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Arturo Toscanini (* 25. März 1867 in Parma; † 16. Januar 1957 in New York) war ein italienischer Dirigent und gilt allgemein als einer der größten seiner Zeit.

Nach einem Cellostudium beschloss er 1885, Dirigent zu werden. Erste Erfahrungen as Dirigent machte er 1886 während einer Brasilientournee. 1895 erhielt er eine Anstellung in Turin, 1898 an der Mailänder Scala. 1908 wechselte er an die Metropolitan Opera, ging jedoch einige Jahre später zurück. Einige Jahre lang war Toscanini der prägendste Dirigent der Salzburger Festspiele, wo er bis 1937 wesentliche Konzerte und Operninszenierungen – etwa Giuseppe Verdis Falstaff, Richard Wagners Die Meistersinger von Nürnberg oder Wolfgang Amadeus Mozarts Die Zauberflöte – dirigierte. Seine für 1938 geplanten Auftritte in Salzburg sagte Toscanini nach dem Anschluss Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich ab. An der Wiener Staatsoper dirigierte Toscanini 1934 Verdis Requiem sowie später zwei Vorstellungen von Beethovens Fidelio. Beim Wiederaufbau der Staatsoper nach dem Weltkrieg sprach sich Toscanini aus akustischen Gründen für eine Verwendung von Holz als Baumaterial im Zuschauerraum aus. In Salzburg sowie im Wiener Musikverein dirigierte Toscanini bis 1937 zahlreiche Konzerte der Wiener Philharmoniker.

1937 verließ er Europa endgültig, da ihn der italienische und deutsche Faschismus abstießen. Er leitete von da an das extra für ihn gegründete NBC Symphony Orchestra. Nach dem Zweiten Weltkrieg entdeckte er Renata Tebaldi als Sopranstimme und verpflichtete sie an die wiederaufgebaute Mailänder Scala, wo er 1946 das Eröffnungskonzert leitete.

Berühmt war er vor allem für seine Interpretationen von Werken von Ludwig van Beethoven und Giuseppe Verdi. 1937 spielte er die erste Komplettaufnahme der Neun Sinfonien von Beethoven mit dem NBC Symphony Orchestra ein. Seine letzte Aufnahme 1954 war zugleich seine einzige Stereoaufnahme überhaupt.

Durch die Heirat seiner Tochter Wanda wurde er zum Schwiegervater des Klaviervirtuosen Vladimir Horowitz, mit dem er u. a. eine legendäre Einspielung von Tschaikowskys 1. Klavierkonzert vorlegte. Bei einer einzigen Benefiz-Aufführung desselben Werkes in der Carnegie Hall in New York gelang es den beiden Künstlern 1943, von den Zuschauern elf Millionen Dollar für Kriegsanleihe-Aktien zu "erspielen", die anstelle von Eintrittskarten ausgegeben wurden.

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