152.jpgDie 152 (gelegentlich auch als BB-152 für Baade/Bonin) ist das erste deutsche Passagierstrahlflugzeug. Hervorgegangen aus dem von ehemaligen Junkers Mitarbeitern in der Sowjetunion entwickelten zweistrahligen Bombenflugzeug (EF) 150, wurden ab 1958 drei Prototypen in Dresden fertig gestellt. Das Projekt des DDR-Flugzeugbaus, dessen Aushängeschild die 152 war, hatte vor allem unter ökonomischen Problemen zu leiden. Bei einem Testflug des ersten Prototyps am 4. März 1959 stürzte die Maschine in der Nähe von Ottendorf-Okrilla ab, wobei alle vier Insassen ums Leben kamen. Die Männer wurden in einer Gemeinschaftsgrabanlage auf dem Neuen Friedhof Klotzsche beigesetzt. Nach diesem Absturz geriet das Projekt immer mehr in Zeitverzug.
Insgesamt wurden drei Prototypen entworfen und fertig gestellt; der zweite Prototyp (152/II V4) wurde in der Luft, der dritte (152/II V5) dagegen nur noch am Boden erprobt. Der vierte Prototyp, Modell V4, absolvierte nie einen Probeflug. Die Serienproduktion lief 1961 an, musste aber im selben Jahr wieder eingestellt werden, da die Sowjetunion, geplanter Hauptabnehmer, kein Kaufinteresse signalisierte und auch Polen und die Tschechoslowakei keine Flugzeuge orderten. In den Werkshallen wurde daher nie ein vollständiges Flugzeug produziert.
Nachdem die UdSSR als anvisierter Hauptkunde keine Absichten zum Kauf der DDR-Flugzeuge mehr zeigte, wurde das Programm 1961 eingestellt. Das war auch das Ende des DDR-Flugzeugbaus.
Einer der Prototypen, von dem noch ein Rumpf vorhanden war, soll aber jetzt als Ausstellungsstück restauriert werden.
Siehe auch: Liste von Flugzeugtypen