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Wappen Karte
Wappen_Aschersleben.png Karte_aschersleben_in_deutschland.png
Basisdaten
Bundesland: Sachsen-Anhalt
Landkreis: Aschersleben-Staßfurt
Geografische Lage:
Höhe: 114 m ü. NN
Fläche: 85,82 km²
Einwohner: 26.438 (30. Juni 2005)
Bevölkerungsdichte: 308 Einwohner je km²
Postleitzahl: 06449
Vorwahl: 03473
Kfz-Kennzeichen: ASL
Gemeindeschlüssel: 15 3 52 002
Adresse der Stadtverwaltung: Markt 01/ 06449 Aschersleben
Oberbürgermeister: Andreas Michelmann
Aschersleben_Bhf_1926.jpg | Bahnhof2004.jpg | Blick_ue_asl.jpg | Richtung_kh.jpg | 1250jahre.jpg | Rathaus.asl.jpg

Aschersleben ist eine mitteldeutsche Kreisstadt im Landkreis Aschersleben-Staßfurt in Sachsen-Anhalt. Es ist die älteste Stadt in Sachsen-Anhalt mit dem längsten noch erhaltenen Befestigungsring (Stadtmauer), welcher heutzutage als Promenadenring zum Spazieren gehen einlädt.

Geografie


Aschersleben liegt zwischen dem Harz und der Magdeburger Börde, südwestlich von Magdeburg. Eine Nachbarstadt ist Quedlinburg. Aufgrund der geografischen Lage wird Aschersleben auch als das 'Tor zum Harz' bezeichnet. Drei Bundesstraßen (B 6, B 180, B 185) kreuzen sich in Aschersleben

Seit März 2004 ist die Gemeinde Winningen Ortsteil der Stadt Aschersleben. Am 1. Januar 2005 wurde Gemeinde Klein Schierstedt eingemeindet, am 24. Februar 2006 die Gemeinde Wilsleben.

Nachbargemeinden

Die benachbarten Gemeinden sind im Uhrzeigersinn im Norden beginnend:

Geschichte


753 wurde Aschersleben als "Ascegereslebe" im Codex Eberhardi erstmals erwähnt. Die Quelle war eine Schenkung des Madalwin, der seine Besitzung in Aschersleben "samt den Hörigen" dem Heiligen Bonifatius (Kloster Fulda) überträgt.

Im 11. Jahrhundert geht die Stadt in den Besitz des Geschlechtes der Ascanier unter Albrecht dem Bären über. Während dieser Zeit fand 1120 der Bau der Askanierburg statt. Erwähnenswert ist die Erschlagung Udos von Freckleben 1130 durch die Mannen Albrecht dem Bären während einer Fehde. 1170 stirbt Albrechts der Bär. Sein Sohn Bernhard begründet im 12. Jahrhundert die Grafschaft Aschersleben. Die Stadt wird als Grafschaftssitz Verwaltungs- sowie Gerichtsort.

Im Jahre 1175 lässt Heinrich der Löwe die Stadt niederbrennen. 1250 wurde das Marienkloster gegründet.

Aschersleben erhielt 1266 das Stadtrecht durch Heinrich II.

1309 wird der Graue Hof (Stadthof der Zisterzienser = graue Mönche) erstmalig urkundlich erwähnt.

1322 wurde dasBistum Halberstadtfertig gestellt.

1325 erfolgte die erste Erwähnung der Lateinschule von Aschersleben (heute Stephaneum).

Zusammen mit Halberstadt und Quedlinburg gründet Aschersleben 1326 einen Dreistädtebund.

1380 wurde der Bau des Johannisturms begonnen.

Von 1406 bis 1507 wurde die Stephanikirche erbaut.

1415 trat zum ersten Mal die Pest in Aschersleben auf.

Aschersleben war von 1426 bis 1518 Mitglied der Hanse.

1440 - 1470 wurden große Teile der Stadtbefestigung/Stadtmauer errichtet. Hierfür fand vor allem auch Baumaterial der alten Stadtburg Wiederverwendung.

1507 - 1583 fand der Bau des Rondells statt.

Thomas Müntzer wirkte 1512 bis 1513 an der Lateinschule.

1528 und 1566 kam es zu einer erneuten Pestepedemie. Die Opferzahl für 1566 belief sich bei ca. 1.400 Stadtbürgern. Die Krankheit grassierte nochmals 1625. An die 2.800 Menschen fielen ihr zum Opfer.

1625 befand sich Wallenstein in der Stadt.

1631 gelangte Tilly nach Aschersleben.

Im Jahre 1644 wird die Stadtbefestigung verstärkt, die Stadtgräben wurden bewässert.

Wie in vielen deutschen Städten kam es auch in Aschersleben während des Dreißigjährigen Krieges zu Plünderungen. Im Westfälischer Friede von 1648 fällt Aschersleben nach dem Krieg an Brandenburg.

In den Jahren 1698 und 1717 besucht Zar Peter I. zwei mal die Stadt.

1722 wird Aschersleben zur Garnisonsstadt.

1798 verweilt Johann Wolfgang von Goethe mehrmals in Aschersleben.

1807 gehört Aschersleben dem Königreich Westfalenan.

1815 wird Aschersleben zur preußischen Provinz Sachsengezählt. Sie liegt damit im preußischen Korridor zwischen den beiden anhaltinischen Landesteilen.

1850 wütet die Cholera in Aschersleben.

Der erste Eisenbahnanschluss erfolgte 1865 an die Bahnlinie Bernburg - Güsten - Wegeleben - Halberstadt.

1905 tritt Aschersleben dem Deutschen Städtetag bei.

2003 konnte die Aschersleben sein 1250 jähriges Bestehen feiern, 2004 trug sie den 8. Sachsen-Anhalt-Tag aus.

Aschersleben im Zweiten Weltkrieg

In der Nähe befand sich von Juli 1944 bis April 1945 eine Außenstelle des KZ Buchenwald. Nachdem die Ernst Heinkel Flugzeugwerke in Oranienburg die Produktion der Bomberflugzeuge vom Typ He 117 eingestellt hatte, überstellte die SS die Häftlinge, die dort zur Zwangsarbeit eingesetzt waren, aus dem KZ Sachsenhausen nach Aschersleben. Bei der Junkers Flugzeug- und Motorenwerke AG leisteten ca. 450 Männer sowie 500 Frauen - zum überwiegenden Teil Jüdinnen - im Rahmen des Jägerprogramms Zwangsarbeit. Sie stellten in den Hallen IV und V Flugzeugrümpfe her, waren in der Zuschneiderei, der Zurichterei und im Teilebau beschäftigt.

Politik


Oberbürgermeister: !Zeit !OB |- |1990-1994 |Siegrid Tabbert (CDU) |- |1994-2001 |Andreas Michelmann (WidaB) |- |ab 2001 |Andreas Michelmann (WidaB) |}

Ortsbürgermeister:

!Zeit !Ortsteil !OrtsBM |- |ab 2004 |Winningen |Werner Horenburg(CDU) |- |ab 2004 |Klein Schierstedt |Klaus-Jürgen Herrmann |- |ab 2001 |Wilsleben |Holger Behrens |}

Landtagsabgeordnete:

!Wahlperiode !Zeit !Direktmandat !Landesliste |- |1. Wahlperiode |1990-1994 |Detlef Gürth (CDU) |Bärbel Ballhorn (SPD, dann DSU, dann Deutsche Steuerzahlerpartei) |- |2. Wahlperiode |1994-1998 |Detlef Gürth (CDU) |keine |- |3. Wahlperiode |1998-2002 |Dr. Wolfgang Eichler (SPD) |Detlef Gürth (CDU) |- |4. Wahlperiode |2002-2006 |Detlef Gürth (CDU) |Bernward Rothe (SPD), 2005-2006 Hartmut Koblischke (PDS) |- |5. Wahlperiode |ab 2006 |Detlef Gürth (CDU) |Bernward Rothe (SPD) |}

Bundestagsabgeordnete:

1990-2002 Wahlkreis 290 (Bernburg, Aschersleben, Quedlinburg);

ab 2002 Wahlkreis 70 (Börde) bestehend aus den Landkreisen Aschersleben-Staßfurt, Schönebeck und Bördekreis

!Wahlperiode !Zeit !Direktmandat !colspan=2 align=center |Landesliste |- |12. Wahlperiode |1990-1994 |Reiner Krziskewitz (CDU) |colspan=2 align=center |Dr. Eberhard Brecht (SPD) |- |13. Wahlperiode |1994-1998 |Reiner Krziskewitz (CDU) |Dr. Eberhard Brecht (SPD) |Dr. Heidi Knake-Werner (PDS) |- |14. Wahlperiode |1998-2002 |Dr. Eberhard Brecht (SPD, bis 30. Juni 2001, danach Bürgermeister von Quedlinburg) |colspan=2 align=center |Dr. Heidi Knake-Werner (PDS, bis 17. Februar 2002, danach Sozialsenatorin in Berlin); Gudrun Serowicki (FDP, 3. Juni 2002-22. September 2002, eingetreten für Cornelia Pieper) |- |15. Wahlperiode |2002-2005 |Ulrich Kasparick (SPD) |colspan=2 align=center |Hartmut Büttner (CDU) |- |16. Wahlperiode |ab 2005 |Ulrich Kasparick (SPD) |colspan=2 align=center |Elke Reinke (WASG über Liste der Linkspartei.PDS); Jens Ackermann (FDP) |}

Parteien/Wählerinitiativen in Aschersleben:

  • Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)
  • Christlich-Demokratische Union (CDU)
  • Wählerinitiative Die Aschersleber Bürger (WIDAB)
  • Die Linkspartei.PDS
  • Deutsch-Soziale Union (DSU)
  • Freie Demokratische Partei (FDP)
  • Initiative Aschersleben (InitAs)

Wirtschaft


Die Stadt Aschersleben hatte schon seit dem Mittelalter über ihre Stadtgrenzen hinweg wirtschaftliche Bedeutung. Aus Reparaturwerkstätten für landwirtschaftliche Maschinen entwickelte sich in den letzten 150 Jahren eine große Werkzeugmaschinenfabrik, die über Jahrzehnte der Garant wirtschaftlicher Stärke war.

Das Bild heute ist geprägt von klein- und mittelständischen Unternehmen. Die Großbetriebe sind, wenn überhaupt, nur noch in Teilen vorhanden.

Die größten gewerblichen Arbeitgeber der Stadt sind heute in den Branchen Förder- und Antriebstechnik, Rohrleitungs- und Behälterbau, Werkzeugmaschinen, Fahrzeugbau sowie der Herstellung von Vlies und Verbundstoffen tätig. Darüber hinaus ist Aschersleben bekannt für die Verarbeitung von Gewürzen (insbesondere Majoran).

Verkehr


Der Bahnhof Aschersleben liegt an der DB-Stecke Hannover - Halle (Saale). Bei Aschersleben liegt der Flugplatz Aschersleben und nicht weit entfernt der Flugplatz Cochstedt für den momentan(Stand April2006) neue Nutzungsmöglichkeiten gesucht werden. Aschersleben besitzt eine partielle Umgehungsstraße (B6n).In Aschersleben kreuzen sich 3 Bundesstraßen (B6, B180, B185)und etwa 20 (Auto)Minuten entfernt ist die Autobahn A14 zu erreichen.

Sehenswürdigkeiten


Johannisturm Aschersleben.JPGrondell.asl.jpg

Partnerstädte


Schulen und andere Bildungseinrichtungen


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  • Grundschule "Erich Kästner"
  • Grundschule "Luisenschule"
  • Grundschule "Pfeilergraben"
  • Grundschule "Staßfurter Höhe"
  • Grundschule "Froser Straße"
  • Ganztagsschule "Albert Schweizer" Website
  • Sekundarschule "Burgschule"
  • Sekundarschule "Lübenschule"
  • Europaschule Gymnasium und Ganztagsschule "Stephaneum" Website
  • Gymnasium "Ascaneum"
  • Bildungszentrum des Einzelhandels Sachsen-Anhalt
  • combi Schulungszentrum-Computer&Bildung GbR
  • IWK Aschersleben - Institut für Weiterbildung in der Kranken- und Altenpflege gGmbH
  • GfM Gesellschaft für Mikroelektronik GmbH & Co.KG
  • Kreisvolkshochschule Aschersleben-Staßfurt
  • VHS Bildungswerk in Sachsen-Anhalt GmbH
  • Handwerker-Bildungs-Zentrum Aschersleben
  • Bundesanstalt für Züchtungsforschung an Kulturpflanzen
  • Fachhochschule der Polizei Sachsen-Anhalt
  • Lernbehinderten Schule "Pestalozzi"
  • Grundschule "Montesouri"
  • Kastanienschule
  • BBRZ.e.V. Berufliches Bildungs- und Rehabilitationszentrum e.V.

Persönlichkeiten


Söhne und Töchter der Stadt

Ehrenbürger

Sonstige mit der Stadt verbundene Persönlichkeiten

Nicht in Aschersleben geboren, aber auf andere Weise verbunden:

Literatur


  • Augenzeugenberichte: Die Teilnahme des Besatzungs-Bataillons Aschersleben - 2. Magdeburgischen Landwehr-Regiments Nr. 27 - an dem achttägigen Feldzuge gegen das Hannöversche Armee-Korps im Juni 1866, Schlacht bei Langensalza 1866 - Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza, Reprint 1866/2001, ISBN 3-934748-74-0
  • Frank Thieß: Das Tor zur Welt, 1926, beschreibt das Leben von Gymnasiasten in Aschersleben, interessant sind in diesem Werk die detaillierten Ortsangaben, Aschersleben heißt im Buch Annenstedt, aber die Straßennamen sind original

Weblinks


Fußnoten


Ort in Sachsen-Anhalt | Ehemaliger Residenzort in Sachsen-Anhalt

Aschersleben | Aschersleben | Aschersleben | Aschersleben | Aschersleben | Aschersleben

 

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