Auguste Mariette statue, Boulogne-sur-Mer.jpg | Sakkara_001.jpg Auguste Ferdinand François Mariette (teilweise auch Auguste-Édouard Mariette) (* 11. Februar 1821 in Boulogne-sur-Mer; † 18. Januar 1881 in Bulak bei Kairo) war ein französischer Ägyptologe.
1855 besuchte Mariette auf Einladung Alexander von Humboldts Berlin; dabei begegnete er dem Ägyptologen Heinrich Brugsch, dem Komponisten Franz Liszt, den Malern Eduard Hildebrandt, Christian Gottfried Ehrenberg und Christian Daniel Rauch sowie dem Bankier Alexander Mendelssohn.
Doch bereits 1857 reiste er ein zweites Mal nach Ägypten, um seine Ausgrabungen fortzusetzen. Er öffnete die Gräber dabei ohne Rücksicht auf die Befunde mit Sprengladungen. 1858 wurde er vom Vizekönig Said Pascha zum Direktor des Altertümerdienstes ernannt und war fortan mit der Oberleitung der von der Regierung initiierten Ausgrabungen betraut. 1862 wurde er zum Bey erster Klasse ernannt und 1879 erhielt er den Ehrentitel Pascha.
Egypt.Cairo.EgyptianMuseum.01.jpg In dieser Stellung setzte sich Mariette nun mit aller Energie dafür ein, dass die Verordnung zum Schutz der Altertümer in Ägypten respektiert wurden. 1859 gründete er zur Aufbewahrung der zahlreichen Fundstücke das spätere Ägyptischen Museums in Kairo. Er verhinderte, dass kostbare Juwelen des Grabschatzes der Königin Ahhoptep, welche zur Weltausstellung 1867 in Paris gezeigt wurden, als „Geschenk“ für die französischen Kaiserin Eugénie endeten.
Unter Mariette wurden wichtigste alte Denkmäler zu Tage gefördert; seine bedeutendste Arbeit dieser Art ist die Freilegung der Tempel von Abydos und Edfu. Sein letzter Erfolg war die Öffnung dreier Pyramiden der 6. Dynastie bei Sakkara, die in ihren inneren Grabkammern wichtige Inschriften enthalten.
Mariette starb am 18. Januar 1881 in Bulak, zehn Jahre nach der Uraufführung Verdis Aida in Kairo, deren Libretto auf einer Erzählung Mariettes basierte.
In seiner Vaterstadt wurde ihm 1882 ein Denkmal errichtet.
Mann | Franzose | Ägyptologe | Geboren 1821 | Gestorben 1881
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