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Die Berliner Elektronenspeicherring-Gesellschaft für Synchrotronstrahlung m. b. H. (BESSY) ist eine Forschungseinrichtung in Berlin, die durch Bereitstellung von Synchrotronstrahlung Dienstleistungen für Wissenschaft und die Industrie erbringt. Die Betreibergesellschaft wurde 5. März 1979 zur Errichtung und Betrieb einer Elektronenspeicherringanlage gegründet.

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Der Kurzname BESSY ist besser bekannt als Eigenname des jeweils von der Gesellschaft errichteten und betriebenen Elektronenspeicherrings, gegenwärtig das BESSY II in Berlin-Adlershof.

BESSY I


Die 130 Millionen D-Mark teure Anlage BESSY I nahm am 19. Dezember 1981 ihren Betrieb am Breitenbachplatz in Berlin-Wilmersdorf auf. BESSY I hatte weitreichenden wissenschaftlichen Erfolg im Rahmen der Bereitstellung von Vakuum-Ultravioletter (VUV) und weicher Röntgenstrahlung (XUV). Die Anlage wurde 1999 aus Kostengründen zu Gunsten von BESSY II abgeschaltet. Große Teile der Anlage wurden 2001 abgebaut und als Teil eines UNESCO-Projektes nach Jordanien gebracht, wo diese im Rahmen des Sesame-Projekts (Synchrotronlight for Experimental Science and Applications in the Middle East) wieder Verwendung finden sollen.

In BESSY I wurden Elektronen mit einer Energie zwischen 200 und 800 Megaelektronenvolt erzeugt. Es hatte einen Umfang von ca. 60 Metern. Mit Hilfe von BESSY I wurden unter anderem die Spektrometer der Sonnensonde Soho und die Detektoren des Weltraumteleskops Chandra vermessen.

BESSY II


Die Erfolge führten zu einer steigenden Nachfrage, so dass der Beschluss für einen verbesserten Nachfolger, einer Hochbrillanz-Strahlungsquelle, gefasst wurde. Am 04. Juli 1994 wurde mit dem Bau von BESSY II in Berlin-Adlershof begonnen und es wurde am 04. September 1998 eingeweiht. Es bildet ein Kernelement der WISTA Wissenschaftsstadt. Das 200 Millionen D-Mark teure Projekt besteht aus einem Synchrotron mit einem Umfang von 96 Metern und einer Experimentierhalle mit Elektronenspeicherring mit einem Umfang von 240 Metern. Hier werden Elektronen mit einer Energie von maximal 1,9 Gigaelektronenvolt erzeugt.

Am 24. September 2004 wurde damit begonnen, in direkter Nachbarschaft das MLS (Metrology Light Source), auch bekannt als Willy-Wien-Laboratorium, ein PTB-Projekt, zu bauen. Dieses soll 2008 in Betrieb gehen und ähnliche Aufgaben wie BESSY I übernehmen. Das MLS hat einen Umfang von 48 Metern.

Die Forschung bei BESSY stand immer in freundschaftlicher Kooperation mit ähnlichen Projekten, insbesondere dem DESY in Hamburg. Diese Elektronenspeicherringe sind ein sehr kostspieliges Unterfangen und können nur durch nachhaltige Unterstützung öffentlicher Träger realisiert werden.

Siehe auch


Weblinks


  • http://www.bessy.de

Forschungszentrum | Wissenschaft (Berlin) | Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft

 

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