Als Ausbelichten bezeichnet man in der Fotografie den Vorgang der Anfertigung von dauerhaften Abzügen auf Fotopapier. Das Ausgangsmaterial für die Ausbelichtung kann sowohl als Negativ- oder Positivfilm als auch digital vorliegen; in der Verarbeitung gibt es auch hybride Prozesse wie Agfa Digiprint, bei dem ein Diapositiv nicht optisch ausbelichtet, sondern zunächst digitalisiert wird.
Ausbelichtungen aus dem Consumer-Fotolabor werden grundsätzlich in Standardformaten angefertigt; das Seitenverhältnis liegt dabei beim Kleinbildformat (Negativgröße von 24 × 36 mm, bei gerahmten Dias etwa 34 × 22 mm) sowie bei digitalen Spiegelreflexkameras in der Regel bei 2:3, während die meisten Digitalkameras einen Sensor mit dem Seitenverhältnis 4:3 besitzen.
Folgende Abmessungen bzw. Papierformate sind bei Ausbelichtungen üblich:
Professionelle Labors liefern Ausbelichtungen in jedem technisch machbaren Format.
Bei digitalem Ausgangsmaterial wird die sinnvoll erreichbare Größe des ausbelichteten Abzugs unter anderem durch die Auflösung des CCD- bzw. CMOS-Sensors bestimmt, die in Megapixeln (Kurzform für Millionen Pixel) oder dpi (Dots per inch) angegeben werden kann.
| Auflösung | Merkmale |
|---|---|
| Ab 10 Megapixel | |
| Ab 8 Megapixel | |
| Ab 7 Megapixel | |
| Ab 6 Megapixel | |
| Ab 5 Megapixel | |
| Ab 4 Megapixel | |
| Ab 3 Megapixel | |
| Ab 2 Megapixel | |
| Ab 1 Megapixel | |
| Unter 1 Megapixel |
In der Drucktechnik rechnet man gewöhnlich mit (Mindest-)Auflösungen von 300 DPI (Dots per Inch = Punkte pro Zoll) bzw. 144 DPI (so genannter "Illustriertendruck" - in dieser Auflösung werden z.B. die Fotos im "Spiegel" und im "Stern" gedruckt, wobei hier das Raster bei genauem Hinsehen bereits deutlich erkennbar wird). Für hochqualitative Ausdrucke werden 600, wenn nicht gar 1200 DPI (und gfs. darüber hinaus) gefordert.
Es hängt also stets vom Einsatzzweck ab, mit welchen Auflösungen gearbeitet wird. Als der Standardmaßstab gelten jedoch 300 DPI.
Als Orientierung kann man beispielsweise bei Ausbelichtungen in Postergrößen eine Sehleistung von einer Winkelminute bzw. bei der Projektion eine Sehleistung von zwei Winkelminuten ansetzen; dies entspricht bei der Projektion einer Mindestauflösung von 1,5 Megapixeln, durch Verdopplung in beiden Raumrichtungen sind dies bei einem Poster dann bereits sechs Megapixel. Ein aus einem Abstand von einem Meter betrachtetes Poster im Format 50 × 70 cm muss also mindestens in 500/0,3 × 700/0,3, also 1666 × 2333 Pixel bzw. 3.886.778 oder rund 4 Megapixel zerlegt werden, um uneingeschränkt scharf zu wirken.
Diese Werte dürfen nicht verwechselt werden mit den Angaben von Consumer-Fotodruckern, die nach dem Tintenstrahldruckerprinzip arbeiten; hier werden die Bildpixel nicht in Vollfarben, sondern durch Rasterung und subtraktive Farbmischung hergestellt. Die meisten Modelle arbeiten mit einer Rasterung nach dem Fehlerdiffusionsprinzip und können dank einer meist recht hohen Druckpunktauflösung (2400 dpi und mehr) tatsächlich eine höhere Pixelauflösung als Fotobelichter erreichen, obwohl die einzelnen Pixel gerastert werden müssen.
Die Schärfeleistung und Körnung eines fotografischen Films bestimmen bei analogem Ausgangsmaterial die mögliche Bildqualität; diese Parameter werden wiederum vor allem von der Filmempfindlichkeit beeinflusst: Hochempfindliche Filme (800 bis 1600 ASA) haben prinzipiell eine geringere Schärfe als niedrigempfindliche Filme (25 bis 50 ASA); die gebräuchlichen Alltagsfilme mit 100/21° ISO genügen jedoch sowohl in Bezug auf Schärfe als auch auf die Körnung allen normalen Anforderungen.
Diafilme bieten eine enorme Auflösung von bis zu 10.000 dpi; entsprechend einem Digitalbild liegt die Auflösung eines Diafilms also etwa bei 14.250 × 9.500 Pixeln = 135 Megapixeln, was einer unkomprimierten Dateigröße von rund 387 Megabytes entspräche. Der qualitativ begrenzende Faktor in der Analogfotografie ist jedoch die Optik der Kamera: Je nach Güte schwankt dieses zwischen 1500 und etwa 2600 dpi, dies entspricht etwa drei bis neun Megapixeln unter praktischen Bedingungen.
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