Arras (deutsch und ndl.-fläm.: Atrecht) ist eine Stadt im Norden Frankreichs. Sie ist Verwaltungssitz des Départements Pas-de-Calais. 2005 betrug die Einwohnerzahl 41.000.
Ursprünglich war Arras eine keltische Siedlung. Später wurde sie von den Römern zur Garnisonsstadt Atrebatum ausgebaut.
Arras lag über viele Jahrhunderte an der Grenze zwischen Frankreich und den Niederlanden. Die Herrschaft über die Stadt wechselte häufig. Schließlich wurden von dem Architekten Sébastien Le Prestre de Vauban Wehranlagen gebaut, die halfen, die Stadt dauerhaft unter französischer Herrschaft zu halten.
Mit Hilfe eines Mediators kam 1435 der Frieden von Arras zustande.
Wirtschaftlich lebte die Stadt lange vom Handel mit Flandern und wurde später ein wichtiges Zentrum für den Anbau und die Verarbeitung von Zuckerrüben.
Während des Ersten Weltkriegs lag Arras nahe der Front. In der Schlacht von Arras, von den Deutschen Lorettoschlacht genannt, lieferten sich die französischen und deutschen Truppen heftige Kämpfe. Die Stadt wurde schwer beschädigt, jedoch nach dem Krieg wieder aufgebaut.
Im Zweiten Weltkrieg wurde die Stadt von den deutschen Truppen besetzt. 240 Franzosen, die man für Mitglieder der Résistance hielt, wurden in der Zitadelle von Arras exekutiert.
Wahrzeichen der Stadt sind zwei große Plätze im Zentrum, die Grande Place und die Place des Héros. Sie sind von einem Ensemble restaurierter Gebäude umgebeben. Die bedeutsamsten Gebäude der Stadt sind das gotische Rathaus und der Dom.
Seit 1967 unterhält Arras eine Städtepartnerschaft mit Chemnitz und seit 1984 auch mit Herten.
Die Altstadt mit ihrer spätgotischen Kathedrale ist heute ein Anlaufspunkt für Touristen aus den Niederlanden, Deutschland und England.
Arras | Arras | Arras (Francia) | Arras | Arras | Arras | Arras | アラス | Arras | Arras (Pas-de-Calais) | Arras | Аррас | Арас (Па се Кале) | Arras | 阿拉斯