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Astatine :: Astatula
 

Eigenschaften

*4f145d106s26p5
210
85
At
Periodensystem
Polonium - Astat - Radon
I
At
Uus  
 
 
Allgemein Name, Symbol, Ordnungszahl Astat, At, 85 Serie Halbmetall Gruppe, Periode, Block 17 (VIIA), 6, p Aussehen metallisch Massenanteil an der Erdhülle 3 · 10-24 % Atomar Atommasse 209,9871 Atomradius - Kovalenter Radius 145 pm van der Waals-Radius - Elektronenkonfiguration href="http://articles.gourt.com/de/Xenon">Xe4f145d10 6s26p5 Elektronen pro Energieniveau 2, 8, 18, 32, 18, 7 1. Ionisierungsenergie 20 kJ/mol Physikalisch Aggregatzustand fest Modifikationen - Kristallstruktur - Dichte (Mohshärte) - (-) Magnetismus - Schmelzpunkt 575 K (302 °C) Siedepunkt 610 K (337 °C) Molares Volumen - Verdampfungswärme 30 kJ/mol Schmelzwärme 114 kJ/mol Dampfdruck - Schallgeschwindigkeit - Spezifische Wärmekapazität - Elektrische Leitfähigkeit - Wärmeleitfähigkeit 1,7 W/(m · K) Chemisch Oxidationszustände ±1, 3, 5, 7 Hydride und Oxide (Basizität) - Normalpotenzial Elektronegativität 2,2 (Pauling-Skala) Isotope
Isotop NH t1/2 ZM ZE MeV ZP
209At . 5,41 h ε
α
3,486
5,757
209Po
205Bi
210At . 8,3 h ε
α
3,981
5,631
210Po
206Bi
211At . 7,124 h ε
α
0,787
5,982
211Po
207Bi
. . . . . .
220At . 3,71 min β- 9,900 220Rn
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet.
Wenn nicht anders vermerkt,
gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Astat ist ein chemisches Element im Periodensystem der Elemente mit dem Symbol At und der Ordnungszahl 85. Dieses radioaktive Element wird beim natürlichen Zerfall von Uran erzeugt und ist das schwerste bekannte Halogen.

Geschichte


Astat (altgriechisch ἀστατέω „unbeständig sein“, wegen des radioaktiven Zerfalls von Astat) wurde zuerst 1940 von Dale Corson, Kenneth MacKenzie und Emilio Segrè in der University of California künstlich hergestellt, und zwar durch Beschuss von Bismut mit Alphateilchen. Sein natürliches Vorkommen wurde erst 1943 von Berta Karlik und Traude Bernert entdeckt.

Vorkommen


Die Gesamtmenge an Astat in der Erdkruste liegt bei ca. 25 Gramm. Damit ist es das seltenste natürliche Element überhaupt auf der Erde.

Gewinnung und Darstellung


Astat wird durch Beschuss von Bismut mit Alphateilchen im Energiebereich von 26 bis 29 MeV hergestellt. Man erhält dabei die relativ langlebigen At-209- bis At-211-Isotope, die dann im Stickstoffstrom bei 450 bis 600 °C sublimiert und an einer gekühlten Platinscheibe abgetrennt werden.

Eigenschaften


Bei diesem hoch radioaktiven Element wurde mit Hilfe von Massenspektrometrie nachgewiesen, dass es sich chemisch wie die anderen Halogene, besonders wie Iod verhält (es sammelt sich wahrscheinlich wie dieses in der Schilddrüse an). Astat ist metallischer als Iod. Forscher am Brookhaven National Laboratory haben Experimente zur Identifikation und Messung von elementaren chemischen Reaktionen durchgeführt, die Astat beinhalten.

Isotope


Astat hat etwa 20 bekannte Isotope, die alle radioaktiv sind; das langlebigste ist 210At mit einer Halbwertszeit von nur 8,3 Stunden.

Verwendung


Da Astat nur in Spuren auf der Erde vorkommt, gibt es für Astat keine Verwendung.

Sicherheitshinweise


Astat ist radioaktiv.

Verbindungen


Die chemischen Eigenschaften von Astat konnten aufgrund der geringen Mengen bisher nur mit Tracerexperimenten festgestellt werden. Sie ähneln stark denjenigen des Iod, wobei es aber ein schwächeres Oxidationsmittel ist. Bisher konnten diverse Astatide, Interhalogenverbindungen und organische Verbindungen nachgewiesen werden. Auch die Anionen der entsprechenden Sauerstoffsäuren sind bekannt. Wegen des im Vergleich zu anderen Halogenen elektropositiveren Charakters wird es von Silber nur unvollständig ausgefällt. Dafür existiert das komplexstabilisierte Kation At(py)2 (Py=Pyridin), wodurch Astat auch kathodisch abgeschieden werden kann. Nachgewiesen wurde auch das Hydrid, Astatwasserstoff HAt. Es spielt in der technischen Chemie jedoch keine Rolle.

Weblinks


Chemisches Element | Halogen | Periode-6-Element | Radioaktiver Stoff

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