Der Bürokratieansatz von Max Weber beschreibt die Funktionsweise von Großorganisationen und untersucht die Bürokratie als Organisationstyp in modernen Industriegesellschaften. Er zählt zu den klassischen Organisationstheorien. Hierbei ist berücksichtigen, daß zu Zeiten Webers eine andere Sichtweise auf Bürokratien herrschte, als in der heutigen Gesellschaft und Wissenschaft. Weber sah insbesondere den pünktlichen, ordentlichen Beamten, der pflichtbewusst seine Aufgabe für den Staat erfüllt und somit zur Existenzgrundlage des Staates beiträgt. Im Hintergrund steht hier das preußische Bild des staatlichen Beamten. Hieraus lässt sich zum Teil auch erklären, warum heute noch Beamte - beispielsweise in Deutschland - bestimmte Privilegien genießen. Heutzutage gilt dieses Modell bzw. diese einfache Weltsicht als überaltet. Die moderne Wissenschaft verweist hingegen beispielsweise auf Parkinsons Bürokratiemodell.
Der Bürokratieansatz wird von Weber in seinem 1922 postum erschienenen Werk „Wirtschaft und Gesellschaft“ als Analyse des Rationalisierungsprozesses behandelt.
Innerhalb der Organisationstheorien werden klassische und moderne Ansätze unterschieden:
| klassisch | |
|---|---|
| Ansatz | Vertreter |
| strukturelle Ansätze | Taylor, Fayol, Kosiol, Nordsieck |
| Bürokratiemodell | Max Weber |
| Humans-Relations-Ansatz | Mayo, Roethlisberger |
| Kaderbürokratie (im Sowjetbereich) | Bálint Balla |
Primäres Ziel des Ansatzes ist es, die Leistungsfähigkeit von Organisationen mit Hilfe von Aufgabenteilung und sachlicher Aufgabenerfüllung aufrecht zu erhalten.
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