Aufkohlen ist ein Verfahren aus der Wärmebehandlung von Stahl.
Das Aufkohlen oder Einsetzen soll Stähle, die wegen ihres geringen Kohlenstoff-Gehaltes nicht oder nur schlecht zu härten sind, soweit mit Kohlenstoff anreichern, dass ein Härten möglich wird. Meistens wird nur die Randschicht mit Kohlenstoff angereichert, damit sich dort mehr Martensit bildet als im Kern und eine harte Randschicht entsteht. Der Kern soll meist zäh und weich bleiben.
Aufkohlung wird überwiegend als erster Schritt beim Einsatzhärten angewendet.
Bei der Herstellung von Gusseisen und Gusseisen mit Kugelgraphit wird in der Regel als Einsatzmaterial beim Schmelzen in Elektroöfen Stahlschrott verwendet. Der Kohlenstoffgehalt muss dann entweder durch Zugabe vom Roheisen oder durch Aufkohlungsmittel korrigiert werden. Aus wirtschaftlichen Gründen wird die Korrektur meistens mit Aufkohlungsmittel durchgeführt. Als Aufkohlungsmittel wird entweder Grafit oder billigerer calcinierter Petrolkoks verwendet. Auf dem Markt befinden sich viele Sorten von Aufkohlungsmitteln. Die Qualität und der Preis wird durch Aschengehalt (von 0.10 bis 27%), Stickstoff (0.1-9000ppm), Schwefel (0.1-2%) und Kohlenstoff (75 bis 99%) bestimmt.
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