Die Automobilindustrie ist ein Industriezweig, der sich der Herstellung von Automobilen und anderen Kraftfahrzeugen widmet. Die Automobilindustrie entstand mit Entwicklung des Automobils gegen Ende des 19. Jahrhunderts, erhielt einen bedeutenden Aufschwung durch die Massenproduktion von Kraftfahrzeugen (vor allem durch Henry Ford) und erlebt seitdem einen steten Aufschwung. In vielen Industrieländern, wie in den USA, Japan, Deutschland und Korea stellt die Automobilindustrie einen der bedeutendsten Industriezweige dar.
| Position | Hersteller | Land | Umsatz in Mrd. $ |
|---|---|---|---|
| 1. | General Motors | USA | 192,6 |
| 2. | Toyota | Japan | 191,1 |
| 3. | Ford | USA | 182,2 |
| 4. | DaimlerChrysler | Deutschland | 176,8 |
| 5. | Volkswagen | Deutschland | 112,7 |
| 6. | Honda | Japan | 83,3 |
| 7. | Nissan | Japan | 69,8 |
| 8. | Peugeot | Frankreich | 62,5 |
| 9. | Fiat | Italien | 53,1 |
| 10. | BMW | Deutschland | 46,7 |
| 11. | Renault | Frankreich | 44,5 |
| 12. | Robert Bosch GmbH(Zulieferer) | Deutschland | 42,0 |
| 13. | Hyundai | Südkorea | 40,1 |
| 14. | Delphi(Zulieferer) | USA | 28,9 |
| 15. | Mazda | Japan | 27,8 |
Kaum ein anderes industrielles Massenprodukt hat den Alltag der Menschheit mehr verändert, als das Automobil. Ungefähr seit dem Jahr 1900 hat es mehr als 2.500 Unternehmen gegeben, die Automobile für den Markt produzieren. Viele Unternehmen, die im 19. Jahrhundert Eisenwaren oder Stahl produzierten, fingen Mitte des Jahrhunderts mit der Produktion von Waffen oder Fahrrädern an und entwickelten dadurch die nötigen Kenntnisse, die Jahrzehnte später im Automobilbau benötigt wurden.
Selbst heute gibt es noch viele kleine Betriebe im Bereich Automobilproduktion, die nur eine Handvoll – zumeist exklusive – Fahrzeuge produzieren, beispielsweise die Unternehmen Stutz (USA) oder Morgan (GB). KarteWeltkraftfahrzeugbestand.png In Westeuropa wurden im Jahr 2003 14.208.250 Personenkraftwagen erstmalig für den Verkehr zugelassen. Weltweit waren es 56,3 Millionen Automobile. Während die Nachfrage nach Personenkraftwagen mit nur 1% Wachstum fast stagniert wurden über 6% mehr Nutzfahrzeuge gegenüber dem Jahr 2002 abgesetzt. Dieser Zuwachs spielt sich zumeist in den so genannten Entwicklungs- und Schwellenländern ab, mit China als Vorreiter im Wachstumsmarkt, wo gegenüber dem Jahr 2002 35% mehr Automobile in den Verkehr gebracht wurden.
Doch selbst in dieser Zeit der Globalisierung, des Outsourcing, und der Wirtschaftsflaute in Europa, konnten Österreichs Zulieferbetriebe - vorwiegend mittelständische Unternehmen mit hohem Exportanteil - Umsatz- und Absatzzuwächse erzielen. Der Automobilsektor zählt daher zu den wenigen stark wachsenden Industriezweigen in Österreich (durchschnittliches Jahreswachstum zwischen 2000 und 2003 je 10%). Grund dafür ist selbstverständlich nicht die bevölkerungsbedingt geringe Inlandsnachfrage, sondern die international gute Wettbewerbsfähigkeit, erkenntlich durch ungebrochen starke Beliebtheit bei den deutschen Autoherstellern, welche den größten Abnehmer österreichischer Automotive (BMW lässt einen Großteil aller benötigten Motoren in Steyr entwickeln und fertigen, bzw. alle Typen von Dieselmotoren im Motorenkompedenzzentrum Steyr entwickeln) darstellen. Wichtige Abnehmer im Ausland sind u.a. Daimler Chrysler, BMW, VW und Audi. Der Automobilsektor erwirtschaftet mit 38 Mrd. Euro rund 10% der österreichischen Industrieleistung.
Automobilbranche in Österreich (Hersteller und Zulieferbetriebe) in Zahlen (2003):
Folgende Fahrzeughersteller sind in Österreich vertreten:
Hinzu kommen mehrere hundert teils stark expandierende (meist mittelständische) Zulieferbetriebe, die nicht nur an die in Österreich vertretenen Fahrzeughersteller verkaufen, sondern großteils exportieren, wie zB. voestalpine motion in Linz, MIBA AG in Laakirchen, FACC (Fischer Advanced Composites Components AG) in Ried, Eybl International AG, AVL-List, Pankl Racing Systems.
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