Der Fußballklub Austria, österreichischer Rekordpokalsieger mit 25 Titelgewinnen, ist einer der erfolgreichsten Fußballklubs Österreichs. Kein anderer österreichischer Klub hat so viele Titel (Meisterschaft, Cup, Supercup) gewonnen. Neben seinem größten Rivalen, Rapid Wien, zählt er zu den beiden Fußball-Großvereinen Wiens, die seit der Erstaustragung der österreichischen Meisterschaft 1911 immer erstklassig waren. Die Vereinsfarben des Fußballklubs sind Violett-Weiß, Heimstadion ist das Franz-Horr-Stadion in Favoriten. Von den Klubfarben leiten sich die beiden Spitznamen "Veilchen" und "Violette" für die Austria ab. Die Austria wird auch oft FAK genannt, wobei es sich eigentlich um einen Fehler handelt, der sich durch die Anordnung der Buchstaben F, K, und einem großen, in die Mitte darunter gesetzten A im offiziellen Vereinslogo ergeben hat. Zur Zeit wird der Hauptsponsor Magna International im Klubnamen mitangeführt. Die zweite Mannschaft des Vereins spielt sei der Saison 2005/2006 in der Red-Zac-Erste-Liga, der österreichischen zweiten Bundesliga.
Auf internationaler Ebene konnten die Veilchen zwei Mal den Mitropacup, den Vorläufer des heutigen Europacups, gewinnen. Im Europacup selbst konnte die Mannschaft in bislang 148 Spielen 51 Siege erreichen und sogar ein Mal bis ins Finale des Europapokals der Pokalsieger vorstoßen.
Die Amateure konnten bereits 1911, in ihrem Gründungsjahr, an der ersten österreichischen Meisterschaft teilnehmen; gespielt wurde noch in Ober St. Veit. Der erste Titelgewinn gelang jedoch erst 1921 im Cupwettbewerb, 1926 erstmals in der Meisterschaft. Nach der Einführung des Profifußballs 1924 in Österreich suchte der Verein eine Alternative zu dem nicht mehr als passend erschienenen Klubnamen. Am 28. November 1926 kam es zur Fusion mit dem Sportverein "Austria Wien", der bis dahin keine Fußballabteilung führte und damit zur Umbenennung der (nunmehrigen) Fußballsektion in FK Austria Wien.
In den 1930er feierte die neue Austria die ersten großen internationalen Erfolge im Mitropacup, dem Vorläufer der heutigen Champions League. Die Mannschaft rund um Matthias Sindelar, bekannt für ihr technisch-elegantes "Wiener Scheiberlspiel", konnte erstmals 1933 das Finale gegen Inter Mailand für sich entscheiden. Das Hinspiel in Italien ging zwar 1:2 verloren, doch drei Tore von Sindelar im Rückspiel beim 3:1 gegen die Mannschaft von Giuseppe Meazza bedeuteten den Gewinn des Pokals. Der zweite Triumph gelang 1936. Gegen Slavia Prag im Finale gelang in Wien zunächst nur ein torloses Remis; im Strahov-Stadion konnte jedoch Camillo Jerusalem den einzigen Treffer beim 1:0-Auswärtssieg im Rückspiel erzielen.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges sammelte sich der alte Austria-Stamm im Sporthaus Pohl auf der Mariahilferstraße. Das alte Sekretariat in der Goldschmiedgasse war ausgebombt und kaum noch vorhanden. Auch das Stadion war von den Bomben nicht verschont geblieben. Der erste Trainer nach diese Stunde Null war Vogerl Geyer. Langsam bildete sich wieder ein neue Austria-Mannschaft: Zu den Stars der Dreißigerjahre wie Jerusalem, Stroh, Adamek und Andritz gesellte sich eine neue Generation von Austria-Spielern wie dem jungen Stürmer Ernst Stojaspal, dem Kärntner Ernst Melchior und Ernst Ocwirk, der später Kapitän der Weltauswahl werden sollte und als bester Mittelfeldspieler der Welt galt. Neben nationalen Titelgewinnen konnte auch international wieder aufgezeigt werden. Eine der Höhepunkte diese Ära war der 4:0 Sieg gegen National Montevideo im Maracana-Stadion von Rio.
Im April 1953 wurde für Spieler über 30 Jahre die bis dahin gültige Auslandssperre aufgehoben, im Zuge der WM 1954 wechselte ein Gutteil der Spieler ins Ausland. Stojaspal, Melchior, Kominek und Aurednik gingen nach Frankreich. Für die Austria bedeutete das Jahr 1954 den Zerfall einer bis ins Letzte eingespielten Mannschaft großer Fußballer.
Ende der 1970er Jahre bildete sich die bislang erfolgreichste Austria-Mannschaft der Nachkriegszeit rund um Herbert Prohaska. Als „Austria Memphis“ - 1977 wurde die Austria Tabakwerke neuer Hauptsponsor - holte man vier Meistertitel (1978 - 1981) en suite und schloss auch wieder zu den Topvereinen Europas auf. 1979 stand die Mannschaft im Finale des Europapokals der Pokalsieger, ein Jahr später spielten die Veilchen im Halbfinale der Europapokals der Landesmeister. Ähnliche Erfolge gab es mit drei Meistertiteln in Folge und dem Europacuphalbfinale der Cupsieger Mitte der 1980er Jahre.
Trainer: Flag of Austria.svg Flag of the Netherlands.svg Frenkie Schinkels
Österreichischer Fußballverein Sport (Wien)
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