Zentrales Ziel des BaBar-Experiments ist die Verifikation der CP-Verletzung im System neutraler B-Mesonen, wie sie vom Standardmodell der Teilchenphysik vorhergesagt wird. Die BaBar-Kolaboration besteht aus mehr als 600 Physikern aus 24 Ländern. Zusammen im dem PEP-II Elektron-Positron-Speicherring ist der BaBar-Detektor eine B-Fabrik am Stanford Linear Accelerator Center (SLAC), Stanford, CA, USA.
Zusammen mit dem Konkurenzexperiment Belle am KEK in Japan ist es schon nach kurzer Anlaufzeit im Sommer 2002 gelungen CP-Verletzung im System neutraler B-Mesonen nachzuweisen. Bis heute (Aug 2005) ist kein Widerspruch zu den Vorhersagen des Standardmodells gefunden worden. CP-Verletzung wurde das erste (und vor BaBar einzige) mal im System neutraler Kaonen nachgewiesen.
Der BaBar-Detektor ist ein (fast) 4π-Teilchendetektor mit typischem Schalenaufbau. Ein Silizium-Vertex-Tracker im Inneren sorgt für eine Vertexauflösung von besser als 60μm. Eine Vieldraht-Driftkammer rekonstruiert Impulse geladener Teilchen. Eine Besonderheit ist ein Abbildender Cherenkov-Detektor mit neuartigem Design, weches sehr wenig Material im aktiven Bereich des Detektors benötigt. Pionen und Kaonen können so sehr effizient in allen Impulsbereichen voneinander unterschieden werden. Weiter außen rekonstruiert ein CsI(Tl)-Kalorimeter die Energien von neutralen Teilchen. Umschlossen wird der Detektor von Muon-Kammern. Eine weitere Besonderheit der B-Fabrik ist die asymmetrische Energie der beiden Elektron- (9.1 GeV) und Positron-Strahlen (3.4GeV) die im Inneren des Detektors zur Kollision gebracht werden. Die Folge, das Schwerpunktsystem bewegt sich relativ zum Detektor. Hierdurch wird die Rekonstruktion von B-Zerfallsvertizes erst möglich.