Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels ist ein eingetragener Verein (e. V.) mit Sitz in Frankfurt am Main.
Gegründet im Jahr 1948 als Arbeitsgemeinschaft deutscher Verleger- und Buchhändler-Verbände in den westlichen Besatzungszonen, da der 1825 gegründete Börsenverein der Deutschen Buchhändler in Leipzig in der sowjetischen Besatzungszone lag. Später als Börsenverein deutscher Verleger- und Buchhändler-Verbände bezeichnet, im Jahr 1955 in Börsenverein des Deutschen Buchhandels umbenannt, am 1. Januar 1991 wurde der ältere Leipziger Börsenverein der Deutschen Buchhändler angeschlossen.
Der Verein widmet sich heute der Lobbyarbeit und der Förderung der Verlags- und Buchhandelswirtschaft sowie der Kultur.
Die Mitgliedschaft ist Buchhandelsunternehmen, Verlagen, Verlagsvertretern und ähnlichen branchennahen Körperschaften vorbehalten. Die Zahl der Mitglieder liegt bei 6.570 (Stand: 1. Januar 2003). An seine Mitglieder vergibt der Börsenverein die sogenannte Verkehrsnummer.
Auf politischer Seite vertritt der Börsenverein eine offensive Politik im Bereich des Urheberrechts, hinsichtlich der Mehrwertsteuer (Bücher sind in Deutschland Mehrwertsteuer-privilegiert), der Buchpreisbindung und der Mittelstandsförderung.
Seit einem Relaunch in der Zeit des täglichen Newsletters noch mehr auf Zeitschrift getrimmt ist das Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel, nur noch einmal pro Woche Branchenmagazin und Verbandsblatt. Es steht wie der Börsenverein zwischen Buchhandel, Verlag und Zwischenbuchhandel und ihren bisweilen gegensätzlichen Interessen als gemeinsame Public Relations.
Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels ist ab 2006 Dr. Gottfried Honnefelder, Verleger des DuMont Literatur und Kunst Verlags, Köln. Sein Vorgänger Dieter Schormann (60), seit Herbst 2005 leitender Angestellter der Thalia-Buchhandlung in Gießen, trat zurück. (Stellvertretender Vorsteher: Ole Schultheis).
Hauptamtlicher Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels: seit November 2005 Alexander Skipis (51), Jurist, erfahren als Geschäftsführer, in PR und Politik, zuletzt Ministerialdirigent Hessische Staatskanzlei. Vorgänger Dr. Harald Heker ging in den Vorstand der Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (GEMA).
Alexander Skipis über seine ersten Monate im Amt: Der neue Deutsche Buchpreis und der Vorlesewettbewerb, an dem jährlich 700 000 Schüler teilnehmen, sowie eine Zusammenarbeit mit der Stadt Frankfurt sollen noch erstarken. Das zwischenzeitlich umzugsgefährdete Börsenvereins-Domizil am Hirschgraben neben dem Goethehaus ‘von hoher symbolischer Bedeutung’ bleibt. (Vgl. Frankfurter Rundschau /Bbl. Online 1. Februar 2006).
Eine Verbandsreform der Abgeordnetenversammlung, sie alternativ als ein so genanntes Branchenparlament zu installieren (Hauptversammlung im Sinne der Verbandsreform mit mehr Rechten in Verbandsentscheidungen), wurde (29 Anwesende bei 44 Sitzen) zur nochmaligen Modifizierung für die Abgeordnetenversammlung auf den Herbst 2006 verschoben, frühestens auf der Hauptversammlung 2007 zu verabschieden. (Bbl. Online, 4.5.2006)
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