article

Aydin Turkey Provinces locator.gif | TürkeiAydinBezirke.png

Aydın ist eine Provinz im Westen der Türkei an der Küste der Ägäis. In der Antike war die Region ein Grenzgebiet von Karien mit Lydien und Phrygien. Hauptstadt der Provinz ist die Stadt Aydın. In den heutigen Grenzen zählt sie mit 7.922 km² zu den kleineren Provinzen des Landes, ist aber mit 950.000 Einwohnern flächenmäßig relativ dicht besiedelt (120 Einwohner pro km²). Die örtlichen KFZ-Kennzeichen haben 09 als führende Nummer.

Sie grenzt an die Provinzen İzmir im Norden, Manisa im Nordosten, Denizli im Osten und Muğla im Süden.

Die Provinz Aydın besteht aus den Bezirken:

Bozdoğan Buharkent
Çine Didim
Germencik İncirliova
Karacasu Karpuzlu
Koçarlı Köşk
Kuşadası Kuyucak
Nazilli Söke
Sultanhisar Yenipazar.
Die Provinz wird durch die O31 (E87) über Selçuk mit İzmir verbunden, der Dreimillionen-Einwohner-Stadt an der Ägäisküste. Landeinwärts führen die E87 und die Bahnlinie Tal weiter über Aydin und biegen später (nach Denizli) südwärts ins Taurus-Gebirge ab, bis sie die bekannte Urlaubsregion Antalya an der türkischen Südküste erreichen.

Die sehr zentral gelegene Bezirkshauptstadt Aydın hat rund 150.000 Einwohner. Etwa 80 km vom Ägäischen Meer entfernt, beherrscht sie das breite Tal des Großen Mäander (türkisch Büyuk Menderes), des mit 550 km längsten Flusses von Westanatolien.

Dieses Tal durchzieht die gesamte Provinz in Ost-West-Richtung. In ihm liegen die meisten Städte und Orte (z.B. Söke und Nazilli), sein Oberlauf liegt aber in der östlich angrenzenden Provinz Denizli.

Die Grenze zur nördlichen Provinz İzmir wird vom Aydin-Gebirge (Aydın Dağları) gebildet, das parallel zum Großen Mäander verläuft und mehrmals 1800 m Höhe erreicht. Die Südhälfte der Region ist hingegen durch vier große Seitentäler quer dazu gegliedert.

Zwischen Söke und Aydın liegt das alte Magnesia, flussaufwärts bei Sultanhisar die Reste des antiken Nysa.

Noch wichtiger für Geschichte und Archäologie ist aber die Küstenebene des Großen Mäander. Sie hat sich seit der griechisch- ionischen Zeit durch die Sedimente des Flusses um einige Kilometer zum Meer verbreitert. Etwa 15 km nördlich und südlich der Mündung kann man die Reste und Tempel der Städte Priene und Didyma besichtigen.

Diese heute nur dünn besiedelte Landschaft war durch zweieinhalb Jahrtausende ein Siedlungszentrum der ionischen Griechen. Die ganze Region wurde von Ephesos geprägt. Die Hauptstadt der damaligen Provinz Asia liegt heute einige Kilometer nördlich der Provinzgrenze an der Mündung des Kleinen Mäander (türkisch Küçük Menderes), der auf griechisch Kaystros genannt wurde. Der Name der Provinz rührt von der turkmenischen Dynastie der Aydın-Oğullari her, die Anfang des 14. Jahrhunderts während des Zerfalls des rumseldschukischen Staates diese vormals byzantinischen Gebiete in Südwestkleinasien eroberten und ein Reich mit den Zentren in Ephesos (Ayasoluğ) und Birgi (Pyrgion) gründeten, das 1390 und endgültig 1425/1426 dem Osmanischen Reich einverleibt wurde.

Weblinks


Provinz der Türkei | Ege

Айдън (вилает) | Aydın Province | Provincia de Aydin | Aydın (province) | Provinsi Aydın | Aydın (provincie) | Aydın (il) | 艾登省

 

This article is licensed under the GNU Free Documentation License. It uses material from the "Aydın (Provinz)".

Home Pageartsbusinesscomputersgameshealthhospitalshomekids & teensnewsphysiciansrecreationreferenceregionalscienceshoppingsocietysportsworld