| Wappen | Karte |
|---|---|
| WappenKaarst.jpg | Lage der Stadt Kaarst in Deutschland.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen |
| Regierungsbezirk: | Düsseldorf |
| Kreis: | Rhein-Kreis Neuss |
| Geografische Lage: | |
| Höhe: | 35–45 m ü. NN |
| Fläche: | 37,48 km² |
| Einwohner: | 42.193 (Juni 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 1.100 Einwohner je km² |
| Postleitzahlen: | 41564 |
| Vorwahlen: | 02131 |
| Kfz-Kennzeichen: | NE |
| Gemeindeschlüssel: | 05 1 62 016 |
| Stadtgliederung: | 5 Stadtteile |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Am Neumarkt 2 41564 Kaarst |
| Website: | www.kaarst.de |
| E-Mail-Adresse: | buergerbuero@kaarst.de |
| Politik | |
| Bürgermeister: | Franz-Josef Moormann (CDU) |
Der heutige Stadtteil Büttgen wurde 793 erstmalig urkundlich mit dem seinerzeitigen Namen Budica erwähnt, Kaarst tauchte 1218 als Carlesforst in Urkunden auf. Im Jahr 1591 wurde in Büttgen Jan von Werth geboren, der später als Reitergeneral Berühmtheit erlangte. Ein Überbleibsel aus der Eroberung der Franzosen von 1798 ist der heutige Nordkanal. Damals hatte Napoleon dem Nordkanal eine große wirtschaftliche Bedeutung als Wasserstraße zwischen Maas und Rhein zugedacht.
Mit Eröffnung der Bahnlinie Neuss-Viersen im Jahre 1877 begannen sich die ersten Gewerbebetriebe und kleineren Fabriken in Kaarst anzusiedeln und brachten den Einzug von gewerblichen Arbeitsplätzen in die bis dahin rein landwirtschaftlich geprägten Ortschaften.
1936 wurden die Orte Kaarst und Büttgen erstmalig zu einer Verwaltungseinheit zusammengefasst, bei der die Amtsverwaltung in das mit 4.400 Einwohnern größere Büttgen verlegt wurde. Kaarst hatte damals erst 2.600 Einwohner. Diese Verwaltungseinheit wurde später wieder aufgelöst.
Im zweiten Weltkrieg wurden in den heutigen Stadtteilen Holzbüttgen und Vorst erhebliche Teile zerstört. Die beiden Gemeinden Büttgen und Kaarst wurden weitgehend verschont und konnten so nach dem Krieg mehr als 1.000 Flüchtlinge aufnehmen.
Im Rahmen der großen Gebietsreformen der 1970er wurde die Gemeinde Kaarst am 1. Januar 1975 mit den Gemeinden Büttgen sowie Holzbüttgen, Vorst und Driesch zur Großgemeinde Kaarst zusammengelegt und hatte zur Gründung 33.500 Einwohner.
Am 1. Januar 1981 wurde Kaarst durch die Funktionalreform das Stadtrecht als mittlere kreisangehörige Stadt zugesprochen und hatte zu diesem Datum bereits 38.383 Einwohner.
Die ehemaligen Gemeinden sind heute im Stadtbild noch als Stadtteile vorhanden. Die Parteien unterhalten getrennte Ortsverbände und die Stadtverwaltung nutzt bis in die heutige Zeit sowohl ein Rathaus in Kaarst („Neue Mitte“, ab April 1995), sowie das nun sogenannte Technische Rathaus in Büttgen. Ämter wie das Bürgerbüro oder das Wahlamt sind aus diesem Grunde auf zwei Standorte verteilt. Aldegundis_Buetgen.jpg.jpg | Kaarst Martinus.jpg
| Kaarst | 23.525 |
| Büttgen | 6.408 |
| Driesch | 651 |
| Holzbüttgen | 5.984 |
| Vorst | 5.622 |
| Gesamt | 42.190 |
| CDU | 22 | 50,0 % |
| SPD | 8 | 18,1 % |
| B.90/Grüne | 5 | 11,4 % |
| FDP | 4 | 9,1 % |
| UWG | 4 | 9,1 % |
| Offensive D | 1 | 2,3 % |
Anstelle der Reiterfigur „Jan van Werth“ auf dem Wappen der Gemeinde Büttgen, findet dessen Wappenemblem „drei um einen Ring 2:1 gestellte Mühleisen“ Verwendung. Anstelle der Figur „St. Martin mit Pferd und Bettler“ auf dem Wappen der Gemeinde Kaarst befindet sich nun dessen Attribut „von einem Schwert geteilter Mantel“ auf dem Wappen der Stadt Kaarst wieder.
Das schwarze Balkenkreuz, das in beiden früheren Wappen enthalten war, wurde auch im neuen Wappen als Ausdruck der ursprünglichen landespolitischen Zugehörigkeit zur Landesherrschaft Köln weiter eingesetzt.
Das Logo besteht aus dem Schriftzug „kaarst*“ in blau sowie einem Slogan unter dem Logo in schwarz, der an den jeweiligen Anwendungsfall angepasst werden kann.
Der Rat der Stadt Kaarst ehrt Bürgerinnen und Bürger, die sich in besonderer Weise um das Wohl der Stadt verdient gemacht haben. Sie erhalten eine Ehrenmedaille in Feinsilber. 2004 wurde diese Auszeichnung an Armin Wünsche, Dr. Markus Koll. Egon Wilhelm Vossen, Wilhelm Peter Bayer, Karla Becker und Norberta Müller vergeben. Erstmalig in der Geschichte der Stadt Kaarst wurde der Titel des Ehrenbürgermeisters an Heinz Klever für seine lange außerordentliche Arbeit als Bürgermeister und stellvertretender Bürgermeister geehrt.
In Kaarst leben und wirken der Schriftsteller Ernst-Jürgen Dreyer und der Bildhauer Wilhelm Schiefer (* 1935). Im Stadtteil Büttgen sind die bekannten Sportpersönlichkeiten Hans-Hubert „Berti“ Vogts (ehemaliger Fußballprofi und Bundestrainer) und Florian Kehrmann (Handballprofi) aufgewachsen. Ebenso die Bahnrad-Olympiasieger Udo Hempel und Günther Schuhmacher, die auch heute noch in Büttgen, bzw. Vorst leben. Dem General des Dreißigjährigen Krieges Johann von Werth (1591-1652) wird der Geburtsort Büttgen zugeschrieben.
Kaarst bietet ein umfangreiches Sport- und Freizeitangebot mit vielen Sportstätten, die teilweise von der Stadt oder auch von den vielen Vereinen selbst unterhalten werden. Neben Turnhallen und Sportplätzen in allen Stadtteilen gibt es an dem ehemaligen Baggersee Kaarster See ein öffentliches Freibad und einen Segelclub (KSC-Kaarst). In Büttgen gibt es außerdem ein Hallenbad sowie mit dem „Sportforum Kaarst-Büttgen“ eine Großsporthalle (2.500 Sitzplätze in der größten Halle), die insbesondere als Radsporthalle von vielen National- und Olympiamannschaften als Trainingsstützpunkt genutzt wird. Mit den „Crash Eagles Kaarst“ hat die Stadt Kaarst einen Verein in der Skaterhockey-Bundesliga. Außerdem gibt es in Kaarst in jedem der fünf Stadtteile einen Fußballverein: Sport Gemeinschaft Kaarst, VfR Büttgen, Sportfreunde Vorst, Rakete Holzbüttgen und SV Germania Büttgen-Driesch.
Evangelisches Erwachsenenbildungswerk (Hrsg.): Vom Dorf zur Stadt Kaarst gestern und heute.Aurel Verlag, Wegberg 2005, ISBN 3-938759-01-1 Stadt Kaarst (Hrsg.): "Geschichte in Bildern 1890 - 1990" Band 1 erstellt vom Arbeitskreises Stadtgeschichte. Zu bestellen über: Stadt Kaarst, Stadtarchiv, Am Neumarkt 2, 41564 Kaarst, Tel.: 02131-987245, Herr Brinkmann.