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aschendorf-ems.gif Aschendorf war Kreishauptort und seit der Verleihung der Stadtrechte 1952 die Kreisstadt des bis 1977 existierenden Landkreises Aschendorf-Hümmling und ist heute ein Teil der Stadt Papenburg. In dem etwa 32 km² (Quelle: ?) großen und an der Ems gelegenen Stadtteil leben rund 9.000 Einwohner. Die Telefonvorwahl lautet 04962; bis 1972 hatte Aschendorf die Postleitzahl 4497 danach 2990 und jetzt 26871.

Geschichtliches


Der im nördlichen Emsland liegende Ort wird erstmals 752 als Asikinthorpe erwähnt. Aschendorf gilt damit als einer der geschichtlich ältesten Orte in Niedersachsen. Um 800 erfolgte die Gründung einer Taufkirche. Bis zum 13. Jahrhundert entstanden insgesamt 4 Kirchenneubauten, allesamt Holzkirchen, wobei jeder Neubau die Überreste seiner Vorgänger teilweise zerstörte.

Um 1250 wurde dann die erste Steinkirche im romanischen Baustil gebaut. 1498 wurde sie zu einer dreischiffigen Hallenkirche mit spätgotischem Chor umgebaut

Unter dem ersten evangelischen Pastor Johannes Hermanni wurde 1538 die Reformation in Aschendorf eingeführt. Der letzte lutherische Pastor Heinrich Bothe wurde 1614 abgesetzt. Anschließend folgte die Rekatholisierung. Von 1679 bis 1812 gab es ein Franziskanerkloster im Ort.

1884 wurde der Ort Sitz des preußischen Landkreises Aschendorf. Wenige Jahre später, 1897, wurde die Rektoratschule, die spätere Mittelschule und heutige Realschule gegründet.

Die Landkreise Aschendorf und Hümmling wurden 1932 zu einem Landkreis Aschendorf-Hümmling zusammengeschlossen. Sitz der Kreisverwaltung blieb die Gemeinde Aschendorf.

Im Rahmen der 1200-Jahr-Feier bekam Aschendorf am 7. September 1952 die Stadtrechte verliehen.

Nur 21 Jahre später wurde die Samtgemeinde Aschendorf/Ems, der neben Aschendorf auch die Gemeinden Herbrum, Lehe, Neulehe, Nenndorf und Tunxdorf angehörten, im Zuge der Gemeindereform zum 1. Januar 1973 aufgelöst. Die Gemeinden Stadt Aschendorf, Bokel, Herbrum, Nenndorf und Tunxdorf wurden in die Stadt Papenburg eingegliedert. Die Gemeinden Lehe und Neulehe werden der neuen Samtgemeinde Dörpen zugeordnet. 1969 hatte die Samtgemeinde rund 8.500 Einwohner, davon lebten in Aschendorf rund 6.500 Einwohner. Die Samtgemeinde Aschendorf/Ems hatte eine Flächenausbreitung von ca. 32 km².

Der Niedersächsische Landtag beschloss am 28. März 1990 die Wiederherstellung der Stadt Aschendorf als selbständige Gemeinde und somit eine Ausgliederung aus der Stadt Papenburg. Das Bundesverfassungsgericht stoppte die Umsetzung der Selbständigkeit jedoch 1992.

Politik


Durch die Gemeindeneugliederung hat der neue Stadtteil einen Ortsrat bekommen, der für die örtlichen Belange zuständig ist. Die Aufgaben des Ortsrates sind in der Niedersächsischen Gemeindeordnung (NGO) geregelt. Der Ortsbürgermeister von Aschendorf ist Hans-Michael Goldmann von der FDP (MdB).

Infrastruktur und Wirtschaft


Verkehr

Zu erreichen ist Aschendorf über die Autobahn A31, Abfahrt Rhede. Der Ort hat einen Bahnhof, der an der Strecke Emden-Rheine liegt.

Behörden

Die folgenden Behörden und Ämter haben ihren Sitz in Aschendorf

Bildung

Sehenswertes


  • Heimathaus des Heimat- und Bürgervereins
  • Gut Altenkamp: Die genaue Enstehungszeit des Gutes ist nicht bekannt. Zu dem Grundstück, das 1981 von der Stadt Papenburg gekauft wurde, gehören die baroken Gartenanlagen. In den Räumlichkeiten werden jährlich Ausstellungen der Stiftung Preußischer Kulturbesitz zu kunst- und kulturhistorischen Themen präsentiert. Außerdem finden in den Gartenanlagen Konzerte und öffentliche Veranstaltungen statt (Kulturkreis Papenburg).
  • Schloss Nienhaus: Das Schloss Nienhaus ist seit den 80er Jahren in Privatbesitz. Es wird von den ADO Gardinenwerken als Schulungsort genutzt. Die Gardinenmarke ADO hat in Aschendorf ihren Ursprung und steht als Kurzform für Aschendorf.
  • Naturschutzgebiet Draiberg
  • Tunxdorfer Waldsee
  • Brüninghaus: Das Brüninghaus an der Emdener Straße ist 1910 erbaut und Mitte der 80er Jahre grundlegend renoviert worden. Seitdem dient es als Jugend- und Begegnungsstätte des TuS Aschendorf.

Religion


Aschendorf hat zwei Kirchen, die katholische Sankt-Amandus-Kirche im Stadtzentrum und die ev.-luth. Christuskirchengemeinde an der Paul-Gerhardt-Straße/Bokeler Straße.

Vereine


  • Verein der Ehemaligen, Freunde und Förderer des Blasorchesters der Realschule Aschendorf
  • TUS Aschendorf, Turn- und Sportverein Aschendorf

Literatur


  • Gerd Steinwascher (Hrsg.): Geschichte der Stadt Aschendorf. Papenburg: Verlag der Stadt Papenburg, 1992.
  • Gerd Harpel (Hrsg.): Aschendorf in alten Bildern und Ansichtskarten. Selbstverlag: Aschendorf, 1981

Weblinks


Ort in Niedersachsen | Emsland

 

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