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Autonomi Monastiki Politia
Agion Oros
(gr.)
Autonome Mönchsrepublik Heiliger Berg
Autonome Mönchsrepublik Athos {| border="0" cellpadding="2" cellspacing="0" | align="center" | | align="center" | Palaeologus-flag.png |
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Αυτόνομη Μοναστική Πολιτεία
Άγιον Όρος
(gr.)

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Amtssprache Griechisch
Hauptstadt Karyes
Staatsform Autonome Mönchsrepublik
Staatsoberhaupt Kostas Karamanlis und das Außenministerium Griechenlands in politischen Aspekten
und
Bartholomäus I. und das Ökumenische Patriarchat von Konstantinopel in religiösen Aspekten

Fläche 350 km²
Einwohnerzahl 1610 Einwohner (Stand 2000)
Bevölkerungsdichte 4,6 Einwohner pro km²
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Nationalfeiertag Orthodoxes Osterfest
Währung Euro
Zeitzone UTC+2
Nationalhymne Ymnos is tin Eleftherian
(„Ode an die Freiheit“)

Internet-TLD .gr
Vorwahl +30
Offizielle Webseite www.athos.gr
Mount Athos map2.PNG
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Der Heilige Berg Athos (griech. Άγιον Όρος, Hágion Óros, der Heilige Berg) ist eine orthodoxe Mönchsrepublik mit autonomem Status unter griechischer Souveränität in Griechenland. Er befindet sich auf dem gleichnamigen östlichen Finger der Halbinsel Chalkidiki in der Verwaltungsregion Zentralmakedonien. Das Territorium umfasst 336 km² und zählt rund 2000 (mönchische) Einwohner, zuzüglich einer saisonal wechselnden Zahl von zivilen Arbeitern. Im Sprachgebrauch bezeichnet der Begriff "(Berg) Athos" entweder die ganze Halbinsel Athos mit dem Mönchsstaat oder auch nur den eigentlichen Berg an der Südost-Spitze der Halbinsel, der mit seinen 2.033 Metern Höhe der höchste Punkt der Ägäis ist.

Weltkulturerbe


Die 20 Großklöster der orthodoxen Mönchsrepublik sind Teil des UNESCO-Welterbes. Das erste Kloster, die Große Lavra, wurde 963 von byzantinischen Mönchen gegründet. Bald gründeten bulgarische, rumänische, russische, georgische und serbische Mönche weitere Großklöster auf dem Berg Athos. Davon sind heute 17 griechisch, je eines russisch, bulgarisch und serbisch.

Neben den Klöstern gibt es auf dem Athos die Siedlungsform der Skiten (gr. σκήτες), die jeweils von ihrem Mutterkloster abhängen, somit keine eigenständigen Rechte in Regierung und Verwaltung der Mönchsrepublik besitzen. Skiten, rund um einen klösterlichen Zentralbau angelegt, der in Gebäuden und Funktionen den größeren Klöstern gleicht, sind dörfliche Siedlungen, deren Bauten in Kalivia (gr. καλύβια, eigentlich: Hütten), Wohnbauten für mehrere Mönche, und Kellia (gr. κελλιά, eigentlich: Zellen), Hütten für einen Bewohner, unterschieden werden. Außerdem siedeln an den schwer zugänglichen Hängen des eigentlichen Berges Athos Mönche in Eremitagen (gr. εσυχαστήρια, Hesychasterien), zumeist Kleinstbauten und Höhlen.

Berühmt sind die Malerwerkstätten des Athos, deren große Tradition der Ikonenmalerei ins Hochmittelalter zurückreicht, als Maler-Mönche der sog. Makedonischen Schule von Thessaloniki auf den Athos umsiedelten.

Siedlungen, Klöster, Skiten und ihre Bewohner


Die folgende Statistik (Zensus 2001) zeigt, dass nach langem Niedergang in den letzten Jahren wieder verstärkter Zuzug auf den Heiligen Berg festzustellen ist. Darüber hinaus sind Umschichtungen zwischen Klöstern und Skiten erkennbar.

Klöster


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Kloster (geordnet nach Hierarchie) 1903 1959 1968 1978 1988 1992 2000
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Kloster Megistis Lavras (Μονή Μεγίστης Λαύρας) 1187 459 406 348 309 345 362
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Kloster Vatopedi (Μονή Βατοπεδίου) 966 129 83 60 55 75 142
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Kloster Iviron (Μονή Ιβήρων) 456 101 68 52 53 61 78
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Kloster Chiliandarí (Μονή Χιλιανδαρίου) 385 63 55 69 45 50 75
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Kloster Agiou Dionysiou (Μονή Αγίου Διονυσίου) 131 53 40 35 59 60 58
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Kloster Koutloumousiou (Μονή Κουτλουμουσίου) 214 107 68 66 73 77 95
-
Kloster Pantokratoros (Μονή Παντοκράτορος) 548 118 84 63 57 50 70
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Kloster Xiropotamou (Μονή Ξηροποτάμου) 106 43 36 22 38 34 40
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Kloster Zográfou (Μονή Ζωγράφου) 155 21 15 13 11 11 20
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Kloster Dochiariou (Μονή Δοχειαρίου) 60 29 16 11 31 32 27
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Kloster Karakallou (Μονή Καρακάλλου) 130 42 30 13 16 26 37
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Kloster Filotheou (Μονή Φιλοθέου) 133 44 36 81 82 74 70
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Kloster Símonos Petras (Μονή Σίμωνος Πέτρας) 108 27 18 61 78 78 73
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Kloster Agiou Pavlou (Μονή Αγίου Παύλου) 250 115 111 87 85 85 104
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Kloster Stavronikita (Μονή Σταυρονικήτα) 219 35 26 43 40 33 45
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Kloster Xenofontos (Μονή Ξενοφώντος) 195 66 43 39 50 46 48
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Kloster Osiou Grigoriou (Μονή Οσίου Γρηγορίου) 105 53 34 57 72 77 86
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Kloster Esfigmenou (Μονή Εσφιγμένου) 91 46 25 41 40 56 101
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Kloster Agiou Panteleimonos (Μονή Αγίου Παντελεήμονος) 1928 61 27 30 32 40 53
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Kloster Konstamonitou (Μονή Κωνσταμονίτου) 65 29 17 16 26 27 26
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Gesamtzahl 7432 1641 1238 1217 1255 1337 1610

Skiten und Siedlungen

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Skiti/Siedlung 2001 (gemeldet) 2001 (real) 1991 (gemeldet) 1991 (real)
-
Karyes (auch: Karies, Karyä; Καρυαί) 242 233 223 216
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Vígla - Agios Nílos (Βίγλα - Άγιος Νείλος) 12 12 0 0
-
Vouleftiria (Βουλευτήρια) 11 11 0 0
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Dafni (Δάφνη) 33 38 11 16
-
Karoúlia (Καρούλια) 4 4 0 0
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Katounákia (Κατουνάκια) 36 36 0 0
-
Kapsála (Καψάλα) 19 19 0 0
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Kerasiá - Agios Vasílios (Κερασιά - Άγιος Βασίλειος) 27 27 0 0
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Metóchion Chroumítsa (Μετόχιον Χουρμίτσης) 10 12 9 11
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Néa Skíti (auch: Skiti Theotokou) (Νέα Σκήτη) 44 48 0 0
-
Prováta-Morfonoú (Προβάτα-Μορφονού) 29 29 0 0
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Skiti Agías Annis (Σκήτη Αγίας Άννης) 87 94 126 126
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Skiti Agías Triádos (Σκήτη Αγίας Τριάδος) 40 40 29 29
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Skiti Agíou Andréou Vatopedíou (Σκήτη Αγίου Ανδρέου Βατοπεδίου) 87 89 0 0
-
Skiti Agíou Dimitríou Vatopedíou (Σκήτη Αγίου Δημητρίου Βατοπεδίου) 16 16 0 0
-
Skiti Agíou Dimitríou (Σκήτη Αγίου Δημητρίου) 9 9 0 0
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Skiti Agíou Panteleímonos (Σκήτη Αγίου Παντελεήμονος) 12 16 23 24
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Skiti Evangelismós tis Theotókou (Σκήτη Ευαγγελισμός της Θεοτόκου) 9 10 14 26
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Skiti Theotókou (Σκήτη Θεοτόκου) 1 1 35 35
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Skiti Profíti Ilía (Σκήτη Προφήτου Ηλíου) 0 0 2 2
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Skiti Timíou Prodrómou Ivíron (Σκήτη Τιμίου Προδρόμου Ιβήρων) 7 7 6 6
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Skiti Timíou Prodrómou Megístis Lávras (Σκήτη Τιμίου Προδρόμου Μεγίστης Λαύρας) 15 15 13 13

Lebensform


athos_dochiariou_axb01.jpg Waren die meisten Klöster früher idiorrhythmisch organisiert, sind seit 1980 auch die letzten Klöster wieder zum koinobitischem Lebensstil zurückgekehrt, ebenso wie die klosterähnlichen Skiten (z. B. Skiti Prophiti Ilíou, Skiti Agiou Andreou u. a.). Demgegenüber leben aber die Mönche in den dorfähnlichen Skiten (z. B. Nea Skiti, Skiti Agias Annis u. a.) idiorrhythmisch.

Die Klöster folgen weiterhin dem julianischen Kalender, der dem ab 1582 in Westeuropa eingeführten gregorianischen Kalender mittlerweile um 13 Tage „hinterher hinkt“. Die Stundeneinteilung orientiert sich ebenfalls am byzantinischen Beispiel: Der Tag beginnt also mit Sonnenuntergang (Null Uhr); allein das Kloster von Iviron zählt die Stunden ab Sonnenaufgang.

Pilgerreisen


athos_eremiten_axb01.jpg | athos_grenze_frangokastro_01.jpg

Auf dem Berg war die Fortbewegung lange Zeit nur zu Fuß oder per Maultier möglich. Im Jahr 1963 wurde zur 1000-Jahrfeier die erste Schotterstraße zwischen Dafni (Hafen von Athos, den man per Schiffsverbindung von Ouranóupolis aus erreicht) und der Hauptstadt Karyes gebaut. Inzwischen sind alle 20 Klöster des Athos an das Straßennetz angeschlossen und werden regelmäßig von Jeeps oder Bussen angefahren. Einige Skiten im gebirgigen Südteil der Halbinsel sind nur über Maultierpfade oder per Schiff erreichbar. Die Halbinsel ist für (männliche) Pilger, jedoch nicht für klassische Touristen zugänglich. Wenn man gewisse Regeln einhält, wird man problemlos als „Pilger“ anerkannt. Über die Homepage des deutschen Konsulats in Thessaloniki ist ein stets aktuelles Merkblatt zum Besuch der Mönchsrepublik abrufbar.

Zutrittsverbot für Frauen ("Ávaton")


Der Athos heißt auch to perivóli tis Panagías (der Garten der Gottesmutter) und ist im theologischen Sinne einzig und allein der obersten Heiligen der orthodoxen Kirche, Maria, vorbehalten. So ist der Zutritt zum Berg Athos Frauen grundsätzlich untersagt. Ein pragmatischer Grund dafür ist wohl der Wunsch der Mönche, von optischen sexuellen Reizen unbeeinflußt zu leben und sich somit "ungestörter" der Gottesverehrung widmen zu können. Selbst weibliche Tiere sind von dem Verbot betroffen, allerdings wiegen gewisse praktische Notwendigkeiten schwerer: Mönche, die Ikonen malen, benötigen für ihre Arbeit frischen Eidotter und dürfen daher als einzige Hühner halten. Außerdem sind Katzen erlaubt, um die mönchischen Siedlungen frei von Mäusen, Ratten und Schlangen zu halten.

Die Frau auf dem Berg Athos war im 19. Jahrhundert ein beliebtes literarisches Motiv, so in der Oper Der heilige Berg (1914) des norwegischen Komponisten Christian Sinding. In jüngster Zeit hat das Ávaton wiederholt zu Kontroversen mit der Europäischen Union geführt.

Verwaltung


Die Mönchsrepublik gehört völkerrechtlich zu Griechenland (in Staatsrechtterminologie ist Griechenland Suzerän der Mönchsrepublik), durch den autonomen Status obliegen einige innenpolitische Entscheidungen und die Verwaltung des Berges aber den Mönchen, ebenso gehört der Berg Athos nicht zum steuerlichen Gemeinschaftsgebiet der EU. Jedes Kloster ist innerhalb der Mönchsrepublik autonom und wird von einem auf Lebenszeit gewählten Abt geleitet. Die Macht liegt bei den 20 Großklöstern, von denen Kleinklöster (Metóchia), Mönchsdörfer (Skiten) und Einsiedeleien (Kellia) abhängen.

In dem kleinen Hauptort Karyes befindet sich die Kirche des Protaton sowie das Gebäude der Hiera Synaxis („Heilige Versammlung“), die aus den Äbten der 20 Klöster besteht und legislative und judikative Funktionen wahrnimmt. In Karyes gibt es 19 Kellia („Zellen“), in denen die Äbte untergebracht sind. Eine Ausnahme hierzu bildet das Kloster Koutloumousiou, da es in der Nähe von Karyes angesiedelt ist und demzufolge eine eigene Zelle nicht benötigt. Karyes ist der Sitz der Hiera Koinotis („Heilige Zusammenkunft“), also des „Parlaments“, in das jedes Großkloster einen Vertreter (Antiprosopos) entsendet. Der Protos („der Erste“), der jährlich neugewählte Vorsitzende der Exekutive, hat seinen Sitz ebenfalls dort.

Der staatliche Gouverneur Griechenlands auf dem Athos untersteht dem griechischen Außenministerium und ist zusammen mit einigen Beamten und Polizisten für die Einhaltung der Verfassung des Athos und die Wahrung von Sicherheit und Ordnung zuständig.

Interne Konflikte


Für internationale Schlagzeilen sorgte im Dezember 2005 die Besetzung des Konaki (Sitz des Vorstandes der Mönchsrepublik) durch 20 Mönche des Klosters Esfigménou. Damit protestierten sie gegen den Beschluss der übrigen 19 Klöster, die Vertretung ihres Klosters in den Gremien der Mönchsrepublik nicht mehr anzuerkennen. Ausgelöst wurde der Eklat nach jahrzehntelang schwelender Krise 2003, als die Mönche von Esfigménou dem Oberhaupt der orthodoxen Kirche, Patriarch Bartholomäus I. von Konstantinopel „Verrat an der Orthodoxie“ vorwarfen, weil er mit der römisch-katholischen Kirche Gespräche aufgenommen hatte. Daraufhin hatte der Patriarch die Rebellen zum Verlassen der Mönchsrepublik aufgefordert. Die Mönche von Esfigménou ignorierten die Forderung und harren weiter in ihrem Kloster aus.

Der Klosterbrand vom 3./4. März 2004


Hilan2.jpg Bei einem Feuer in der Nacht vom 3. zum 4. März 2004 im serbischen Kloster Chiliandarí (serb. Hilandar) wurden wertvolle Wandmalereien aus dem 12. und 13. Jahrhundert ein Raub der Flammen. Ein Großteil des riesigen ausgedehnten, aus mehreren Gebäuden bestehenden Komplexes, wurde durch einen Brand, welcher angeblich durch einen defekten Heizlüfter verursacht wurde, stark zerstört. Wahrscheinlicher halten die Experten nach einem neuartigen Laserscan des gesamten Komplexes einen Fall von Brandstiftung. Viele wertvolle Ikonen, Handschriften und auch Fresken konnten zwar gerettet werden, doch allein der materielle Schaden wird auf bis über 20 Millionen Euro geschätzt. Die Mönche mussten die zur Hälfte zerstörte Klosteranlage verlassen. Serbiens Präsident Vojislav Koštunica hat in seinem Land einen Spendenaufruf zur Wiederherstellung des Klosters getätigt, aber auch die serbisch-orthodoxe Kirche sammelt Mittel zur Restaurierung.

Der Berg Athos im alpinistischen Sinne


gipfelkapelle_Athos.jpg Die höchste Erhebung der Athos-Halbinsel, wie auch der gesamten Ägäis, ist der Berg Athos im engeren Sinne, ein kegelförmiges und auf allen Seiten steiles Bergmassiv mit nur einem einzigen deutlich ausgeprägten Gipfel (2.033m). Es ragt am südöstlichen Ende der Athos-Halbinsel direkt aus dem Meer auf und erreicht somit einen für nichtvulkanische Gebirgsmassive bemerkenswerten Höhenunterschied von über 2000 Metern auf kürzester horizontaler Distanz. Während der Berg Athos nach Norden hin mit schroffen Wänden abbricht, bietet die Südflanke eine gute Aufstiegsmöglichkeit. Von einer der Skiten im südlichen Teil der Halbinsel oder vom Kloster Megistis Lavras her kommend, führt ein durchgehend gut erkennbarer Pfad von der Wegkreuzung Stavros über die bunkerartige Kapelle Panagia (1.500m) zum Gipfel hinauf. Er bietet keine technischen Schwierigkeiten und ist aufgrund der unterschiedlichen Vegetationszonen und der weiten Ausblicke aufs Meer hinaus abwechslungsreich und landschaftlich sehr reizvoll. Auf dem Gipfel befindet sich eine kleine Kapelle, Metamorfosis Sotiros (Verklärung des Herrn), in der einmal im Jahr, am Festtag der Verklärung Christi (am 6.8. nach julianischem Kalender, am 19.8. nach gregorianischem) eine Nachtwache ("Agrypnia") gefeiert wird. Pilger, die den Berg besteigen wollen, können sowohl in der Panagia als auch in der Gipfelkapelle eine Notunterkunft finden. Auch wenn eine Besteigung des Athos keine besonderen alpinistischen Fähigkeiten erfordert, sei doch darauf hingewiesen, daß die bis zu 2000 Höhenmeter Aufstieg bei mediterranen Temperaturen zu einer großen konditionellen Herausforderung werden können und beste Vorbereitung erfordern.

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