Arthur Seyß-Inquart (* 22. Juli 1892 in Stannern,; † 16. Oktober 1946 in Nürnberg) war ein Jurist, der in der Zeit des Nationalsozialismus in verschiedenen Funktionen politisch Karriere gemacht hatte und im Nürnberger Kriegsverbrecherprozess von 1946 zum Tode verurteilt und hingerichtet wurde.
Seyß-Inquart war seit 1931 in österreichischen Organisationen engagiert, die der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) nahe standen. 1938 trat er der NSDAP bei. Auf Druck von Hitler - dieser forderte vom damaligen österreichischen Bundeskanzler Kurt Schuschnigg die Beteiligung der NSDAP an Regierungsämtern - überließ dieser Seyß-Inquart im Rahmen der Berchtesgadener Abkommens 1938 das Amt des Innenministers. Nach Schuschniggs Rücktritt wurde Seyß-Inquart von Bundespräsident Wilhelm Miklas widerwillig aber verfassungsgemäß zur Regierungsbildung beauftragt und war vom 11. März bis 13. März 1938 der letzte Regierungschef vor dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich (siehe unten "Mitglieder der letzten Bundesregierung"). Seyß-Inquart war von 15. März 1938 bis 30. April 1939 Leiter der österreichischen Landesregierung (mit dem Titel Reichsstatthalter, im Rang eines SS-Obergruppenführers), die im Mai 1938 verkleinert wurde und die Liquidation der österreichischen Zentralstellen durchzuführen hatte; die Regierung wurde von Reichsstatthalter Josef Bürckel stark beschnitten und mit Inkrafttreten des Ostmarkgesetzes am 1. Mai 1939 aufgelöst. Seyß-Inquart war 1939-1945 Reichsminister ohne Geschäftsbereich. 1939 wurde Seyß-Inquart Stellvertreter des Generalgouverneurs Hans Frank in den besetzten polnischen Gebieten. 1940 ernannte Hitler ihn zum Reichskommissar in den besetzten Niederlanden. Dort war Seyß-Inquart verantwortlich für die Einführung von Zwangsarbeit, Deportationen niederländischer Juden, Niederschlagung des Februarstreiks und Erschießung von Widerstandskämpfern.
Im Nürnberger Kriegsverbrecherprozess von 1946 wurde er in den Anklagepunkten 2, 3 und 4 (Planung, Entfesselung und Durchführung eines Angriffskrieges, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit) für schuldig gesprochen, zum Tod durch den Strang verurteilt und am 16. Oktober 1946 in Nürnberg hingerichtet.
Mann | Bundeskanzler (Österreich) | Reichsminister (Deutschland) | NSDAP-Mitglied | Kriegsverbrecher | Politiker (3. Reich) | Geboren 1892 | Gestorben 1946
Arthur Seyss-Inquart | Arthur Seyss-Inquart | Arthur Seyss-Inquart | Arthur Seyss-Inquart | ארתור זייס-אינקווארט | Arthur Seyss-Inquart | Arthur Seyss-Inquart | アルトゥル・ザイス=インクヴァルト | ზაის-ინკვარტი, ართურ | Arthur Seyss-Inquart | Arthur Seyss-Inquart | Arthur Seyss-Inquart | Arthur Seyss-Inquart | Arthur Seyss-Inquart
This article is licensed under the GNU Free Documentation License.
It uses material from the
"Arthur Seyß-Inquart".
Home Page • arts • business • computers • games • health • hospitals • home • kids & teens • news • physicians • recreation• reference • regional • science • shopping • society • sports • world