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In der Musik versteht man unter einem Arrangement die Umsetzung eines gegebenen Musikstücks in eine bestimmte Ausführungsgestalt, insbesondere der verschiedenen Stimmen.

Die größte Bedeutung kommt dem Arrangement in der nicht-orchestralen Musik seit dem 20. Jahrhundert zu. Während in der „Klassischen Musik“ die Kunstmusik Note für Note auskomponiert und vom Komponisten instrumentiert wurde – abgesehen z. B. von den Kadenzen –, räumen andere Musikstile der freieren Ausführung oder der Improvisation größeren Platz ein.

Viele im 20. Jahrhundert entstandene Musikstücke – etwa im Blues, Jazz oder Pop, in der Volksmusik und allen davon abgeleiteten Gattungen – geben den ausführenden Musikern oder Sänger/innen größere Freiheit in der Interpretation eines Stückes. Sie erstreckt sich nicht nur auf den Ausdruck, sondern schließt auch notations-technisch relevante Aspekte ein. Stücke aus diesen Bereichen sind oft nur in Melodielinie und Harmoniefolge vorgegeben. Aufgabe des Arrangeurs ist es, aus diesen wenigen Vorgaben ein Arrangement zu machen, in dem die Musiker genauere Angaben oder Ausführungsmöglichkeiten erhalten. Dies kann durch die Erstellung einer Partitur geschehen, oder durch mündliche Absprachen mit den Musikern oder manchmal auch durch Audiobeispiele.

Im Jazz, vor allem im Bereich der Big Band, spricht man von Live-Arrangement, wenn die Verteilung der Aufgaben unter den Mitspielenden erst kurz vor oder sogar erst während der Aufführung mündlich oder auf Zeichen erfolgt. Dazu muss vor allem das Hauptthema und die Harmoniefolge allen Musikern bekannt sein. Die Tutti-Abschnitte sowie zusätzliche gewünschte Effekte muss der Bandleader vorab erläutern oder einstudieren, die Solo-Teile können dann von einzelnen Musikern improvisierend gestaltet werden.

Ein anderer Fall liegt vor, wenn ein Stück umarrangiert wird, wenn also von einem bestimmten Arrangement ausgegangen wird, um daraus ein anderes – etwa für eine andere Besetzung – zu gestalten. Für diesen Vorgang ist, speziell im Bereich der klassischen Musik, auch der Begriff Transkription üblich. Eine mögliche Vorgangsweise sei am Beispiel eines Bläserquartetts angedeutet, für das die ursprüngliche Komposition zwei Trompeten, eine Posaune und eine Tuba vorgesehen hat. Das Ensemble, das dieses Stück spielen möchte, hat allerdings nur eine Trompete und keine Tuba. Stattdessen hätte es außer der Trompete noch zwei Posaunen und ein Horn zur Verfügung. In einem neuen Arrangement werden nun die Stimmen neu verteilt und gegebenenfalls umgeschrieben.

Siehe auch


Musikglossar Musiktheorie

Arrangement | עיבוד מוזיקלי | Arrangiamento | Arrangement | Arranjo | Aranžer

 

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