| Bären | ||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Ours brun parcanimalierpyrenees 2.jpg (Ursus arctos)]] | ||||||||||||
| : | Säugetiere (Mammalia) |
| : | Höhere Säugetiere (Eutheria) |
| : | Laurasiatheria |
| : | Raubtiere (Carnivora) |
| : | Hundeartige (Canoidea) |
| : | Bären |
Das Körpergewicht variiert zwischen 25 und 800 Kilogramm, wobei die Männchen stets deutlich schwerer als die Weibchen werden. Die Kopfrumpflänge beträgt 100 bis 280 Zentimeter.
Bären sind heute in Eurasien und Amerika beheimatet, wobei sie in Südamerika nur den nordwestlichen Teil bewohnen. In West- und Mitteleuropa gibt es heute nur mehr Reliktvorkommen. In Afrika leben heute keine Bären mehr, die Braunbärpopulationen im Atlasgebirge sind im 19. Jahrhundert ausgestorben. Sie sind Generalisten in Bezug auf ihr Habitat und bewohnen eine Vielzahl von Lebensräumen, von Polarregionen über Grasländer bis zu tropischen Regenwäldern. Allzu trockene Gebiete meiden sie jedoch in der Regel.
Bären sind Einzelgänger und führen generell eine eher dämmerungs- oder nachtaktive Lebensweise (mit Ausnahme des Eisbären). Zum Schlafen ziehen sie sich oft in Höhlen, hohle Baumstämme oder Erdgruben zurück. Ihre übliche Fortbewegung ist ein eher langsamer und gemächlicher Passgang, sie können im Bedarfsfall aber bis zu 50 km/h schnell laufen. In der Regel klettern Bären gut (insbesondere der Malaienbär) und können auch ausgezeichnet schwimmen.
Etliche Arten halten während der kalten Monate eine Winterruhe. Es ist kein echter Winterschlaf, da zwar Atemfrequenz und Herzschlag deutlich zurückgehen, die Körpertemperatur aber nur wenig sinkt und sie relativ leicht aufzuwecken sind. Im Spätsommer und Herbst fressen sie sich darum einen Fettvorrat an, um sich bei kalter Witterung in einen Bau oder eine Höhle zurückzuziehen.
Die eigentliche Tragzeit ist mit 60 bis 70 Tagen sehr kurz, die ein bis vier (meist zwei) Neugeborenen sind ausgesprochen klein. Bären zählen innerhalb der Plazentatiere zu den Tieren mit dem größten Gewichtsunterschied zwischen einem Weibchen und ihrem Wurf. Ausschließlich die Mutter kümmert sich um den Nachwuchs, während dieser Zeit ist sie ausgesprochen aggressiv und greift nahezu jeden Eindringling - einschließlich der Männchen und des Menschen - an. Das Absetzen erfolgt nach drei bis neun Monaten. Zumindest bis zum ersten Herbst, meist aber für 18 bis 24 Monate, bleiben die Jungtiere bei der Mutter. Die Geschlechtsreife tritt mit drei bis sechs Jahren ein, das Größenwachstum ist bei den Männchen aber oft erst mit 10 bis 11 Jahren abgeschlossen.
Bären sind eher langlebige Tiere, in freier Natur können sie 20 bis 30 Jahre alt werden, in menschlicher Obhut bis zu 50 Jahre.
Gleichzeitig mit der Verehrung fand und findet aber die Bejagung dieser Tiere aus unterschiedlichsten Gründen statt. Zum einen werden ihre Körperteile verwendet, das Fleisch wird gegessen, das Fell zu Kleidung oder Decken verarbeitet und Zähne und Krallen zur Zierzwecken verwendet. Oft wird Körperteilen von Bären eine medizinische Wirkung zugesprochen, insbesondere die Gallenflüssigkeit der Kragenbären findet in der Chinesischen Medizin Verwendung.
Ein anderer Grund für die Bejagung war, dass Bären oft als Unterhaltungsobjekte herhalten mussten. In Schaukämpfen, sogenannten Bärenhatzen, ließ man die Tiere gegen Hunde oder Menschen kämpfen, als Tanzbären sorgten sie für Unterhaltung und noch heute werden sie gern in Zoos oder Bärengräben gehalten, teilweise unter erschreckenden Bedingungen.
Ein dritter Grund für die Bejagung war die Sicht der Bären als Nahrungskonkurrenten und potentielle Bedroher der Menschen. Bären reißen öfters Weidetiere und plündern Bienenstöcke oder Fischteiche, deswegen wurden sie verfolgt. Das tatsächliche Ausmaß dieser Schädigungen dürfte aber oft übertrieben dargestellt werden. Für gewöhnlich gehen Bären Menschen aus dem Weg. Wenn sie aber ihre Jungen oder ihre Nahrungsvorräte bedroht sehen oder sie verwundet sind, kann es zu Angriffen auf Menschen kommen, oft mit tödlichem Ausgang. Zwar sind unprovozierte Tätlichkeiten selten, dennoch sterben mehrere Menschen pro Jahr durch Prankenhiebe oder Bisse von Bären.
Panda-AnAn.jpg (Ailuropoda melanoleuca) zählt zu den seltensten Bärenarten]] Aus all diesen Gründen, zu der in jüngerer Zeit noch die Zerstörung des Lebensraums durch die Siedlungstätigkeit der Menschen kommt, sind viele Arten selten geworden oder in bestimmten Regionen ganz verschwunden. Braunbären beispielsweise kommen im Kerngebiet der USA und in West- und Mitteleuropa nur mehr in Reliktpopulationen vor, in Nordafrika und Mexiko sind sie gänzlich ausgestorben. Auch der Malaienbär und insbesondere der Große Panda zählen zu den bedrohten Arten.
Großer und Kleiner Panda wurden früher in eine eigene Familie (Katzenbären) gestellt, das wird jedoch heute als obsolet betrachtet. Aufgrund gewisser Übereinstimmungen in der DNA werden kleine Pandas manchmal ebenfalls den Bären zugeteilt, oder aber in einer eigenen Familie, Ailuridae, geführt. (Siehe auch Systematik des Kleinen Pandas.)
Der Brillenbär ist der einzige rezente Vertreter der Kurzschnauzenbären (Tremarctinae), einer eigenen Unterfamilie, zu der auch die ausgestorbenen Riesen-Kurznasenbären gezählt werden. Der Große Panda wird ebenfalls in einer eigenen Unterfamilie, Ailuropodinae geführt.
Die übrigen sechs Arten, also Braun-, die beiden Schwarz-, Eis-, Malaien- und Lippenbär bilden die Unterfamilie Ursinae. In manchen Systematiken werden sie alle der Gattung Ursus zugeordnet, in manchen werden Malaien- und Lippenbär in einer eigenen Gattung (Helarctos respektive Melursus) geführt. Zu den ausgestorbenen Vertretern dieser Gruppe zählen unter anderem der Höhlenbär (Ursus spelaeus).
Eine Reihe von Tiernamen enden auf „-bär“, ohne dass diese Tiere mit den Groß- oder Kleinbären verwandt sind. Dies sind zum Beispiel die Ameisenbären, der Koala„bär“ oder die Seebären. Auch mehrere Schmetterlinge aus der Familie der Bärenspinner (Arctiidae) tragen Namen, die mit der Silbe „-bär“ enden.
Onso | دب | Osu | Мечкови | Ós | Medvědovití | Arth | Bjørne | Αρκούδα | Bear | Urso | Ursidae | خرس | Karhut | Ursidae | דוביים | Medvjedi | Beruang | Urso | Ursidae | クマ | 곰 | Ursidae | Bere | Lokiniai | Lācis | Beruang | Beren | Bjørn | Bjørnefamilien | Ors | Niedźwiedziowate | Ursidae | Urs | Медвежьи | Ursidae | Medvjed | Bear | Медвед | Björnar | கரடி | หมี | Oso | ظات باش قوثذر ظئيعق | 熊科 | Hîm