine erneute Kandidatur. Als sein Nachfolger wurde Abdurrahman Wahid gewählt.
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