| Strukturformel | ||
|---|---|---|
- | Allgemeines | |
| Name | Astemizol | |
| Andere Namen | Astemizolum, 1-(4-Fluorbenzyl)-N-{1-*-4-piperidyl}-1ZH-benzimidazol-2-ylamin | |
| Summenformel | C28H31FN4O | |
| CAS-Nummer | 68844-77-9 | |
| Kurzbeschreibung | ||
| Eigenschaften | ||
| Molmasse | 458,571 g/mol | |
| Aggregatzustand | ||
| Schmelzpunkt | °C | |
| Löslichkeit | ||
| Sicherheitshinweise | ||
| R- und S-Sätze | R: ? S: ? | |
| LD50 | 2.052 mg/kg (Maus) | |
Astemizol ist ein Antihistaminikum der zweiten Generation, also ein Arzneimittel zur Behandlung von Allergien, welches gegenüber den Antihistaminika der ersten Generation geringere Nebenwirkungen aufweist und, da es nicht die Blut-Hirn-Schranke in das Zentralnervensystem (ZNS) zu überwinden vermag, nicht sedierend wirkt. Astemizolhaltige Medikamente wurden erstmals 1984Deutsches Ärzteblatt 94, Ausgabe 18 vom 02. Mai 1997 zugelassen, heute ist es in den meisten Ländern vom Markt genommen worden, da es in seltenen Fällen zu fatalen Wechselwirkungen mit Hemmern des Enzyms CYP3A4 kommen kann. In Deutschland war es unter dem Markennamen Hismanal® erhältlich.
Astemizol wird rasch vom Magen-Darm-Trakt absorbiert, es hat eine Halbwertszeit von ca. 24 Stunden; seine Proteinbindung beträgt etwa 96 %. Die Ausscheidung erfolgt mit dem Kot. In seiner Struktur ähnelt es dem Terfenadin und dem Haloperidol.
„Im Rahmen der breiten, weltweiten Anwendung wurden für Terfenadin und Astemizol ab Ende der achtziger Jahre einzelne Verdachtsfälle schwerwiegender lebensbedrohlicher kardiotoxischer Nebenwirkungen berichtet. Dabei sind Herzrhythmusstörungen, QT-Verlängerungen, Torsades de pointes, ventrikuläre Arrhythmien, Kammerflimmern, Synkopen, Herzstillstand sowie Todesfälle aufgetreten. In diesen Fällen lagen überwiegend klinisch signifikante Leberfunktionsstörungen, Herzerkrankungen, gleichzeitige Anwendung der o. g. Makrolidantibiotika oder Antimykotika oder Überdosierungen vor. Seit 1986 bis jetzt liegen dem BfArM aus Deutschland für Terfenadin fünf Verdachtsfälle und für Astemizol ein Verdachtsfall von Torsade de pointes vor. Darüber hinaus ist in je einem Fall ein tödlicher Ausgang gemeldet worden.“ (Deutsches Ärzteblatt 94, Ausgabe 18 vom 2. Mai 1997)
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