Das missglückte Attentat auf Kaiser Franz Joseph I. vom 18. Februar 1853 ist einer der berühmtesten vereitelten Mordversuche in der Geschichte Österreichs.
Das mögliche Motiv für den Mordversuch an Kaiser Franz Joseph I. ist bis heute nicht eindeutig geklärt. Als wahrscheinlich gelten wohl nationale ungarische Motive, die einen Sturz der österreichischen Herrschaft herbeiführen sollten. Neben dieser Theorie vermutete man jedoch damals auch, dass der Kaiser versucht haben könnte, die bürgerliche Frau Libenyis näher kennen zu lernen.
Die beiden Lebensretter von Kaiser Franz Joseph I., Graf O'Donnell und Josef Ettenreich wurden beide auf dem Heldenberg verewigt. Der Fleischhauer Ettenreich wurde zudem geadelt. Franz Josephs Bruder, Erzherzog Ferdinand Maximilian, der spätere Kaiser von Mexiko, rief nach dem Attentat „zum Dank für die Errettung Seiner Majestät“ zu Spenden auf, um in Wien eine neue Kirche zu bauen. Die Kirche sollte als Votivgabe (Dankgeschenk) der Völker der Monarchie für die Errettung Franz Josephs errichtet werden. 300.000 Bürger folgten dem Spendenaufruf. Am 24. April 1879 wurde die Votivkirche Wien schließlich geweiht.
Bald nach dem missglückten Attentat entstand außerdem ein bis heute bekanntes Spottlied über den Schneidergesellen Janos Libényi.
Auf der Simmeringer Had', hat's an Schneider verwaht,
es g'schicht ihm schon recht, warum sticht er so schlecht.
Auf der Simmeringer Had', hat's an Schneider verwaht,
mit der Nadel samt dem Öhr, samt dem Zwirn und der Scher'.
Auf der Simmeringer Had', hat's an Schneider verwaht,
allen sei es a Lehr, er lebt nimmermehr.
Und Leut'ln hurcht's auf, der Wind hört schon auf,
gang er allerweil so furt, war ka Schneider mehr durt.
This article is licensed under the GNU Free Documentation License.
It uses material from the
"Attentat auf Kaiser Franz Joseph I. 1853".
Home Page • arts • business • computers • games • health • hospitals • home • kids & teens • news • physicians • recreation• reference • regional • science • shopping • society • sports • world