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Eine Autobahnraststätte dient hauptsächlich der Nahrungsmittelversorgung während längerer Fahrtdistanzen im Fernverkehr und bietet für den Schwerlastverkehr die erforderlichen Stellplätze, um die gesetzlich vorgeschriebenen Ruhezeiten einhalten zu können. Sie hat in der Regel, zusammen mit einer Tankstelle, rund um die Uhr geöffnet und bietet Waschräume und Toiletten sowie Babywickelräume und häufig auch behindertengerechte Einrichtungen für die Durchreisenden an. Ferner bieten Raststätten meistens die Möglichkeit einzukaufen, öffentliche Telefone oder das Internet zu benutzen und verfügen meist über einen Kinderspielplatz. Gruibingen Rasthaus.jpgRasthaus Gruibingen (A8)]]

Viele Autobahnraststätten verfügen über ein separates Restaurant. Es ist meist in einem weiteren Gebäude abseits der Tankstelle untergebracht. Bei manchen Raststätten ist es auch als Brückenrestaurant quer über die Autobahn ausgeführt und kann somit beiden Fahrtrichtungen dienen.

Seit 2004 wird an einigen Rasthöfen Geld für die Benutzung der Toiletten verlangt, im Volksmund "Pinkelmaut" genannt.

Auch in Österreich gibt es eigene Regelungen, die beispielsweise die Mindestabstände der Raststätten zueinander regeln. Dazwischen kann es vereinzelt Kioske geben, die aber nicht dieselben Angebote vertreten dürfen wie die angrenzenden Raststätten. Ein Beispiel ist der Rastplatz Triestingtal an der Süd Autobahn A2 zwischen den Raststätten Wöllersdorf und Guntramsdorf. Hier dürfen nur einzelne Biolebensmittel verkauft werden.

Die Raststätten in Deutschland werden meist von der Autobahn Tank & Rast Holding betrieben, einem ehemals bundeseigenen Unternehmen das 1998 privatisiert wurde. Die Tank & Rast unterhält 720 Servicebetriebe auf der Autobahn, gemeinsam mit 250 Pächtern, früher meist Restaurantketten, seltener Firmen, die nur über einen Standort verfügten. In den letzten Jahren hat die Tank & Rast ca. 400 Millionen Euro in die Modernisierung ihrer Raststätten investiert und ca. 50 Anlagen komplett neu gebaut. Mit der Marke Serways führt die Tank & Rast zur Zeit eine Dienstleistungsmarke ein, die das gesamte Angebot auf einer Autobahnraststätte (Gastronomie, Läden, alle Serviceleistungen, Toilettenanlagen -> Sanifair genannt) abdeckt. Auch nehmen an diesem auf Qualität ausgerichteten Konzept einige Markenartikler wie Barilla, Nordsee, Lavazza, Burger King und Segafredo teil.

In Österreich ist eine der größten die Firma Rosenberger. Weitere sind Mövenpick und Wienerwald.

Um die Rentabilität zu erhöhen, werden Raststätten nur an einer Richtungsfahrbahn errichtet und haben zusätzliche Zufahrten der anderen Richtungsfahrbahn. Manche sind so plaziert, dass man auch vom untergeordneten Straßennetz zufahren kann. Diese bildet auch eine Vereinfachung für den Zulieferverkehr. Üblicherweise darf aber keine Verbindung bestehen zwischen der regionalen Straße und der Autobahn. Wohl ist es aber möglich diese Zufahrten auch als Notauffahrt für Einsatzdienste, wie Feuerwehr oder Rettungsdienste zu benutzen. In diesem Fall dienen meist Schranken als Absperrung, damit normale Verkehrsteilnehmer nicht die Notauffahrten benutzen und dadurch möglicherweise Rettungseinsätze behindern.

Während Autobahnraststätten in der Regel direkt neben der Autobahn platziert sind und oft eine eigene Ein- und Ausfahrt besitzen, zumindest eine Betriebszufahrt, befinden sich Autohöfe, die ebenfalls der Versorgung des Fern- und Schwerlastverkehr dienen, in der Nähe normaler Autobahnausfahrten.

Literatur


  • Ralph Johannes, Gerhard Wölki: Die Autobahn und ihre Rastanlagen. Geschichte und Architektur. Imhof, Petersberg 2005, ISBN 3-932526-68-6

Weblinks


Gastronomiebetrieb | Straßenverkehr | Verkehrsbauwerk | Autobahn

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