| Bo-105.jpg Bo 105 im Deutschen Museum | |
|---|---|
| Daten & Fakten | |
| Hersteller: | MBB, später Vertrieb durch Eurocopter |
| Typ: | Leichter Mehrzweckhubschrauber |
| Nutzung: | zivil + militärisch |
Die Bo 105 ist ein leichter zweimotoriger Mehrzweck-Hubschrauber aus Deutschland. Entwickelt wurde er ab 1961 durch Dr. Ludwig Bölkow und Emil Weiland.
Als erster Hubschrauber weltweit besaß die Bo 105 einen Hauptrotor mit starrem Rotorkopf ohne Schlag- und Schwenkgelenke. Ermöglicht wurde dies, indem man Glasfaser-verstärkten Kunststoff (GFK) für die Rotorblätter verwendete - das Ergebnis, der Bölkow-Rotor, war ein leichter, aber sehr stabiler Rotor mit guten aerodynamischen Eigenschaften. Neue Werkstoffe und Konstruktion des Rotorkopfes machten dies möglich. Die Bo 105 gilt als der erste Hubschraubertyp, der in der Lage war einen Looping zu fliegen. Der Prototyp der Bo 105 mit dem neuen Rotor flog erstmals am 16. Februar 1967. Obwohl man zunächst mit Turbinen aus deutscher Fertigung experimentierte, entschied man sich in der Serienfertigung für das Allison 250-Wellentriebwerk, das eine Entwicklung der Detroit Diesel Allison Division (DDA) der General Motors Company war.
| Bo 105 PAH.jpg |
Mit der Bo 105 wurde ab den 1970er Jahren das deutsche Luftrettungsnetz aufgezogen. Im Vergleich zu anderen Hubschraubern der damaligen Zeit hatte die Bo 105 einen recht geräumigen Innenraum, in dem die medizinische Ausrüstung und ein Patient liegend transportiert werden konnten. Nachteilig ist, dass durch die Raumverhältnisse die Beine des Patienten während des Fluges nicht zugänglich sind. Das neue Modell CBS-5 kam für den Bundesgrenzschutz und den ADAC, die die Hubschrauber und Piloten der Luftrettung stellen, gerade recht, um hier mit seiner vergrößerten Kabine etwas Linderung zu leisten und Platz für neue medizinische Geräte zu schaffen.
Die Bo 105 erfüllt nicht die Leistungsvorschriften der neuen EU-Richtlinie JAR-OPS 3 und darf ab 2009 nicht mehr für gewerblichen Betrieb (und damit auch nicht mehr für die Luftrettung) eingesetzt werden. Die ADAC Luftrettung hat deswegen die Bo 105 bis auf einen verbliebenen Standort (Stand Juli 2004) aus ihrem Standortnetz entfernt und ausnahmslos durch EC 135 ersetzt. Ähnliche Bestrebungen, die BO 105 durch geeignete leistungsfähigere Baumuster zu ersetzen, sind auch bei anderen Hubschrauber-Betreibern der Luftrettung und der kommerziellen Hubschrauberluftfahrt zu beobachten beziehungsweise zu erwarten.
b) Schulung c) Beobachtung und Erkundung d) Taktische Aufgaben
Im Rahmen der Truppenreduzierung wurde diese Version inzwischen ausgemustert und wurde von modifizierten Bo 105P-1A1 ersetzt. Nach Ausbau der Waffenanlage werden diese nun mit der Bezeichnung Bo 105P-1M für die Aufgaben der M-Variante eingesetzt. Die Bo 105 M fliegt noch immer bei der Heeresfliegertruppe in ihrem Einsatzspektrum und wurde nur teilweise durch Rückgerüstete PAH 1A1 ersetzt.
Die Variante Bo 105P-1A1 ist eine kampfwertgesteigerte Version des Bo 105P Panzerabwehrhubschrauber.
Siehe auch: Liste der Hubschrauber | Hubschraubertyp | Luftfahrzeuge der Bundeswehr | Bölkow Bo 105 | Bo 105 | Bölkow Bo 105
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"Bölkow Bo 105".
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