Arri ist die Kurzbezeichnung und der Markenname der in München ansässigen Firmengruppe um die Arnold & Richter Cine Technik GmbH & Co. Betriebs KG, kurz Arnold & Richter.
Gegründet wurde Arnold & Richter am 12. September 1917 von August Arnold und Robert Richter. Beide waren Kameraleute und produzierten zunächst Film-Equipment jeder Art. Bekannt wurde Arri jedoch durch die von Erich Kästner geleitete Entwicklung der Spiegelblende in Filmkameras. Mit der 1937 in der legendären Arriflex 35 vorgestellten Spiegelblende wurde es möglich, beim Drehen durch einen optischen Sucher ohne Parallaxenfehler den exakten Bildausschnitt mit Hilfe des rotierenen Halbspiegels zu sehen. Arri stellt u.a. auch noch Scheinwerfer, Filmprojektoren, Laser für die Datenausbelichtung auf Film, sowie medizinische Kameras her.
Bis heute hat die Firma zwölfmal den Oscar für technische Innovationen in der Filmindustrie erhalten, zuletzt im März 2003.
ARRI-35mm-Kamera-im-Drehein.jpg Filmkameras werden in verschiedensten Bereichen eingesetzt. Man unterscheidet die Produktklassen nach dem zu belichtenden Film in
Arri-Historie im Segment 16 mm:
gegenwärtiges Portfolio:
Arri-Historie im Segment 35 mm
gegenwärtiges Portfolio:
Arri-Historie im Segment 70 mm
Digital Cinema/HDTV
Weltweit wird der größte Anteil an Filmen auf analogen 35-mm-Material aufgenommen. Verschwindend gering ist der Anteil 70 mm. Das Segment 16 mm wird vor allem für US-amerikanische und europäische Sitcoms verwendet sofern diese nicht gleich auf professionelles Videomaterial produziert werden.
Weltweit teilen sich Arri und Panavision den Markt für die Produktion von professionellen 35-mm-Filmkameras. Im Bereich der immer unwichtiger werdenden 16-mm-Kameras kommen weitere Anbieter dazu (z. B. Aaton, Mitchell). Für die Filmproduktion werden die Kameras über Rental-Firmen an die Produktionsfirmen vermietet.