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Die BK350 (Kurzbezeichnung für "Boxer-Kardan" und 350 cm³ Hubraum) ist ein Motorradmodell der VEB Motorradwerke Zschopau (MZ), die von 1953 bis 1959, anfangs noch unter der Bezeichnung "IFA BK350", produziert wurde.

Die BK350 war die erste Neukonstruktion des ehemaligen Zschopauer DKW-Werkes nach Kriegsende und lief zu Anfang noch unter dem Namen des nun staatlichen DDR-Fahrzeugbauverbandes IFA vom Band.

Das Motorrad fällt durch sein ungewöhnliches Motorenkonzept auf: es wird durch einen Zweitakt-Boxermotor angetrieben; diese Bauform ist bis heute in keinem anderen Fahrzeug verwendet worden. Der Motor leistete maximal 15, später 17 PS bei 5000 U/min. Die Kraftübertragung zum Hinterrad erfolgt, anders als bei allen späteren MZ-Modellen, per Kardanwelle.

Die BK350 wurde ab 1956 nach und nach von der MZ ES abgelöst, die nichts mehr mit der BK gemein hatte.

Es gibt zwei Gründe, wieso das Konzept der BK fallen gelassen wurde:

Zum einen war man beim Staat der Auffassung, dass die Produktion eines großen Motorradmodells für ein Land genügen würde (auch die bei Simson gebaute AWO 425 musste aus diesem Grund eingestellt werden). Die BK war in der Herstellung deutlich aufwändiger und teurer als die zum Teil bereits parallel gebaute ES, weshalb letzterer dann der Vorzug gegeben wurde.

Zum anderen war der Motor noch nicht völlig ausgereift und erwies sich als recht störungsanfällig. Besonders die korrekte Einstellung der Vergaser stellte immer wieder ein Problem dar.

Weblinks


Motorradmodell | MZ

 

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