Die Atacameño sind ein indigenes Volk im Norden Chiles im Gebiet der Atacamawüste.
Um 800 v. Chr. errichteten sie die Siedlung Tulor in der Nähe der heutigen Stadt San Pedro de Atacama. Dieser Ort blieb etwa 1300 Jahre besiedelt. 900 n. Chr entstand die befestigte Stadt Quitor. Im 12. Jahrhundert eroberten die Inka die Gebiete der Atacameño und versuchten, sie in ihren Kulturkreis einzubinden. Sie bauten die Stadt Pukará de Quitor weiter aus.
Das Valle de Jerez diente den Inka als Hauptkarawanenweg. Hier findet man alte Felszeichnungen (Petroglyphen).
Mitte des 16. Jahrhunderts kamen die Spanier im Gefolge der Expeditionen von Diego de Almagro und Pedro de Valdivia in das Dorf, um sich dort mit Vorräten zu versorgen.
Lamas und Alpakas wurden zur Fleischherstellung und Nutzung der Felle aufgezogen. Auch wurden sie als Transportmittel genutzt, um mit den Städten an der Kürste Handel zu treiben.
Die handwerkliche und künstlerische Entwicklung der Atacameños zeigt sich in der Herstellung von Tonwaren, Gewebe, Flechtwerk und Holzschnitzereien. Außerdem beherrschten sie früh die Metallurgie und die Herstellung von Kupfer und Bronze.
Die Atacameños glaubten an ein Leben nach dem Tod und deshalb wurden die Toten mit Kleidung und Nahrung für ihren Weg in das nächste Leben begraben. Sie verehrten verschiedene Naturkräfte, nutzten aber keine Tempel oder Gebetsräume.
Noch heute gibt es kleine Atacameño-Dörfer, z.B. in Caspana.
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