Ein Autotelefon ist ein Telefon, welches in einem Auto fest eingebaut ist.
In der Geschichte der Telefonie stellt das Autotelefon den Übergang vom leitungsgebundenen Festnetztelefon zum Mobiltelefon dar: Für die Übertragung wird bereits wie beim Mobiltelefon eine Funkstrecke verwendet, und es ist im gleichen Maße mobil wie das Fahrzeug, in das es eingebaut ist. Zugleich bleibt es aber wegen der aufwendigen Technik an das Fahrzeug gebunden und ist nicht wie ein Mobiltelefon transportabel.
Wegen seiner technischen Avantgardestellung und den sehr hohen Kosten war das Autotelefon anfangs eine seltene Erscheinung und blieb in der Regel den Angehörigen einer mobilen und vermögenden Führungselite vorbehalten, denen es zugleich als Statussymbol dienen konnte.
Mit der Einführung der C-Netz-Telefonie 1985 auf der Frequenz 450-465 MHz war man unter einer eigenen Rufnummer in der ganzen Bundesrepublik Deutschland erreichbar, der Wechsel der Zelle war ohne Verbindungsabbruch möglich. Neu war die Möglichkeit, Faxe und Daten mit Geschwindigkeiten von bis zu 14.000 Bit pro Sekunde zu senden und zu empfangen. Ab etwa 1989 gab es für das C-Netz die ersten Handapparate, die wegen ihrer Größe, Farbe und Form "Briketts" genannt wurden. Obwohl sie nach heutigen Maßstäben klobig und mit anfänglich ca. 12.000 DM sehr teuer waren, so waren sie letztlich die ersten Handys. Auch vorher gab es schon auch außerhalb des Autos verwendbare Versionen, die jedoch mehrere Kilo wogen und zum Umhängen oder in Form kleiner Koffer transportiert wurden. Das C-Netz war bis Ende 2000 in Betrieb. Die höchste Teilnehmerzahl lag bei etwa 750000 registrierten Geräten.
Die digitale Übertragung kam erst mit Entwicklung der D-Netze 1992 auf. Durch die Miniaturisierung der Geräte zu Mobiltelefonen wurden Autotelefone zunehmend unüblicher.
Allerdings etablierte sich die Benutzung von Freisprecheinrichtungen.
Heute finden sich Autotelefone oft in Personenwagen in Verbindung mit Navigationssystemen. Hier werden Notrufe oder Pannenanrufe mit der GPS-Position oder anderen Fahrzeugdaten kombiniert. Gerade der beginnende Internet-Boom im PKW wird zwangsläufig nur über fest eingebaute Geräte funktionieren.
Vorteile von Festeinbaugeräten sind neben der besseren Antennenabstrahlung (Dach/Heckscheibe) auch die höherwertige Empfangs- und Sendetechnik, nicht zu vergessen die höhere Sendeleistung von bis zu 12 Watt, die gerade in ländlichen Waldgebieten oft unersetzlich ist.
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