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Atahualpa.jpg, entstanden zwischen 1760 und 1810)]] Atahualpa, nach peruanischer Quechua-Schreibung Atawallpa (auch Ataw Wallpa; * um 1500; † 29. August 1533 in Cajamarca), der Name bedeutet auf Quechua »tapferer Truthahn«, war der letzte Herrscher des Inkareiches. Er war der Sohn des Inkakönigs Huayna Cápac, dem Vollender des Inka-Imperiums, und der Tochter des letzten Fürsten Quito. Noch vor seinem Tod 1527 entschied Huayna Cápac, dass das Inkareich geteilt und von seinem Lieblingssohn Atahualpa sowie seinem ältesten Sohn Huáscar geführt werden sollte. Die Zweiteilung des Reiches führte zu schweren Auseinandersetzungen zwischen den beiden Brüdern. 1532 stürzte Atahualpa seinen Stiefbruder Huáscar in Cuzco und nahm ihn gefangen.

Im April 1532 landete Francisco Pizarro an der peruanischen Küste. Bereits einige Jahre davor wurden die Inka von neuartigen Krankheiten (Pocken und Masern) heimgesucht, die sich über Mittelamerika nach Süden ausbreiteten und tödlich verliefen. Pizarro fand kein starkes Reich vor, sondern einen Staat, der in einen Nachfolgekrieg zwischen den Brüdern Atahualpa und Huáscar verstrickt war. Dieser Bürgerkrieg erschütterte die Grundfesten des Reiches und die Unzufriedenheit der unterworfenen Völker beschleunigte den Zusammenbruch.

Schlacht von Cajamarca


Atahualpa unterschätzte die Gefahr, die von der Ankunft der Spanier ausging, obwohl er sich durch Boten über die neuen Waffen (Gewehre, Kanonen, Rüstungen und Pferde) informiert hatte. Am 15. November 1532 wurden sie von Atahualpa in Cajamarca freundlich empfangen. Die etwa 150 Gefährten Pizarros nutzten die Situation, nahmen Atahualpa gefangen und richteten an seinen 4.000 bis 5.000 unbewaffneten Kriegern ein Blutbad an (Schlacht von Cajamarca). Die Angriffe der Spanier trafen die Inkas, die die Taktik des Hinterhaltes nicht kannten, unvorbereitet. Gegen Waffen aus Stahl boten ihre Rüstungen aus Leder und gesteppter Baumwolle kaum Schutz. Sie kannten keine Pferde, auf denen die Angreifer ritten. Für sie waren es monströse Geschöpfe aus einer anderen Welt. Meist versuchten sie ohne jegliche Verteidigung zu fliehen.

Gefangenschaft


In der Hoffnung freigelassen zu werden, bot Atahualpa Pizarro an, den Raum, in dem er sich gerade aufhielt, mit Goldgegenständen bis zu der Höhe füllen zu lassen, die er mit ausgestreckter Hand erreichen könnte. Als Pizarro vor Verblüffung nicht gleich antwortete, bot Atahualpa an, zusätzlich den benachbarten Raum in gleicher Weise mit Silber füllen zu lassen. Als Pizarro die Fassung wiedergewann und einwendete, dass der zweite Raum kleiner sei, bot Atahualpa an, diesen zweimal füllen zu lassen.
Mehr als 30 Tage brachten die Inkas Gold und Silber nach Cajamarca und die Schmelzöfen brannten angeblich 34 Tage lang, um die Gold- und Silberschmuckstücke einzuschmelzen. Man geht heute davon aus, dass die Spanier den Inkas insgesamt ca. 16.000 kg Gold und 180.000 kg Silber geraubt haben.

Weil es für die Spanier ersichtlich war, dass sie nach einer Freilassung Atahualpas besiegt werden würden, wurde der Inka-Herrscher nach Bezahlung des Lösegeldes wegen eines angeblichen Aufstandes und der heimlich angeordneten Tötung seines Halbbruders Huáscar von einem Gericht in Abwesenheit Pizarros zum Tode auf dem Scheiterhaufen verurteilt. Als Atahualpa zugesichert wurde, dass er im Falle einer Taufe nur erwürgt und sein Leib nicht verbrannt würde, stimmte er dieser zu, da nach seinem Verständnis die Existenz des Körpers unerlässlich für ein Weiterleben im Jenseits war. Am 29. August 1533 wurde er in Cajamarca mit der Garrotte (Halseisen bzw. Würgeschraube) erdrosselt.

Nach der Ermordung Atahualpas wurde zunächst Túpac Huallpa als oberster Inka anerkannt. Als dieser durch einen Inka-General umgebracht wurde, schlug sich Manco Inca auf die Seite der spanischen Eroberer und wurde durch Francisco Pizarro inthronisiert und erhielt den Namen Manco Cápac II.. Das Volk der Inka leistete immer weniger Widerstand, und die unterworfenen Stämme schlugen sich auf die Seite der Eroberer in der Hoffnung, dadurch eine Unhabhängigkeit zu erreichen. Am 15. November 1533 erreichte Pizarro die Hauptstadt Cuzco, die ihm ohne nennenswerten Widerstand übergeben wurde.

Indianer | Mann | Inka-Herrscher | Gestorben 1533

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