Im deutschsprachigen Raum steht die Bezeichnung Börsenmakler, oder auch nur Makler, für einen Vermittler, der an der Börse Effektengeschäfte ausführt. Dabei wird zwischen amtlichen Maklern (auch Kursmakler genannt) und freien Maklern unterschieden.
Seit dem 3. Finanzmarktförderungsgesetz wird nicht mehr zwischen amtlichen und freien Börsenmaklern unterschieden. Vielmehr gibt es jetzt nur noch Börsenhändler, die nur mit Effekten handeln, und Skontroführern, die Kurse stellen. Dabei können Skontroführer sowohl amtliche als auch Wertpapiere des geregelten Marktes und des Freiverkehrs betreuen. Der Grund für den Übergang liegt unter anderem in der hervorragenden Überwachung und Reglementierung des Börsenbetriebs durch die Handelsüberwachungsstelle der Börse (HüSt), das Bundesaussichtsamt für Finanzdienstleistungen (BaFin) und die Börsenbehörde des jeweiligen Bundeslandes. Die Bezeichnung Börsenmakler wird wegen der Geläufigkeit jedoch beibehalten.
Die bidirektionale Kommunikation besteht immer aus einer Aktion (Kauf, Verkauf, etc.) und einer Bestätigung des jeweiligen Counterparts. So folgt auf einen Kauf mit dem Ausruf Von dir immer ein An Dich damit das Geschäft rechtswirksam zustande kommt. Neben den Hauptgeschäftsarten werden auch Zusatzinformation und Restriktionen mittgeteit. Eine falsche Anwendung der Maklersprache kann folgenschwere Konsequenzen, sprich Verluste, Kursdifferenzen oder Depot-Abstimmungsdifferenzen nach sich ziehen.
Die Fingergestik ist deshalb zentral, weil davon ausgegangen werden muss, dass nicht alle Marktteilnehmer die Angebote akustisch verstehen können. Oft besteht nur Sichtkontakt zwischen den einzelnen Händlern. Um über grössere Distanzen von über 5 Metern dennoch Trades abzuschließen wird deshalb oft akustisch gar nichts gehört sondern ausschließlich durch Handzeichen gesettled. Die Handzeichen gelten als verbindlich und absolut gleichwertig wie ein Trade der verbal abgeschlossen wurde. Jeder Trade (Kauf oder Verkauf) wird anschließend entweder durch den Händler selbst oder den Börsenschreiber notiert. Nach Handelsschluss werden die Positionen via die Börsenadministratoren der Banken oder Broker miteinander abgeglichen, oft bis spät in die Nacht bis die Depots und Einzelpositionen stimmen. Diese Abstimmung erfolgt telefonisch oder persönlich; oft auch beim Feierabendbier der Händler unter sich.
Hauptgeschäftsarten:
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