Břeclav (deutsch Lundenburg) ist eine Stadt mit 25.716 Einwohnern (2005) in Tschechien. Sie liegt an der Grenze zu Niederösterreich an der Thaya, die nächste größere Stadt auf österreichischem Gebiet ist Hohenau an der March.
Seit der Bronzezeit (ca. 2000 v. Chr.) ist der Landstrich kontinuierlich besiedelt. Die wirtschaftliche Grundlage dafür bildeten Landwirtschaft und Viehzucht.
Als um 400 v. Chr. die Kelten Mitteleuropa besetzt hielten, führte es zur sprachlichen und kulturellen Assimilierung der ursprünglichen Bevölkerung in diesem Landstrich.
Um die Zeit nach Christi Geburt waren Quaden als Vorherrscher in diese Region gezogen.
Im 2.-3. Jhdt. n.Chr. weisen Funde auf eine germanische Besiedelung hin.
In der Nähe der heutige Siedlung "Na Valticke" und in Charvatská Nová Ves sind Ausgrabungen eines Römerlagers aus dem 2 Jhdt. n. Chr. nachweisbar.
Ab der Hälfte des 6. Jahrhunderts verließ der Großteil der germanischen Besiedler diese Region und wurde durch Slawen ersetzt. Diese lebten im patriarchalischem Familienverband. Landwirtschaft, Viehzucht und Jagd sicherten das Überleben.
Im 8. Jahrhundert kamen christliche Missionare, Händler und Handwerker. Die ersten schriftlichen Zeugnisse liegen vor. Die ersten gemauerten Gebäude entstehen. Im Zeitaltern des Großmährischen Reiches wurde eine Befestigung in Pohansko erbaut, die mit ihren 28 Hektar Ausdehnung zur größten mährischen Burgbefestigung zählt.
Durch Überfälle der magyarischen Reiterhorden im 10. Jahrhundert wird dieser Landstrich immer mehr verwaist.
1041 - Fürst Břetislav I. lässt den südmährischen Besiedlungsraum zur Grenzregion ausbauen.
1046 - die älteste Erwähnung über Břeclav „Bretyzlawe“ stammt aus einer mittelalterlichen Schenkungsurkunde
1222-1226 Břeclav wird Eigentum von Königin Konstanze von Ungarn, der Gemahlin von Ottokar I. Přemysl
1230 - Königin Konstanze lässt die ursprünglich holzbefestigte Burgbehausung durch Mauerstein ersetzen. Den Kern der neuen Burg bilden der Wohnturm und der Wehrgraben bei der Staré Dyje (Alten Thaya) zum Schutz gegen Österreich. Auf der so entstandenen Insel bildet sich ein Handwerkszentrum.
1384 - Markgraf Jobst von Mähren verkauft die Feste Břeclav den Gebrüdern Hanuš, Hartneid und an Georg von Lichtenstein.
1419, 10. März - König Wenzel IV. bestätigt der Familie Liechtenstein das Lehen auf Břeclav als Dank für ihre Beihilfe zur Befreiung aus seiner Gefangenschaft. Im Jahr 1880 hatte Břeclav 5681 Einwohner.
1945/46 wurde die überwiegend deutsche Bevölkerung aus ihrer Heimat vertrieben.
Apollo Tempel - nach den Plänen des Architekten Joseph Kornhäusel hat Franz Engel in den Jahren 1817-1819 auf dem Hügel des Mühlteiches (Mlýnský rybník) einen Pavillon mit Aussichtsterasse. Die künstlerische Ausgestaltung wurde vom Bildhauer Josef Klieber nach dem antiken Vorbild eines Apollo-Tempels errichtet. Der Tempel steht auf Anhöhe zum Badestrand des Mühlteiches (Mlýnský rybník, Apollo-Teich).
Břeclav | Břeclav | Břeclav | Břeclav | Břeclav | ブジェツラフ | Břeclav | Břeclav